- 15.11.2016, 10:47:17
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Oberhauser: Wichtiger Baustein für modernes und sicheres Gesundheitssystem gelegt
Ausbau der Primärversorgung und Sicherstellung der Finanzierbarkeit machen Gesundheitssystem „fit für die Zukunft“
Utl.: Ausbau der Primärversorgung und Sicherstellung der
Finanzierbarkeit machen Gesundheitssystem „fit für die
Zukunft“ =
Wien (OTS) - Im Ministerrat wurden heute, Dienstag, die
15a-Vereinbarungen von Bund, Ländern und Sozialversicherung sowie
deren Umsetzungsgesetze beschlossen. „Damit ist ein weiterer
wichtiger Baustein für ein modernes und sicheres Gesundheitssystem in
Österreich gelegt“, freut sich Gesundheitsministerin Sabine
Oberhauser. Kernpunkte des Pakets sind: 200 Millionen zweckgewidmet
für den Ausbau der Primärversorgung, bessere Rahmenbedingungen für
rasche und gute Versorgungslösungen im Sinne der Patientinnen und
Patienten, stärkere und multiprofessionell ausgerichtete
Zusammenarbeit der Gesundheitsberufe, Ausbau von eHealth und die
langfristige Sicherstellung der Finanzierbarkeit der öffentlichen
Gesundheitsversorgung. ****
Erstmalige Finanzierungszusage für Ausbau der Primärversorgung
Erstmals gibt es eine vertraglich fixierte Finanzierungszusage der
Länder und Sozialversicherungen im Ausmaß von 200 Millionen Euro bis
2020 für die Primärversorgung. Für die Menschen in Österreich heißt
das: Ausbau der Versorgung nahe am Wohnort durch Hausärztinnen und
Hausärzte in Primärversorgungsteams, besserer Zugang durch längere
Öffnungszeiten und eine Stärkung und Attraktivierung der
Gesundheitsberufe. „Das gemeinsame Bekenntnis zum Ausbau der
Primärversorgung ist ein bedeutender Erfolg im Sinne des Wohls der
Patientinnen und Patienten. Heute stellen wir die Weichen, um das
Gesundheitssystem fit für die Zukunft zu machen“, so Oberhauser.
Die Gesundheitsministerin betont, dass die Reformen auch den
Gesundheitsberufen zugute kommen. „Wir verbessern durch eine stärker
multiprofessionell und interdisziplinär ausgerichtete Zusammenarbeit
die Rahmenbedingungen für die Gesundheitsberufe“, so Oberhauser.
Arbeiten im Team, bessere Work-Life-Balance durch geregeltere
Arbeitszeiten, mehr Zeit für die Patientinnen und Patienten – Ziel
der Primärversorgung sind moderne und zeitgemäße Arbeitsbedingungen.
Gute Versorgungslösungen, die rasch bei den Menschen ankommen
Gemeinsames Ziel von Bund, Ländern und Sozialversicherung ist der
Ausbau der niedergelassenen Versorgung und die Entlastung der
Spitäler. Zudem muss sich die Politik rechtzeitig auf die
Herausforderung einstellen, dass in naher Zukunft ein großer Teil der
Hausärztinnen und Hausärzte in Pension geht. Dazu braucht es neue und
transparente Strukturen in der Versorgungsplanung, damit gute
Versorgungslösungen rasch bei den Menschen ankommen. „Wir sorgen
jetzt dafür vor, dass die Menschen – vor allem am Land – auch in
Zukunft die bestmögliche Versorgung in hoher Qualität bekommen“, sagt
Oberhauser.
Sicherstellung der Finanzierung der öffentlichen
Gesundheitsversorgung
Zusätzlich wurde im Zuge der Finanzausgleichsverhandlungen
vereinbart, dass die Gesundheitsausgaben getreppt von 3,6 Prozent im
Jahr 2017 bis 3,2 Prozent im Jahr 2021 steigen dürfen. Damit können
die Gesundheitsausgaben im Jahr 2021 um 4,6 Mrd. Euro höher sein als
heute – ein Anstieg über dem prognostizierten durchschnittlichen
Wirtschaftswachstum. Damit ist die langfristige Finanzierbarkeit der
öffentlichen Gesundheitsversorgung sichergestellt. Oberhauser betont,
dass dadurch ein umfassendes und gut verfügbares Leistungsangebot in
hoher Qualität weiterhin gewährleistet wird.
eHealth wird weiter ausgebaut
Nicht zuletzt wird die gemeinsame Politik im Bereich von eHealth und
Gesundheitstelematik (insbesondere ELGA) für die Periode bis 2020
priorisiert und die Finanzmittel dafür sichergestellt. Oberhauser:
„ELGA ist ein Erfolgsprojekt der österreichischen Gesundheitspolitik.
Durch den Umbau der ELGA-GmbH in Richtung Weiterentwicklung von
eHealth setzen wir einen weiteren Schritt in Richtung
PatientInnensicherheit und Behandlungsqualität.“ (Schluss)
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