- 08.11.2016, 13:33:34
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FP-Seidl: Ärztemangel in Wien direkte Folge des ROTstifts zu Lasten der Patienten
Wehselys Motto „Weniger Ärzte für mehr Patienten“ bringt Gesundheitssystem zum kollabieren
Utl.: Wehselys Motto „Weniger Ärzte für mehr Patienten“ bringt
Gesundheitssystem zum kollabieren =
Wien (OTS) - „Der bereits bestehende und sich künftig unweigerlich
zuspitzende Ärztemangel in Wien ist hausgemacht und geht fast
ausschließlich auf das Konto der völlig überforderten
SPÖ-Gesundheitsstadträtin Sonja Wehsely“, kommentiert
FPÖ-Gesundheitssprecher LAbg. Wolfgang Seidl. Er sieht den Ursprung
der Fehlentwicklung bereits an den Wiener Universitäten, an denen ein
Viertel der Ausbildungsplätze an ausländische Studenten vergeben
wird. „Das ist der wohl einzige Verdienst des ehemaligen
Universitätsbeauftragten Alexander Van der Bellen, der es sich ja zum
Ziel gesetzt hatte, Wien zum ´Mekka für ausländische Studierende´ zu
machen“, resümiert Seidl.
Das Hauptproblem für den Ärztemangel sieht Seidl aber in den
schlechten Bedingungen für Jungärzte, welche nicht nur ausländische
Absolventen, sondern auch heimische Jungmediziner scharenweise ins
Ausland flüchten lassen. Seidl zeigt Verständnis für die persönliche
Entscheidung jedes jungen Arztes, sich nach einem jahrelangen
Medizinstudium den vom KAV gebotenen Bedingungen nicht aussetzen zu
wollen. „Genau an dieser Schraube muss man jetzt drehen, wollen wir
nicht in naher Zukunft einen Kollaps des Wiener Gesundheitssystems
riskieren“, analysiert Seidl. Er sieht die Rettung vor einem noch
massiveren Ärztemangel in einer Verbesserung der Rahmenbedingungen
für die angehenden Mediziner. „Arzt in Wien zu sein muss wieder
attraktiv gemacht werden! Anstatt die Mediziner auszuhungern und von
einem Streik in den nächsten zu treiben wäre Wehsely gut beraten,
statt in die Zuwanderung von Patienten, die niemals Beiträge bezahlen
werden, lieber in die Erhöhung der Ärztedichte in Wien zu
investieren“, rät Seidl.
Leider geht der Trend in Wien derzeit aber in genau die
Gegenrichtung. Aufgrund des Ärztemangels sind monatelange Wartezeiten
auf Operationen die Regel. Ambulanzen werden geschlossen, die
Wochenendversorgung zurückgefahren, Patienten in völlig überfüllten
auf Gangbetten liegen gelassen. „Sparen ist gut – doch Wehsely spart
genau am falschen Ende“, so Seidl. Er stellt sich voll und ganz auf
die Seite der Ärztegewerkschaft, die sinnvolle Vorschläge zur
Verbesserung der Situation für die Mediziner gemacht hat.
„Wir dürfen nicht warten, bis die Wiener Gesundheitsversorgung
endgültig zusammenbricht. Wenn Wehsely nicht in der Lage ist, jetzt
zu handeln, dann soll wenigstens der Bürgermeister jetzt handeln –
und seine überforderte Gesundheitsstadträtin noch heuer ablösen!“ so
Seidl abschließend.
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