• 08.11.2016, 12:36:53
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  • OTS0133

Europäischer Stahl-Aktionstag: Volle Unterstützung durch Gewerkschaften PRO-GE und GPA-djp

Billigstahl aus China gefährdet europäische Arbeitsplätze – Große Protestaktion in Brüssel

Utl.: Billigstahl aus China gefährdet europäische Arbeitsplätze –
Große Protestaktion in Brüssel =

Wien (OTS) - Morgen, Mittwoch, findet in Brüssel der "Europäische
Stahl-Aktionstag" statt. Mehr als 10.000 Stahlbeschäftigte aus ganz
Europa, darunter rund 200 aus Österreich, werden in den Straßen des
Brüsseler Europaviertels auf die Situation der Stahlindustrie
aufmerksam machen. PRO-GE und GPA-djp unterstützen die Protestaktion.
"Derzeit sind europaweit 330.000 ArbeitnehmerInnen in der
Stahlindustrie beschäftigt. Die Wirtschaftskrise, die im Jahr 2008
begann, hat 90.000 Arbeitsplätze in der Branche gekostet. Jetzt
müssen wir alles daransetzen, die verbleibenden Arbeitsplätze in
Europa zu halten", so PRO-GE Chef Rainer Wimmer und GPA-djp
Vorsitzender Wolfgang Katzian. ****

Vor allem Billigimporte aus China, die allein im Jahr 2015 um 50
Prozent zugenommen haben, setzen die Stahlindustrie unter Druck. "Wir
brauchen deshalb wirksame Maßnahmen, um die Wettbewerbsverzerrung
durch den hochsubventionierten chinesischen Stahl zu beenden. Die USA
haben konsequent gehandelt und schützen sich mit Zollaufschlägen von
bis zu 265 Prozent. Die EU hinkt in dieser Angelegenheit deutlich
hinterher und hebt lediglich Strafzölle in der Größenordnung zwischen
20 und 25 Prozent ein. Zuwenig, um China davon abzuhalten, den
europäischen Markt mit Billigstahl zu überschwemmen", sagt Wimmer.

Katzian weist darauf hin, dass die Stahlindustrie am Beginn vieler
Wertschöpfungsketten steht und somit ein wesentlicher
Stabilitätsfaktor für den europäischen Wirtschaftsstandort ist. "Die
Europäische Kommission muss daher den Appell der Beschäftigten ernst
nehmen und wirkungsvolle Maßnahmen einleiten. Sonst laufen wir
Gefahr, die Branche nachhaltig zu schädigen und damit hochqualitative
Arbeitsplätze unwiederbringlich zu verlieren."

Nicht nur in Brüssel wird auf die Gefahren durch den Dumping-Stahl
aus China hingewiesen, auch in Österreich fordern die Gewerkschaften
mit einer parlamentarischen Bürgerinitiative die politisch
Verantwortlichen zu einem raschen Handeln auf. 23.121 Unterschriften
konnten bereits an Nationalratspräsidentin Doris Bures übergeben
werden. Die Bürgerinitiative kann derzeit noch auf der Homepage des
Österreichischen Parlaments unter http://bit.ly/2dvXZau unterstützt
werden. Gefordert werden kürzere Verfahren und höhere
Antidumpingzölle. Ebenso soll der WTO-Marktwirtschaftsstatus für
China verhindert werden.

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