- 22.11.2016, 10:10:16
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ÖHV an Gewerkschaft: Schluss mit dem Bashing, packt an!
Das Tourismus-Bashing der Gewerkschaft vida soll von der fehlenden Problemlösungskompetenz ablenken.
Utl.: Das Tourismus-Bashing der Gewerkschaft vida soll von der
fehlenden Problemlösungskompetenz ablenken. =
Wien (TP/OTS) - Michaela Reitterer, Präsidentin der Österreichischen
Hoteliervereinigung (ÖHV), stellt klar: „Das ununterbrochene
Tourismus-Bashing der Gewerkschaft vida ist sehr bedauerlich. Damit
ist niemandem geholfen“ In anderen Branchen – auch mit vergleichbaren
Arbeitsbedingungen, hohen Anteilen von Arbeitern und ungelernten
Kräften und entsprechenden Durchschnittslöhnen, sei es der Bau, der
Handel, die Reinigung oder andere – sind derartige Rundumschläge von
Gewerkschaften unbekannt.
Metaller-Gewerkschaft als Benchmark
Der Vergleich mit der mitgliederstarken Metaller-Gewerkschaft macht
sicher: Die einen erreichen Verbesserungen, die anderen suchen
mediale Aufmerksamkeit durch das Hinhacken auf die eigene Branche.
Die Industrie-Gewerkschaften einigen sich mit den Arbeitgebern
regelmäßig auf Erleichterungen wie die Gruppenbesteuerung oder höhere
Forschungsprämien, die dann politisch umgesetzt werden: „Solche
Erfolge sind im Tourismus undenkbar, weil die Gewerkschaft am
Feindbild Arbeitgeber festhält“, bedauert Reitterer. Wer so viel
erreicht wie die Metallergewerkschaft, muss nur einmal im Jahr
Muskeln zeigen, bei den KV-Verhandlungen. Das ist eine Benchmark. Wer
politische Erfolge der vida für ihre Mitglieder sucht, geht leer aus.
Davon können auch die aggressive Rhetorik und die
Arbeitgeberbeschimpfung nicht ablenken.
Wer am Wochenende arbeitet, ist Gewerkschaftsmitglied zweiter
Klasse?
Nur Rhetorik war offenbar auch der von Tusch angekündigte
Arbeitsmarktgipfel. Mit Ergebnissen im Sinne der Mitglieder ist
bedauerlicherweise nicht zu rechnen. Dabei wäre das genauso wichtig
wie eine vernünftige Agenda abseits der klassischen
vida-Kampfrhetorik. Tatsächlich es gibt noch nicht einmal einen
Terminvorschlag. Konkrete Maßnahmen, die den Mitarbeitern das
Arbeiten erleichtern, liegen auf der Hand: In vielen Betrieben –
nicht nur im Tourismus – wird abends und am Wochenende gearbeitet,
Kinderbetreuung gibt es da aber nicht. Die Mitarbeiter in diesen
Betrieben finanzieren die Kindergärten zwar mit ihrem Steuergeld, ein
Recht auf Kinderbetreuung haben aus Sicht der Gewerkschaft aber nur
die, die 9 to 5 arbeiten. Alle anderen sind Gewerkschaftsmitglieder
zweiter Klasse. Problemlösungen sind nicht Sache der Gewerkschaft,
nur Kampfrhetorik
„Hausgemachter“ Mitarbeitermangel?
Ob der Mitarbeitermangel im Tourismus hausgemacht sei? Wenn, dann
nur, weil die Unternehmer ihr Angebot ausbauen und so viele
Mitarbeiter einstellen: Branchen, die kaum wachsen oder sogar
Mitarbeiter abbauen, haben da weniger Druck. Im Tourismus kommt auf
35 bestehende Arbeitsplätze eine dem AMS gemeldete offene Stelle, in
der Gesamtwirtschaft auf 85.
Gewerkschaft sind Golden Handshakes lieber als Arbeitsplätze
„Trotzdem oder gerade deswegen: Tourismusbetriebe, die laufend neue
Arbeitsplätze schaffen, bekommen von der vida eins ums andere Mal
eine auf das mediale Hinterhaupt. Wo im großen Stil Arbeitsplätze
abgebaut werden, gibt es dagegen das beste Einvernehmen“, bedauert
Reitterer. Offenbar sind Gewerkschaften Golden Handshakes lieber als
das Schaffen von Arbeitsplätzen.
ÖHV – Die Interessenvertretung der österreichischen Hotellerie
Die ÖHV vertritt als unabhängige Interessenvertretung rund 1.400
Betriebe in ganz Österreich. Mit rund 160.000 Betten haben ihre
Mitglieder rund zwei Drittel der 4- und 5-Sterne-Betten Österreichs
für ihre Gäste im Angebot. Pro Jahr erwirtschaften die ÖHV-Betriebe
etwa 3 Mrd. Euro, alle Tourismus- und Freizeitbetriebe zusammen 15 %
des Bruttoinlandsprodukts.
Ein Portraitbild von ÖHV-Präsidentin Michaela Reitterer finden Sie
hier: http://bit.ly/2fnaXbz
Weitere Pressemeldungen und Bildmaterial finden Sie unter
www.oehv.at/presse
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