Köstinger: Ambitionierte Luftreinheitsziele als erster Schritt in die Klimazukunft

EU-Parlament diskutiert Marrakesch-Klimagipfel und beschließt neue Vorgaben zur Luftreinhaltung

Straßburg (OTS) - "Wir spannen heute den Bogen von Paris bis ins Jahr 2030. Die ambitionierten Ziele des Luftreinhaltepakets der Europäischen Union sind die ersten konkreten Schritte in die Klimazukunft nach dem Pariser Abkommen", so die Umweltsprecherin der ÖVP im EU-Parlament, Elisabeth Köstinger, heute in Straßburg.

Das EU-Parlament beschließt heute nach fast dreijährigen Verhandlungen neue Vorgaben zur Luftreinhaltung und diskutiert außerdem den UNO-Klimagipfel in Marrakesch. 

"Nachdem wir bei der UN-Klimakonferenz in Paris die großen Überschriften für die kommenden Jahrzehnte der Klimapolitik gesetzt haben, füllen wir diese jetzt konkret mit Leben und Inhalt. Die Klima- und Luftreinhalteziele sind sehr ambitioniert, das steht außer Frage. Die Europäische Union ist aber auf gutem Weg, den Zieleinlauf 2030 zu schaffen. Dazu braucht es einen ambitionierten Beitrag aller", so Köstinger.

Im Luftpaket konnte neben der Ausnahme von Methan auch mehr Flexibilität für die Mitgliedstaaten bei der Erreichung der Ziele für Stickoxide, Schwefeldioxid und Feinstaub erreicht werden: "Das ist ein Verhandlungserfolg, den das Europäische Parlament für sich verbuchen kann. Eine meiner ersten Kernforderungen der Ausnahme von Methan für die Landwirtschaft konnte erreicht werden. Umweltgesetzgebung muss auch umsetzbar sein", so Köstinger. 

Die Europaabgeordnete erwartet sich von den Luftreinheitszielen Vorteile sowohl für die Gesundheit, als auch für die Geldbörse. "Mehr als 400.000 vorzeitige Todesfälle pro Jahr werden in der EU auf die hohe Feinstaubkonzentration zurückgeführt. Die Gesundheitskosten durch Luftverschmutzung liegen in der EU bei 330 bis 940 Milliarden Euro pro Jahr. Es geschieht in unserem eigenen Interesse, dass die Europäische Union hier handelt", so Köstinger. 

Köstinger kritisiert die Ankündigungen des neu gewählten amerikanischen Präsidenten Donald Trump, sich aus den internationalen Klimaverpflichtungen zurückziehen zu wollen. "So eine Entscheidung wäre an Kurzsichtigkeit schwer zu übertreffen. Nach den Drohungen im Wahlkampf bleibt genau zu beobachten, was Trump tatsächlich wahr macht. Europa ist nicht in der Lage, die weltweite Herausforderung alleine zu stemmen. Umso wichtiger ist es, dass wir als Union geschlossen hinter unseren Zielen stehen", so die ÖVP-Politikerin.

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