ORF III am Freitag: „Der Österreichische Film“ mit Flickers „Der Überfall“, Widrichs „Heller als der Mond“ und „Copy Shop“

Außerdem: „Kultur Heute Spezial“ über österreichische Vorbehaltsfilme

Wien (OTS) - ORF III Kultur und Information widmet sich am Freitag, dem 18. November 2016, mit drei preisgekrönten Produktionen dem österreichischen Filmschaffen: Zunächst steht die prominent besetzte Tragikomödie „Der Überfall“ von Florian Flicker (20.15 Uhr) mit Josef Hader, Roland Düringer und Joachim Bißmeier auf dem Programm. Danach folgen zwei Arbeiten des vielfach ausgezeichneten Filmemachers Virgil Widrich: die Krimikomödie „Heller als der Mond“ (21.45 Uhr) und der im Jahr 2002 Oscar-nominierte Kurzfilm „Copy Shop“ (23.20 Uhr).

Zuvor präsentiert „Kultur Heute“ (19.40 Uhr) in einer Spezialausgabe eine Diskussion zum Thema „Film und Propaganda“ im Rahmen des vom Filmarchiv Austria gestalteten Programmschwerpunkts über sogenannte Vorbehaltsfilme der NS-Kinos (4. bis 30. November 2016). ORF-III-Moderatorin Ani Gülgün-Mayr spricht im Wiener Metro Kino mit den Schauspielern Elisabeth Orth und Cornelius Obonya sowie Filmarchiv-Geschäftsführer Ernst Kieninger und „profil“-Filmexperten Stefan Grissemann über den Umgang mit NS-Propagandafilmen, die auch mehr als 70 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges polarisieren und provozieren.

Im Hauptabend um 20.15 Uhr erzählt Florian Flickers grandioses Kammerspiel „Der Überfall“ einen Tag im Leben des arbeitslosen KFZ-Mechanikers Andi (Roland Düringer), der wegen ausstehender Alimentezahlungen eine Schneiderwerkstatt überfällt und den Schneidermeister (Joachim Bißmeier) samt Kunden (Josef Hader) als Geisel nimmt. Zwischen den dreien entwickelt sich in weiterer Folge eine kontroversielle Beziehung, eine Gratwanderung zwischen freundschaftlicher Annäherung und Gewalt. Die vom ORF im Rahmen des Film/Fernseh-Abkommens kofinanzierte Produktion aus dem Jahr 2000 wurde neben zahlreichen anderen Auszeichnungen 2001 mit dem großen Diagonale-Preis für den besten österreichischen Kinofilm prämiert.

Die preisgekrönte Krimikomödie „Heller als der Mond“ (21.45 Uhr) von Virgil Widrich beleuchtet danach den Zustand des Fremdseins in Wien – egal ob aus Italien, Rumänien oder Niederösterreich. Die Außenseiterfiguren Paolo (Christopher Buchholz), Melles (Gerhard Liebmann), Knarek (Lars Rudolph) und Julie (Piroska Székely) wollen als Gelegenheitsbankräuber schnell reich werden, dabei werden sie von den beiden Kriminalbeamten Fischer (Alexander Ebeert) und Gudrawczuk (Werner Prinz) mit Hilfe höchst seltsamer Ermittlungsmethoden verfolgt.

Abschließend erzählt Virgil Widrich in seinem Kurzfilm „Copy Shop“ (23.20 Uhr) die Geschichte eines Mannes, der in einem Kopiergeschäft arbeitet und sich so lange selbst vervielfältigt, bis die ganze Welt nur noch aus ihm besteht. Der Film besteht aus fast 18.000 fotokopierten Digitalfilmkadern, die am Tricktisch animiert und in 35mm abgefilmt wurden. Widrichs geschickter und technisch erstaunlicher Film – vom ORF im Rahmen des Film/Fernseh-Abkommens unterstützt – wurde 35-fach ausgezeichnet und für den Kurzfilm-Oscar 2002 nominiert.

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