- 11.11.2016, 16:49:47
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Eine Stadt. Ein Buch. Ein Porträt
Maler Oskar Stocker gibt Literaten Farbe
Utl.: Maler Oskar Stocker gibt Literaten Farbe =
Wien (OTS) - Zu Büchern gehören Gesichter: die Gesichter von
Autorinnen und Autoren. Deren Antlitz selbst spricht Bände. Dieser
Philosophie hat sich der Maler Oskar Stocker verschrieben, und hat
die 15 Autoren der Gratisbuchaktion „Eine STADT. Ein BUCH.“ auf die
Leinwand gebannt. In einem nächsten Schritt entschließt sich der
Porträtkünstler nun, die Schriftstellerinnen und Romanciers in
vielfältige Dialoge treten zu lassen: Oskar Stocker vereint die
fünfzehn Sprachkünstler und Erzählerinnen in seiner neuesten
Präsentation im ORF-Funkhaus in der Argentinierstraße.
Dazu ORF Wien-Landesdirektorin Brigitte Wolf: „Radio ist ein
akustisches Medium, das per se nach einer optischen Ergänzung giert.
Ganz klar, dass eine Begegnung mit einer derart expressiven
Malerpersönlichkeit wie Oskar Stocker zu einem gemeinsamen Projekt
führen muss.“
Die Ausstellung, entstanden in Zusammenarbeit mit Radio Wien und dem
Echo Medienhaus, wird am 15. November um 12 Uhr eröffnet und kann bis
(inkl) 23. November im Funkhaus besucht werden. Der Eintritt ist
gratis.
Oskar Stocker hat 2008, anlässlich des 60. Jahrestags der Erklärung
der Menschenrechte, mit 124 großformatigen Porträts von Menschen
unterschiedlicher Nationalität riesige Wände und die Seiten der
Kulturfeuilletons gefüllt. Seine Bilder im Wiener UN-Gebäude, im
UN-Hauptquartier in New York und im ORF-Funkhaus präsentiert. Auch
heuer vereint Stocker wieder das vermeintlich Verschiedene in der
Geschlossenheit einer Ausstellung. Er konzentriert sich auf den
(Gesichts-) Ausdruck in der Literatur. Die Bühne dafür bietet die
Wiener Gratisbuchaktion „Eine STADT. Ein BUCH“. In dieser, 2002 ins
Leben gerufenen, Initiative werden Romane berühmter
zeitgenössischer Erzählerinnen und Schriftsteller in einer Auflage
von jeweils 100.000 Exemplaren gedruckt und in der Stadt von
Buchhandlungen, Büchereien, Volkshochschulen und Sponsoren gratis
verteilt. Die Liste der Künstlerpersönlichkeiten reicht von Frederic
Morton (Ewigkeitsgasse), über Imre Kertész (Schritt für Schritt),
Toni Morrison (Sehr blaue Augen), Ruth Klüger (Weiter leben), Mario
Vargas Llosa (Der Geschichtenerzähler) bis hin zum Autor des Jahres
2016, Michael Ondaatje (Katzentisch). Die Porträts wirken im
wahrsten Sinne des Wortes vereinnahmend, indem sie in Oskar Stockers
Schriftstellervereinigung zur Disputation auffordern und darin die
Besucherin verstricken. Die Gesichter springen den Betrachter
förmlich an, so als wollten sie den Bild(-) Rahmen sprengen. Bei der
Größe der Gemälde (200 x 138 cm) gibt es kein Entkommen. Die Wucht
der Mimik des Augenblicks nimmt den Beobachter gefangen, die
Schriftstellerpersönlichkeiten werfen ihre zweidimensionale Starre
ab und Augen, Falten, Nasen und Münder beginnen zu erzählen.
Oskar Stocker, geboren 1956 in Lienz, ist österreichischer Maler, er
lebt und arbeitet in Graz. Er zählt zu den wichtigsten Vertretern der
Porträtmalerei in Europa.
Eröffnung der Ausstellung: Dienstag, 15. November, 12.00 Uhr.
ORF Funkhaus, Argentinier Straße 30a. Der Eintritt ist gratis.
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