AK-Präsident Kalliauer rät den Beschäftigten der insolventen GLS-Gruppe, das Arbeitsverhältnis nicht überstürzt aufzulösen

Linz (OTS) - Die Arbeiter der insolventen GLS-Gruppe haben ihre Oktober-Löhne noch nicht erhalten. „Die Beschäftigten machen sich Sorgen um ihre Arbeitsplätze. Denn sie sind auf ihre Löhne und Gehälter angewiesen, um den Lebensunterhalt bestreiten zu können“, macht AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer die Dramatik deutlich. Dennoch sei es wichtig, Ruhe zu bewahren und nicht überstürzt das Arbeitsverhältnis zu lösen, so Kalliauer. „Denn dadurch könnten Ansprüche verloren gehen“, warnt der AK-Präsident.

Die AK Oberösterreich arbeitet bereits daran, gemeinsam mit den Gewerkschaften und der Masseverwaltung Infoversammlungen direkt vor Ort zu organisieren. Dort erhalten die rund 285 betroffenen Arbeitnehmer/-innen Informationen, wie sie zu ihren offenen Zahlungen kommen und – sollte es zu einer Schließung des Unternehmens kommen – wie sie ihr Arbeitsverhältnis am Besten beenden. „Sollte jemand sein Arbeitsverhältnis früher beenden wollen, raten wir dringend, sich vorher beraten zu lassen, damit keine Ansprüche verloren gehen“, empfiehlt AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer.

Wird die Arbeiterkammer Oberösterreich im Rahmen der Versammlungen zur Vertretung bevollmächtigt, kümmert sie sich um die Anmeldung und Beantragung der offenen Ansprüche bei Gericht und beim Insolvenz-Entgelt-Fonds. Die Vertretung ist kostenlos. Die Gerichtsgebühren werden vorgestreckt.

Wann die Arbeitnehmer/-innen mit der Zahlung durch den Insolvenz-Entgelt-Fonds rechnen können, lässt sich derzeit nicht abschätzen. Die AK sowie die Insolvenz-Entgelt-Fonds Service GmbH werden sich bemühen, diese Wartefrist möglichst kurz zu halten. „Wenn die Geschäftsleitung von GLS kooperativ ist und die Arbeiterkammer in die Abwicklung der Insolvenz einbezieht, werden wir dafür sorgen, dass die Leute möglichst rasch ihr Geld bekommen“, sagt AK-Präsident Kalliauer.

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