Eine Stadt. Ein Buch. Ein Porträt

Maler Oskar Stocker gibt Literaten Farbe

Wien (OTS) - Zu Büchern gehören Gesichter: die Gesichter von Autorinnen und Autoren. Deren Antlitz selbst spricht Bände. Dieser Philosophie hat sich der Maler Oskar Stocker verschrieben, und hat die 15 Autoren der Gratisbuchaktion „Eine STADT. Ein BUCH.“ auf die Leinwand gebannt. In einem nächsten Schritt entschließt sich der Porträtkünstler nun, die Schriftstellerinnen und Romanciers in vielfältige Dialoge treten zu lassen: Oskar Stocker vereint die fünfzehn Sprachkünstler und Erzählerinnen in seiner neuesten Präsentation im ORF-Funkhaus in der Argentinierstraße.
Dazu ORF Wien-Landesdirektorin Brigitte Wolf: „Radio ist ein akustisches Medium, das per se nach einer optischen Ergänzung giert. Ganz klar, dass eine Begegnung mit einer derart expressiven Malerpersönlichkeit wie Oskar Stocker zu einem gemeinsamen Projekt führen muss.“
Die Ausstellung, entstanden in Zusammenarbeit mit Radio Wien und dem Echo Medienhaus, wird am 15. November um 12 Uhr eröffnet und kann bis (inkl) 23. November im Funkhaus besucht werden. Der Eintritt ist gratis.
Oskar Stocker hat 2008, anlässlich des 60. Jahrestags der Erklärung der Menschenrechte, mit 124 großformatigen Porträts von Menschen unterschiedlicher Nationalität riesige Wände und die Seiten der Kulturfeuilletons gefüllt. Seine Bilder im Wiener UN-Gebäude, im UN-Hauptquartier in New York und im ORF-Funkhaus präsentiert. Auch heuer vereint Stocker wieder das vermeintlich Verschiedene in der Geschlossenheit einer Ausstellung. Er konzentriert sich auf den (Gesichts-) Ausdruck in der Literatur. Die Bühne dafür bietet die Wiener Gratisbuchaktion „Eine STADT. Ein BUCH“. In dieser, 2002 ins Leben gerufenen, Initiative werden Romane berühmter zeitgenössischer Erzählerinnen und Schriftsteller in einer Auflage von jeweils 100.000 Exemplaren gedruckt und in der Stadt von Buchhandlungen, Büchereien, Volkshochschulen und Sponsoren gratis verteilt. Die Liste der Künstlerpersönlichkeiten reicht von Frederic Morton (Ewigkeitsgasse), über Imre Kertész (Schritt für Schritt), Toni Morrison (Sehr blaue Augen), Ruth Klüger (Weiter leben), Mario Vargas Llosa (Der Geschichtenerzähler) bis hin zum Autor des Jahres 2016, Michael Ondaatje (Katzentisch). Die Porträts wirken im wahrsten Sinne des Wortes vereinnahmend, indem sie in Oskar Stockers Schriftstellervereinigung zur Disputation auffordern und darin die Besucherin verstricken. Die Gesichter springen den Betrachter förmlich an, so als wollten sie den Bild(-) Rahmen sprengen. Bei der Größe der Gemälde (200 x 138 cm) gibt es kein Entkommen. Die Wucht der Mimik des Augenblicks nimmt den Beobachter gefangen, die Schriftstellerpersönlichkeiten werfen ihre zweidimensionale Starre ab und Augen, Falten, Nasen und Münder beginnen zu erzählen.

Oskar Stocker, geboren 1956 in Lienz, ist österreichischer Maler, er lebt und arbeitet in Graz. Er zählt zu den wichtigsten Vertretern der Porträtmalerei in Europa.

Eröffnung der Ausstellung: Dienstag, 15. November, 12.00 Uhr. ORF Funkhaus, Argentinier Straße 30a. Der Eintritt ist gratis.

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