• 08.11.2016, 10:15:01
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  • OTS0059

Belvedere: HUBERT SCHEIBL - FLY

Wien (OTS) - Im Zentrum der Ausstellung, die vom 9. November 2016 bis
5. Februar 2017 in der Orangerie des Unteren Belvedere zu sehen ist,
steht eine der neuesten Werkserien von Hubert Scheibl. 34
großformatige Werke auf Leinwand, die in den letzten zehn Jahren
entstanden sind, werden in experimentellen Rauminstallationen so
gehängt, dass sie die Wahrnehmung des Besuchers herausfordern. Die
abstrakt-sensible und gestenreiche Malerei von Scheibl wird dadurch
in eine neue Dimension gehoben.

Hubert Scheibl nimmt aufgrund seines unverwechselbaren Stils eine
bedeutende Position innerhalb der abstrakten Malerei in Österreich
ein. Seine Werke verlangen vom Betrachter, ständig von der
Gesamtansicht in die Detailansicht und umgekehrt zu wechseln. Die
aktuelle Ausstellung in der Orangerie geht einen Schritt weiter und
fordert die Wahrnehmung der Besucher noch stärker heraus.
Großformatige Gemälde und bewusst gesetzte Rauminstallationen bilden
ein geheimnisvolles Labyrinth aus Bildern und Räumen, in dem die
Grenzen ineinander verschwimmen. Diese Art von Grenzenlosigkeit kommt
auch im Titel zum Ausdruck.

„Ich freue mich, mit der monografischen Ausstellung über Hubert
Scheibl einen der wichtigsten österreichischen Künstler unserer Zeit
zu würdigen. Der White Cube der Orangerie bietet den idealen Ort für
die Präsentation der neuesten Werke aus Scheibls Œuvre, die sich dort
in ihrer ganzen Kraft und Spannung entfalten können“, so Agnes
Husslein-Arco, Direktorin des Belvedere.

Die Offenheit der Malerei ist in Scheibls Werken Programm. Der
Künstler lotet bewusst die Grenzen des Formats aus, er schafft eine
malerisch-grafische Sprache, in der die Zeit als dynamischer Moment
festgehalten wird. Die Bilder wirken rätselhaft und vielschichtig,
wie in Farbe manifestierte Wolkengebilde.

„Scheibls Malerei bildet keine Dinge oder Vorstellungen ab, sie
illustriert oder erklärt auch kein Konzept und keine Erzählung; in
erster Linie IST sie“, so Mario Codognato, Kurator der Ausstellung.
Hubert Scheibl ist Mitglied der Secession, er lernte bei Max Weiler
und Arnulf Rainer und nahm in den 1980er-Jahren einmal an Biennale in
Venedig und einmal an der in São Paulo teil. Er lebte einige Jahre in
New York, dies erklärt auch, warum sein Denken und Arbeiten stark von
amerikanischen Schriftstellern und Filmemachern wie z. B. John
Williams, Philip Roth und Stanley Kubrick beeinflusst wurde.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog, dessen Cover eine
künstlerische Intervention Scheibls prägt – kein Exemplar gleicht dem
anderen. Die Publikation enthält Essays von Mario Codognato und
Edelbert Köb.

Virtual Reality, Cosmic Cooking und Fotopoint Try 2 Fly

Die Besucher sind eingeladen, in der Ausstellung das Studio des
Künstlers via Virtual-Reality-Brille zu besichtigen. Außerdem regt
ein Fotowettbewerb vor den Gemälden Ones (Hashtag #flyscheiblfly) zum
Mitmachen an. Zu gewinnen gibt es Druckgrafiken des Künstlers.

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