- 14.11.2016, 11:04:07
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„kreuz und quer“ am 15. November: „Sankt Martin – Soldat, Asket, Menschenfreund“ und „Die Gerechten unter den Völkern“
Wien (OTS) - Jedes Jahr im November erleuchten die Laternen der
Kinder Dörfer und Städte vor allem in Deutschland und Österreich. Sie
erinnern an Europas wohl bekanntesten Heiligen: den heiligen Martin.
Die Legende von der Mantelteilung prägt unser Bild von ihm bis heute.
Doch wer ist der Mann, dessen Name allein in Frankreich 3.600 Kirchen
tragen? Diese Frage beantwortet die Dokumentation „Sankt Martin –
Soldat, Asket, Menschenfreund“ von Fritz Kalteis, die „kreuz und
quer“ – präsentiert von Doris Appel – am Dienstag, dem 15. November
2016, um 22.35 Uhr in ORF 2 zeigt und die anlässlich von Martins
1.700. Geburtstag ausgestrahlt wird. Um 23.30 Uhr folgt eine
Dokumentation über Retter und Helfer im Nationalsozialismus, in der
Andrea Morgenthaler und Franziska Aringer an den Mut und Einsatz der
„Gerechten unter den Völkern“ erinnern.
„Sankt Martin – Soldat, Asket, Menschenfreund“ – Eine Dokumentation
von Fritz Kalteis
Beinahe alles, was wir von Martin wissen, stammt aus der Feder von
Martins Biografen Sulpicius Severus. Sulpicius entwirft das Bild
eines Mannes, der mit den Zügen von Propheten, Aposteln, Märtyrern
alle Formen der Heiligkeit in sich vereint. Martin zerstört
heidnische Götzenbilder und Tempel, treibt Teufel und Dämonen aus,
heilt Kranke, erweckt Tote zum Leben und vollbringt allerlei weitere
Wunder.
Mann mit Mission: „Sankt Martin – Soldat, Asket, Menschenfreund“
schält aus der Martinslegende die historische Figur heraus und stellt
sie in den Kontext ihrer Zeit. Die Dokumentation von Fritz Kalteis
zeigt Martin als vom Christentum bewegten Soldaten, der gegen alle
Widerstände eine geistliche Laufbahn einschlägt. Er wird zum Pionier
des westlichen Mönchstums, zum zielstrebigen Verfechter seiner
Überzeugungen gegen Kaiser und Klerus und letztlich zum ersten
Heiligen der Christenheit, der nicht als Märtyrer stirbt.
Von Szombathely nach Tours: An Originalschauplätzen in Martins
Geburtsort Szombathely, in Ligugé, Tours und Trier spürt der Film dem
Vermächtnis Martins und dessen Bedeutung in der Gegenwart nach.
Spielszenen, in denen der Wiener Burgschauspieler Peter Matic und
sein Sohn Paul in der Rolle des Martin glänzen, lassen die
Wendepunkte im Leben des Soldaten, Asketen, Heilers und Bischofs
lebendig werden.
Ikone der Nächstenliebe: Martin ist der Nationalheilige von
Frankreich und der Slowakei sowie der Landespatron des Burgenlandes
in Österreich. Im Zentrum dieser seit nun fast 1.700 Jahren
andauernden Verehrung steht eine Ikone der Barmherzigkeit: der Soldat
auf dem hohen Ross, der vor den Toren der Stadt Amiens seinen roten
Mantel mit dem Schwert trennt, um ihn mit dem Bettler zu teilen.
Dieses Bild braucht keine Predigt, um verstanden zu werden. Martins
Haltung der tätigen Nächstenliebe macht ihn seit Jahrhunderten zur
Identifikationsfigur für ein Europa, das angesichts der gegenwärtigen
Flüchtlingsbewegungen erneut vor gewaltigen Herausforderungen steht.
Eine Koproduktion von Metafilm und Tellux-Film in Koproduktion mit
ARTE, Bayerischem Rundfunk, ARD-alpha und ORF, gefördert vom
Fernsehfonds Austria und dem Bundesministerium für Bildung.
„Die Gerechten unter den Völkern – Retter und Helfer im
Nationalsozialismus“ – Ein Film von Andrea Morgenthaler und Franziska
Aringer
Yad Vashem ist die bedeutendste Gedenkstätte des Holocaust. Das
Dokumentationszentrum hat es sich zur Aufgabe gemacht, neben der
wissenschaftlichen Aufarbeitung der nationalsozialistischen Gräuel
auch die Geschichten der Menschen, die Humanität und
Hilfsbereitschaft gezeigt haben, als „Gerechte unter den Völkern“ zu
ehren.
Der Film handelt von mutigen Menschen und ihren Familien, die ihr
Leben riskiert haben, um verfolgte Juden zu retten: Jaroslawa
Lewickaja aus dem polnischen Zloczow, die es in Kauf nahm, dass sie
hätte erschossen werden können; Eberhard Helmrich, der auf seiner
Farm 300 jüdische Zwangsarbeiter beschäftigte, um SS-Soldaten zu
versorgen; sowie die holländische Familie Boissevain, die drei Juden
auf ihrem Dachboden versteckten – trotz der Gefahr, dass sie bei
einer Razzia entdeckt würden. Auch in Österreich gab es Gerechte wie
den Steirer Franz Leitner, der mehrere hundert Kinder im KZ
Buchenwald rettete. Die Wiener Schauspielerin Dorothea Neff gewährte
in ihrer Wohnung ihrer jüdischen Freundin Lilli Wolf jahrelang
Unterschlupf. Dorothea Neffs Schülerin Andrea Eckert berichtet über
ihre berühmte Lehrerin. Anhand dieser außergewöhnlichen Lebenslinien
sollen die Möglichkeiten, sich unter widrigsten Bedingungen für
Menschlichkeit und Mitleid zu entscheiden, gezeigt und den „Stillen
Helfern“ ein Denkmal gesetzt werden.
Sie sind der Beweis, dass es Alternativen gab. Mehr als 24.000
Menschen hat Yad Vashem bis heute als „Gerechte“ geehrt. Immer noch
kommen jedes Jahr ein paar neue hinzu. Trotzdem sind die Geschichten
dieser Menschen nach wie vor beinahe unbekannt. Die Dokumentation
will diese unbekannten Geschehnisse erzählen und an den Mut und
Einsatz der „Gerechten unter den Völkern“ erinnern. Regisseurin
Andrea Morgenthaler begibt sich auf eine Spurensuche u. a. nach
Jerusalem und New York und erforscht die Akten der Helmrichs, der
Boissevains und Jaroslawa Lewickaja. Die Geschichten der
österreichischen Gerechten Dorothea Neff und Franz Leitner werden von
Franziska Aringer erzählt.
Die Sendungen sind auf der Video-Plattform ORF-TVthek
(http://TVthek.ORF.at) – vorbehaltlich vorhandener
Online-Lizenzrechte – als Live-Stream sowie nach der TV-Ausstrahlung
sieben Tage als Video-on-Demand abrufbar.
Das gesamte TV-Angebot des ORF – ORF eins, ORF 2, ORF III sowie ORF
SPORT + – ist auch im HD-Standard zu empfangen. Alle Informationen
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sich auf der Website hd.ORF.at, die ORF-Service-Hotline 0800 / 090
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