• 18.11.2016, 14:29:02
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„Kulturmontag“: Beziehung EU – Türkei, politische Netzaktivistinnen, Bio-Pic mit Meryl Streep als Florence Foster Jenkins

Außerdem: Werner Bootes neue Mockumentary „Kunst rettet Österreich“ auf den Spuren des Hypo-Skandals

Utl.: Außerdem: Werner Bootes neue Mockumentary „Kunst rettet
Österreich“ auf den Spuren des Hypo-Skandals =

Wien (OTS) - Clarissa Stadler begrüßt zu einem „Kulturmontag“ am 21.
November 2016 um 22.30 Uhr in ORF 2, der sich u. a. politisch
brisanten Themen widmet. So befasst sich die Sendung mit den aktuell
schwierigen Beziehungen zwischen der EU und der Türkei – dazu ist
Schriftsteller Ilija Trojanow live im Studio. Außerdem geht es um das
weltweite Engagement politischer Netzaktivistinnen, die u. a. im
Mittelpunkt des kürzlich abgehaltenen Elevate Festivals in Graz
standen. Weiters im „Kulturmontag“: Ausblick auf zwei neue
Filmprojekte über Florence Foster Jenkins – ein Bio-Pic mit
Hollywood-Star Meryl Streep sowie eine Spieldoku mit Operndiva Joyce
DiDonato jeweils in der Rolle der „schlechtesten Opernsängerin“ ihrer
Zeit. Anschließend an das Magazin steht mit „Kunst rettet Österreich“
(23.20 Uhr) eine neue Mockumentary von Werner Boote, die auf den
Spuren des Hypo-Skandals wandelt, auf dem Programm.

Ende der Demokratie in der Türkei – Warum Europa die Gegner Erdogans
nicht unterstützt

Eine beispiellose Verhaftungswelle, umstellte Redaktionsgebäude,
eingesperrte Schriftsteller: Die Türkei ist derzeit das politische
Sorgenkind Europas. Trotzdem scheint die EU wie gelähmt und wirkt
ratlos, wie sie auf Erdogans aggressiven Kurs reagieren soll.
Im „Kulturmontag“ kommt mit Elif Shafak eine der prominentesten
türkischen Autorinnen zu Wort: „Die Türkei“, so Shafak, ist ein Land,
in dem kollektive Amnesie herrscht. Europa soll nicht den gleichen
Fehler wie die Türkei machen.“ Doch was unternimmt die EU, um den
verhafteten Künstlerinnen und Künstlern, Journalistinnen,
Journalisten, Intellektuellen und politischen Gegnerinnen und Gegnern
den Rücken zu stärken? Seit Wochen geht die Inhaftierung der
regimekritischen Schriftstellerin und Mitherausgeberin einer
prokurdischen Zeitung Asli Erdogan durch die Medien, der nun
lebenslange Haft droht. Auch auf der internationalen Buchmesse in
Istanbul war ihr Fall Thema. Doch Europas Politiker schweigen dazu.
Über die schwierige Beziehung zwischen der EU und dem
Beitrittskandidaten Türkei sowie über die Zukunft der EU steht der
Schriftsteller und große Europäer Ilija Trojanow, gefeierter Autor
von „Macht und Widerstand“, im Studio Rede und Antwort.

Mit Laptop und Smartphone gegen Diktatoren: Wie Netz-Aktivistinnen
TTIP blockieren, Putin provozieren und Despoten stürzen

Sie sind Anfang 20 bis Mitte 30 und haben praktisch alle großen
politischen Protestbewegungen der vergangenen Jahre mit ins Rollen
gebracht: Netzaktivistinnen und -aktivisten, die die
Auseinandersetzung mit übermächtigen Gegnern nicht scheuen und dabei
oft auch ein erhebliches persönliches Risiko eingehen. Hind Touissate
war während des Arabischen Frühlings eine der maßgeblichen
Bloggerinnen, die jene Themen artikuliert hat, die letztlich die
Massen auf die Straße gebracht haben. Ksenia Ermoshina hat bei den
Duma-Wahlen 2011 in Russland Mitglieder der Anti-Putin-Bewegung
beraten, wie sie mit ihren Handys unter der Verwendung von speziellen
Apps die russische Internetkontrolle umgehen können, um damit in den
Wahllokalen dokumentierte Wohlmanipulationen zu veröffentlichen.
Katharina Nocun hat als Leiterin der Kampagnenplattform Compact
zahlreiche Kampagnen zum Thema Datensicherheit und auch gegen TTIP
organisiert – und war maßgeblich für europaweite Proteste gegen das
transatlantische Handelsabkommen verantwortlich. Beim diesjährigen
Elevate-Festival waren all diese Netzaktivistinnen in Graz zu Gast –
im „Kulturmontag“ kommen sie zu Wort.

