- 24.11.2016, 11:29:42
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FPÖ-Leyroutz warnt vor Kollaps der Landmedizin
Leyroutz: „Nehmen wir Kritik der Ärzte ernst!“ - Finanzierung neuer Strukturen völlig nebulös
Utl.: Leyroutz: „Nehmen wir Kritik der Ärzte ernst!“ - Finanzierung
neuer Strukturen völlig nebulös =
Klagenfurt (OTS) - „Es ist unakzeptabel, mit welcher Arroganz und
parteipolitischer Verbohrtheit Kärntens Gesundheitsreferentin LhStv
Dr. Beate Prettner die Kritik der Ärztekammer an der geplanten
Neugestaltung des Gesundheitssystems abtut“, kritisiert der
Klubobmann der FPÖ Kärnten, Mag. Christian Leyroutz. Er fordert
einen konstruktiven Dialog, denn von der Ärztekammer bereits
angekündigte Streiks dienen niemandem. „Wir müssen die Sorgen der
Ärzteschaft ernst nehmen! Tatsächlich ist es völlig unklar, wie neue
Primärversorgungseinheiten die Unterversorgung der ländlichen
Versorgung verhindern sollen. Ein Patient im Möll- oder Metnitztal
braucht einen Hausarzt, der bei Bedarf zu ihm ins Haus kommt.
Irgendeine neue zentrale Struktur in Spittal oder in Friesach hilft
ihm wenig. Wie soll der Patient im Krankheitsfall oder bei
Bettlägrigkeit dorthin kommen“, fragt Leyroutz. Das bewährte Modell
„Hausarzt“ sei gerade für die Landbevölkerung unersetzbar.
„LhStv Prettner ist jede Erklärung schuldig, wie man mit
Primärversorgungseinheiten eine Unterversorgung am Land verhindern
kann. In städtischen Gebieten mögen sie hilfreich sein, aber am Land
sieht das ganz anders aus. Dort brauchen wir andere Lösungsmodelle.
Da wird es eher darum gehen, die Arbeitsbedingungen für Landärzte zu
optimieren, indem man das Honorarsystem verbessert und die ausufernde
Bürokratie abbaut.
„Prettner scheint die problematische Lage zu unterschätzen, wenn sie
in die totale Konfrontation mit den Ärzten geht“, warnt Leyroutz. Er
weist darauf hin, dass auch die Finanzierung der neuen
Primärversorgungseinheiten völlig unklar ist. Für die geplanten sechs
Zentren in Kärnten in den Spitälern Waiern und Friesach, im Bereich
des Klinikums Klagenfurt, in Völkermarkt, Hermagor sowie in Spittal
würden rund 15 Mio. € benötigt, welche zum Großteil die GKK
aufzubringen hat. „Da besteht zweifellos Anlass zur Sorge, dass die
GKK diese Mittel holen wird, indem sie Kassenstellen für Ärzte
abbaut. Und dies obwohl Kärnten z.B. bei Fachärzten im Vergleich zu
anderen Bundesländern krass unterversorgt ist (u.a. bei den
Neurologen, Psychiatern, Urologen)“, stellt Leyroutz fest.
„Das Kärntner Gesundheitswesen steht jedenfalls vor einem Umbruch.
Wir müssen aufpassen, dass die rot-grün-schwarze Koalition mit der
völlig überforderten Gesundheitsreferentin Dr. Beate Prettner nicht
Strukturen zerschlägt, die man für die Versorgung der Kärntner
Bevölkerung dringend braucht“, warnt Leyroutz abschließend.
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