Kindersicherheit im Internet: "Der Online-Zoo" hilft beim verantwortungsvollen Umgang mit dem Internet

Buchpräsentation im Parlament anlässlich der Europaratsinitiative gegen Gewalt an Kindern

Wien (PK) - Hasspostings, Gewalt an Menschen, verbreitet in den Sozialen Medien - ein Phänomen, mit dem sich die Politik und Zivilgesellschaft auseinandersetzt, zuletzt im Rahmen der Parlamentarischen Enquete im Bundesrat #DigitaleCourage. Dort war man sich einig, dass Gesetze zu wenig sind, notwendig sei vor allem auch Bewusstseinsbildung und Medienerziehung.

Einen Beitrag dazu im Sinne eines kritischen und reflektierten Umgangs mit digitalen Medien, leistet ISPA (Internet Service Providers Austria), die Vertretung der Internetwirtschaft in Österreich mit ihrem Bilderbuch "Der Online-Zoo", das sich an die 3-bis 6-Jährigen richtet. Das Buch wurde von ISPA im Rahmen des von der EU-Kommission geförderten Saferinter.at-Projekts entwickelt und heute anlässlich des 2. Europäischen Tags zum Schutz von Kindern vor sexueller Ausbeutung und sexuellem Missbrauch im Parlament vorgestellt. Ziel ist es, bereits die Jüngsten auf spielerische Art an das Internet heranzuführen und sie mit digitalen Kompetenzen auszustatten. Diese Generation der Digital Natives wächst mit Handy, Internet & Co auf. Um einen verantwortungsvollen Umgang zu erlernen, bedarf es einer Medienerziehung sowie einer kindgerechten Unterstützung beim Erwerb der ersten digitalen Kompetenzen. Wie der Generalsekretär von ISPA, Maximilian Schubert, betonte, sind bereits 41% der 3- bis 6-Jährigen im Internet.

Wurm: Parlament setzt Schwerpunkt im Kampf gegen Gewalt an Kindern

Abgeordnete Gisela Wurm (S) unterstrich in ihrer Begrüßung die Bedeutung der Europaratsinitiative gegen Gewalt an Kindern und wies einmal mehr auf das Handbuch für ParlamentarierInnen zum Übereinkommen des Europarats zum Schutz von Kindern vor sexueller Ausbeutung und sexuellem Missbrauch (Lanzarote-Konvention) hin
(http://www.coe.int/t/dg3/children/1in5/Source/Assembly/Handbook_de.p
df).

Das Parlament setze sich mit diese Frage derzeit sehr intensiv auseinander und mache sie zu einem Schwerpunkt, so Wurm, die neben der Bundesratsenquete vor allem auch an den gestern stattgefundenen Staatsakt "Geste der Verantwortung" gegenüber den Opfern von Gewalt und sexuellem Missbrauch in staatlichen und kirchlichen Heimen erinnerte. Heute findet überdies aus Anlass des Internationalen Tages der Kinderrechte eine Aktion mit Nationalratspräsidentin Doris Bures statt, bei der Kinder ein "Netz der Kinderrechte" spannen.

Auch die Demokratiewerkstatt des Parlaments bietet in Anknüpfung an die Europarats-" No-Hate-Speech"-Kampagne einen eigenen Themenschwerpunkt "Vielfalt-Vorurteil-Zivilcourage" und trägt damit zur Bewusstseinsbildung bei Jugendlichen bei.

Die Buchpräsentation fand in Anwesenheit der Abgeordneten Katharina Kucharowits (S), Nurten Yilmaz (S), Dorothea Schittenhelm (V), Anneliese Kitzmüller (F) und Aslan Aygül Berivan (G) statt.

Das Buch der "Online-Zoo"

Im "Online-Zoo" ist nicht nur Zoodirektorin Elsa online, sondern auch ihre tierischen Schützlinge. Smartphones, Tablets oder Laptops sind tägliche Bestandteile des Zoolebens und bringen manchmal auch die eine oder andere Schwierigkeit mit sich. Die Zoodirektorin sieht sich daher bei ihrem täglichen Rundgang durch den Tierpark mit den verschiedensten Herausforderungen konfrontiert und hilft den Tieren damit klarzukommen. Giraffe Greta hat versehentlich über einen In-App-Kauf eine Ladung Stofftiere bestellt, der Affe Moritz vergisst vor lauter Spielen am Handy ganz seine Freundinnen und Freunde und Panda Paul möchte nicht mehr den Bambus essen, weil gemeine Sachen über ihn im Internet verbreitet werden.

Der "Online-Zoo" ist elektronisch, als E-Book und als Bilderbuch erhältlich (www.ispa.at/kinderbuch). Zudem wurde eine arabische Übersetzung in elektronischer Version erarbeitet.

ISPA hat auch weitere Informationen zum verantwortungsvollen Umgang mit dem Internet herausgegeben: So liegt eine Broschüre "Internet sicher nutzen", ein Leitfaden im Rahmen der Saferinternet.at-Initiative vor. Eine weitere Publikation beantwortet in verständlicher Form 24 Fragen zum Urheberrecht, Hasspostings sind Thema einer weiteren Broschüre und schließlich gibt es eine Information über altersgerechte Webseiten unter dem Titel "Das Internet von 1 bis 11".

ISPA wurde 1997 gegründet und vertritt als freiwillige Interessensvertretung mehr als 200 Mitglieder rund um das Internet. Ein großes Anliegen ist von Anfang an der Kampf gegen Kinderpornografie und Nationalsozialismus im Internet. Dem kommt man mit der Stopline, der Meldestelle, nach. Diese Initiative ist sehr erfolgreich, die Meldungen erfolgen direkt ins Innenministerium, die kinderpornografischen Darstellungen werden von der Providern rasch entfernt und konnten somit enorm reduziert werden, konnte Maximilian Schubert berichten. (Schluss) jan

HINWEIS: Fotos von dieser Buchpräsentation finden Sie auf der Website des Parlaments unter www.parlament.gv.at/SERV/FOTO/ARCHIV.

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