• 08.11.2016, 09:00:16
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VIER PFOTEN: Sorge um Tiere aus Wiener Pony-Karussell

Pferde sollen nach endgültiger Schließung der Prater-Attraktion weiterarbeiten

Utl.: Pferde sollen nach endgültiger Schließung der
Prater-Attraktion weiterarbeiten =

Wien (OTS) - Wie VIER PFOTEN vor kurzem erfuhr, wollen die Betreiber
des Pony-Karussells nach dessen Schließung einen Großteil der Tiere
künftig auf der betriebseigenen Reitbahn weiterarbeiten lassen.
Ursprünglich hatten die Betreiber und VIER PFOTEN eine Vereinbarung,
die auch öffentlich gemacht wurde: Die Tierschützer sollten für eine
nachhaltige Lösung für die im Pony-Karussell eingesetzten Tiere
sorgen, die Betreiber sagten im Gegenzug eine endgültige Schließung
mit Ende der Saison 2016 zu. Für VIER PFOTEN ist eine derartige
Änderung des Plans nicht akzeptabel, dennoch hofft die
Tierschutzorganisation nach wie vor auf eine Einigung im Sinne der
Tiere.

„Wir fordern den Betreiber auf, seine Position nochmals zu
überdenken“, appelliert Indra Kley, Leiterin des Österreich-Büros von
VIER PFOTEN. „Schließlich geht es um das Wohl der Tiere. Das
Pony-Karussell ist bald Geschichte – ein Happy End für die Ponys
sollte unser beider Anliegen sein und gemeinsam vorangetrieben
werden.“

Noch im Sommer war in Gesprächen mit VIER PFOTEN von Seiten der
Betreiber von „neun bis zehn“ Ponys die Rede, die künftig „in
Pension“ gehen sollten. Dementsprechend intensiv machte sich VIER
PFOTEN auf die Suche nach geeigneten Unterkünften, wobei zahlreiche
Angebote – sogar aus Deutschland – via Facebook oder Email eintrafen.
Anfang November schließlich erklärten die Betreiber, nicht mehr als
zwei Ponys aus dem Karussell an VIER PFOTEN zu übergeben; ein
Großteil der Tiere soll stattdessen künftig neben den ohnehin im
Besitz der Betreiber verbleibenden Reitpferden in der Reitbahn im
Prater weiterarbeiten.

Für VIER PFOTEN ist diese Entwicklung nicht nachvollziehbar. Indra
Kley: „Als Tierschutzorganisation sind wir nicht nur den Tieren
verpflichtet, sondern müssen auch zu unserem Wort stehen, um
glaubwürdig zu bleiben. Wir hatten gemeinsam mit dem Betreiber
versprochen, dafür zu sorgen, dass die Tiere nach den vielen Jahren
im Pony-Karussell einen würdevollen Lebensabend an für sie geeigneten
Orten verbringen dürfen.“ Der geplante Einsatz fast aller
Karussell-Pferde auf der Reitbahn kann daher für VIER PFOTEN kein
Kompromiss sein. Unter den Ponys aus dem Karussell sind zahlreiche
sehr betagte Tiere, betont Kley – diese nun für den Reitbetrieb
„umzuschulen“ und weiter zu nutzen ist nach Ansicht von VIER PFOTEN
ethisch nicht vertretbar.

„Wir wundern uns schon über die fehlende Handschlagqualität der
Betreiber des Pony-Karussells“, sagt Kley. „Dass es sich bei einer
Kooperation um ein Geben und Nehmen handelt, muss allen Beteiligten
klar sein. Leider entsteht nun der Eindruck, dass die
Betreibergesellschaft sich einerseits mit Hilfe einer
Tierschutzorganisation einen sanften Ausstieg aus dem Betrieb
ermöglichen wollte, andererseits nicht bereit war, ihren Beitrag zu
leisten.“

„Der Betreiber hat es in der Hand: Wir sind nach wie vor bereit,
gemeinsam mit ihm die beste Lösung für die Tiere zu finden“,
appelliert Kley noch einmal. „Der Ball liegt eindeutig bei ihm.“

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