„Florence Foster Jenkins“: Kinostart für Bio-Pic mit Meryl Streep als
singende Millionärin

Wer träumt nicht davon, sich seinen Lebenswunsch zu erfüllen, egal
was alle anderen davon halten. Florence Foster Jenkins ist wohl eines
der schillerndsten Beispiele: die millionenschwere US-amerikanische
Erbin ist schließlich genau dort aufgetreten, wo sie sich immer
hingeträumt hat – in der New Yorker Carnegie Hall. Und das, obwohl
die schrullige Gesellschaftsdame bereits zu Lebzeiten als
„schlechteste Opernsängerin der Welt“ gegolten hat.
Nun haben Regisseur Stephen Frears und Dokumentarfilmer Ralph Pfleger
den Stoff in ihren neuen Arbeiten wirkungsvoll in Szene gesetzt.
Frears lässt Meryl Streep in die Rolle der amerikanischen
Exzentrikerin schlüpfen. Ralph Pfleger konnte für seine
Spieldokumentation die amerikanische Mezzosopranistin Joyce DiDonato
gewinnen. Beide Filme ziehen die Leidenschaft einer letzten Endes
unglücklichen Millionärin nicht ins Lächerliche, im Gegenteil. Streep
berührt auf der Kinoleinwand als leidenschaftliche opernvernarrte
Frau, die sich ihren Herzenswunsch selbst durch verletzende
Kritiker-Schelte nicht nehmen lässt. DiDonato wiederum betont im
„Kulturmontag“-Interview, wie sehr sie es genossen habe, ihre Stimme
einmal jenseits der Zwänge korrekter Intonation, Phrasierung und
Rhythmik einsetzen zu können.

Außerdem: Dokumentation „Kunst rettet Österreich“ (23.20 Uhr)

Eine kleine Schar von Künstlern und Intellektuellen schmiedet den
Plan, Österreich zu retten, indem es die halbfertigen Feriendörfer,
Golfplätze und Häfen Istriens, in denen die Investments der Kärntner
Bank Hypo Alpe Adriaversunken sind, mittels Kunst aufwertet.
Mittlerweile gehören die Anlagen der staatlichen „Bad Bank“ HETA und
damit allen Österreichern. 18 Milliarden Euro hoch sind die
Haftungen, denen zum Teil die halbfertigen Anlagen in Istrien als
Vermögenswerte gegenüberstehen. Durch Performances und Installationen
der Künstler Bernd Fasching, Uwe Jäntsch, Klaus Pobitzer und Slavica
Marin aufgewertet, erzielen diese nun hohe Verkaufserlöse und die
Schuldenlast wird von der HETA und damit den Österreichern genommen.
Die von Werner Boote gestaltete und vom ORF koproduzierte
Mockumentary erzählt mittels Interviews und in Rückblenden die wahre
Geschichte dieses Projektes inklusive der fiktionalen Rettung
Österreichs durch die Tilgung der Schuldenlast – eine künstlerische
Roadshow, ein zeitgenössisches Heldenepos mit einem Happy End.
Mit Bernd Fasching, Martin Traxl, Uwe Jäntsch, Klaus Pobitzer, Roman
Rafreider, Meinhard Rauchensteiner, Peter Gantner, Slavica Marin,
Carl Aigner, Manfred Matzka, Andreas Mailath-Pokorny, Peter
Filzmaier, Jürgen Weishäupl u. v. a.

Der „Kulturmontag“ wird als Live-Stream sowie nach der
TV-Ausstrahlung sieben Tage als Video-on-Demand auf der
Video-Plattform ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) bereitgestellt.

Das gesamte TV-Angebot des ORF – ORF eins, ORF 2, ORF III sowie ORF
SPORT + – ist auch im HD-Standard zu empfangen. Alle Informationen
zum ORF-HD-Empfang und zur Einstellung der neuen HD-Angebote finden
sich auf der Website hd.ORF.at, die ORF-Service-Hotline 0800 / 090
010 gibt kostenfrei aus ganz Österreich persönliche Hilfestellung.

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