• 16.11.2016, 10:33:19
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  • OTS0074

Geplante Aufstockung des Winterthur-Gebäudes am Karlsplatz: ÖVP und FPÖ Wieden beantragen Bürgerversammlung

Wien (OTS) - Gemäß § 104c der Wiener Stadtverfassung können 20
Prozent der Bezirksräte ein Verlangen nach Abhaltung einer
Bürgerversammlung stellen. ÖVP und FPÖ, beide Parteien stellen
jeweils nicht die notwendigen 20 Prozent der Bezirksmandatare auf der
Wieden, haben sich daher im Sinne des Denkmalschutzes entschieden,
gemeinsam diese Bürgerversammlung zu beantragen.

Dies ist notwendig, da mit der geplanten Aufstockung des
Winterthur-Gebäudes zwar massive und unübersehbare Veränderungen am
Karlsplatz geplant sind, jedoch seitens des Bezirksvorstehers bis
dato keine Information oder Einbindung der Bürger stattgefunden hat.
„Der Zubau würde regelrecht an der Karlskirche kleben und der
geplante massive neue Baukörper würde die Wieden vom Platz
abschnüren. Rot-Grün wollte das offensichtlich durch die Hintertür
ohne Einbeziehung der Bürger beschließen“, so der Klubobmann der ÖVP
Wieden Johannes Pasquali.

“Es vermittelt einen sehr befremdlichen Eindruck, dass
Bezirksvorsteher Plasch in Vorgesprächen nicht auf unseren Vorschlag
eine Bürgerversammlung einzuberufen, eingegangen ist“, so der FPÖ
Klubobmann Georg Schuster erstaunt.

Johannes Pasquali: „Offensichtlich hat die rot-grüne
Bezirksvorstehung keine Einwände gegen dieses Projekt und unterstützt
diese mutwillige Zerstörung unseres kulturellen Erbes auf der
Wieden.“

„Auch bleibt die Frage offen, wie hoch die Wertsteigerung des
Grundstückes nach einer notwendigen Grundstücksumwidmung ist und wer
hier aus finanzieller Sicht der wahre Profiteur ist“, so Schuster.

„Wir sind der Meinung, dass die Bezirksbevölkerung ein Recht hat zu
erfahren, welche baulichen Veränderungen, aber auch welche
Grundstücksumwidmungen hier nun geplant sind. Die Verantwortlichen
sollen daher im Rahmen einer Bürgerversammlung alles offen auf den
Tisch legen“, so die Klubobmänner unisono.

Ebenso ist unser Weltkulturerbe in großer Gefahr und wir sollten die
mit der UNESCO abgeschlossenen Vereinbarungen nicht leichtfertig aufs
Spiel setzen.

„Niemand, dem unser Bezirk und unsere Stadt etwas bedeutet, kann ihr
tatenlos zusehen. Herr Bezirksvorsteher tun Sie endlich was und
wenden wir gemeinsam nicht mehr wieder gut zu machenden Schaden vom
Bezirk ab. Wir fordern daher noch dieses Jahr die Abhaltung einer
Bürgerversammlung“, schlossen die Klubobleute Schuster und Pasquali.

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