Prälat-Leopold-Ungar-JournalistInnenpreis 2016 für Nicole Kampl, Jürgen Pettinger und Lisa-Marie Gotsche

Sieben weitere Anerkennungspreise für ORF-Journalistinnen und -Journalisten

Wien (OTS) - ACHTUNG: SPERRFRIST FÜR ALLE MEDIEN (FERNSEHEN, RADIO, INTERNET, SOCIAL MEDIA, TELETEXT UND PRINT) BIS DONNERSTAG, 10. NOVEMBER 2016, 19.30 UHR BEACHTEN!

Abermals zahlreiche Auszeichnungen für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des ORF beim Prälat-Leopold-Ungar-JournalistInnenpreis:
In der Kategorie Fernsehen ging der Hauptpreis an Nicole Kampl, Jürgen Pettinger und Lisa-Marie Gotsche für ihre „DOKeins“-Reportage „Heimat-Verbunden. Durch Krieg und Flucht getrennt“. Anerkennungspreise in der Kategorie Hörfunk gingen an Ursula Theiretzbacher und Peter Lachnit und das Team der „Ö1 Diagonal“-Redaktion, in der Kategorie Online an Nadja Hahn und Elisabeth Stratka sowie in der Kategorie Fernsehen an Gernot Lercher, Robert Gordon und Julia Kovarik. Verliehen wurden die Preise heute Abend, am Donnerstag, dem 10. November 2016, in Wien.

Der Preis, der im Sinne des Lebenswerks von Prälat Leopold Ungar von der Caritas der Erzdiözese Wien und der Raiffeisenlandesbank Niederösterreich-Wien vergeben wird, ist mit 20.000 Euro der höchstdotierte Journalisten-/Journalistinnenpreis Österreichs. Mit dem Preis werden herausragende journalistische Leistungen prämiert, die Toleranz und Verständnis im Umgang mit gesellschaftlichen Minderheiten fördern und sich mit sozialpolitischen Themen wie Armut, Obdachlosigkeit, Migration, Flucht, Alter, Krankheit oder Diskriminierung auseinandersetzen.

ORF-Generaldirektor Dr. Alexander Wrabetz: „Ob Flüchtlingskrise, Migration, Armut, Identität oder Ausgrenzung – die nun ausgezeichneten Beiträge zeigen exemplarisch, dass es besonders in gesellschaftlich fordernden Zeiten wichtig ist, einen konstruktiven Beitrag zur Sensibilisierung für Ungerechtigkeiten und deren Bewältigung zu leisten. Diesen Verdienst erringen die ausgezeichneten ORF-Journalistinnen und -Journalisten ebenso wie viele andere ORF-Mitarbeiter/innen tagtäglich. Im Namen des ORF gratuliere ich allen Preisträgerinnen und Preisträgern sehr herzlich zu dieser wertvollen Anerkennung.“

Der Hauptpreis in der Kategorie TV ging an Nicole Kampl, Jürgen Pettinger und Lisa-Marie Gotsche für ihre im Dezember 2015 ausgestrahlte „DOKeins“-Reportage „Heimat-Verbunden. Durch Krieg und Flucht getrennt“. Die Sendung begleitete eine zerrissene Familie – erstmals zeitgleich im Exil in Libanon und in Wien – und erzählt vom Versuch einer Familienzusammenführung, über endlose Behördenwege, Hoffnungsschimmer und Hoffnungslosigkeit. „Das Spannungsfeld zwischen Emotion und Information ist gelungen, Bildsprache und Grafik sind kreativ und modern. Auch ein junges Zielpublikum kann so erreicht werden“, urteilte die Jury.

Die Anerkennungspreise in der Kategorie Fernsehen gingen an Gernot Lercher für die „kreuz und quer“-Dokumentation „Die Waldmenschen“ über die größte indigene Volksgruppe Brasiliens sowie an Robert Gordon und Julia Kovarik für die „Am Schauplatz“-Reportage „Die letzten Arbeiter“. ORF-Steiermark-Regisseur Gernot Lercher besuchte die „Waldmenschen“ ‒ wie die Guarani genannt werden ‒ im Bundesstaat Mato Grosso do Sul und dokumentierte ihren verzweifelten Kampf um ein Stück Erde und ihre tiefe, spirituelle Verbundenheit mit der Natur. In Mürzzuschlag in der Obersteiermark wollten Julia Kovarik und Robert Gordon herausfinden, wie es den letzten Stahlarbeitern geht. Vor allem in den Wirtschaftswunderjahren nach dem Zweiten Weltkrieg galten die Stahlarbeiter der Verstaatlichten Industrie als so etwas wie eine Avantgarde der Arbeiterbewegung. Davon ist so gut wie nichts mehr geblieben.

Die beiden Anerkennungspreise in der Kategorie Hörfunk gehen an Ö1-Produktionen: Ursula Theiretzbacher wird für ihr „Journal-Panorama: Tod im Mutterleib – Wenn die Ankunft zum Abschied wird“ ausgezeichnet, in dem „Sternenmütter“ zu Wort kommen. Theiretzbacher hat „ein schmerzvolles Thema aufgearbeitet. Sie führt behutsam durch die Sendung und gibt den Frauen die Möglichkeit, über ihren Schmerz und ihren Wunsch nach entsprechenden Gesetzesänderungen zu sprechen“, so die Jurybegründung. Peter Lachnit und die Redaktion von „Diagonal“ werden für die engagierte Auseinandersetzung mit dem Thema Flucht und Migration ausgezeichnet. Die Beiträge über „Hass, Häme, Hetze. Die Rückkehr des Ressentiments“, „Gut, oder nur gut gemeint?“ und „Wie schaffen wir das? Über Befürchtungen und mögliche Lösungen“ geben „den Hörer/innen zahlreiche Denkmöglichkeiten an die Hand – und die Gelegenheit, komplexe Zusammenhänge aus der Vogelperspektive zu erkennen. ‚Diagonal‘ arbeitet inhaltlich wie formal anspruchsvoll, zugleich bieten die Sendungen ästhetisches Hörerleben auf höchstem Niveau“, begründete die Jury die Wahl.

Für das Social-Media-Projekt „How to be Austrian“ der Ö1-Featureredaktion erhalten Nadja Hahn und Elisabeth Stratka den Prälat-Leopold-Ungar-Anerkennungspreis in der Kategorie Online. Im Rahmen der Aktion „How to be Austrian“ hat Ö1 2015 eine öffentliche Diskussion initiiert über die Frage, was einen Österreicher oder eine Österreicherin eigentlich ausmacht. Ausgehend von Botschaften prominenter Österreicher/innen und „Zuagraster“ wurden Ö1-Sendungen gestaltet, User luden eigene Beiträge hoch. Durch die Verbindung von Facebook, YouTube, Twitter und Instagram mit dem klassischen Medium Radio wurde damit eine wichtige Initiative gesetzt, hielt die Jury fest.

ACHTUNG: SPERRFRIST FÜR ALLE MEDIEN (FERNSEHEN, RADIO, INTERNET, SOCIAL MEDIA, TELETEXT UND PRINT) BIS DONNERSTAG, 10. NOVEMBER 2016, 19.30 UHR BEACHTEN!

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