- 07.11.2016, 10:00:01
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- OTS0041
Kindergesundheit und Chancengerechtigkeit
Wien (OTS) - Kindergesundheit und Chancengerechtigkeit ist ein
Schwerpunkt der Gesundheit Österreich GmbH (GÖG) bei der diesjährigen
Europäischen Public Health Konferenz, die von 9. bis 12. November
2016 im Austria Center Vienna stattfindet. Mehr als 1.800 nationale
und internationale Expertinnen und Experten werden an der
Veranstaltung teilnehmen.
In seinen Funktionen als Nationalen Zentrum Frühe Hilfen und als
Koordinationsstelle Kinder- und Jugendgesundheit hat die Gesundheit
Österreich GmbH eine hohe, international anerkannte Expertise zum
Thema Kindergesundheit entwickelt. Auf Grundlage dieser Expertise
organisiert die GÖG einen Workshop zu „Child health and equity“ im
Rahmen der Tagung.
Es gibt eindeutige Evidenz die belegt, dass die sozialen Verhältnisse
während der frühen Kindheit Einfluss auf die geistige, soziale und
emotionale Entwicklung haben, sowohl kurzfristig, als auch
langfristig. „Aktuelle Erkenntnisse verschiedener Forschungszweige
betonen die große Bedeutung der frühen Kindheit. So zeigt z. B. die
neurobiologische Forschung, dass Lebensbedingungen und Fürsorge in
dieser Zeit einen entscheidenden – lebenslangen - Einfluss auf
Stressreaktion, Depressionsrisiko etc. haben. Public Health-Studien
belegen deutliche Effekte der sozialen und ökonomischen Belastungen
in der Kindheit sowohl auf die langfristige kognitive,
sozio-emotionale Entwicklung von Kindern als auch auf ihre
unmittelbare Gefährdung. Die Kindheit gilt damit als die effektivste
und effizienteste Lebensphase, um sozial bedingte gesundheitliche
Ungleichheiten zu reduzieren.“ erläutert Sabine Haas, Leiterin des
Nationalen Zentrums Frühe Hilfen. Dementsprechend sind Maßnahmen zur
Verbesserung der Chancengerechtigkeit in der frühen Kindheit und zur
Unterstützung junger Familien die wirksamsten Mittel, um die
Gesundheit mittel- und langfristig zu verbessern. Dazu gibt es
unterschiedliche Modelle, die in dem Workshop präsentiert und
diskutiert werden.
Im Rahmen dieses Workshops werden 5 Themen präsentiert und näher
behandelt. Diese reichen von „Interventionen zur Reduzierung von
Ungleichheiten in der frühkindlichen Entwicklung aus einer
qualitativen Perspektive“ über „Können Netzwerke frühkindlicher
Interventionen die gesundheitliche Chancengerechtigkeit
unterstützen?“, „Wieweit profitieren Familien von der Unterstützung
durch Familien-Hebammen?“ bis „Wirksamkeit der Förderung von Kindern
mit Lernschwierigkeit aus sozial benachteiligter Umgebung“. Die
Themen ergänzen sich gegenseitig und geben einen guten Überblick. Sie
machen deutlich, dass Kindergesundheit nicht nur eine Angelegenheit
des Gesundheitssektors ist, sondern auch den Sozial- und
Bildungsbereich betreffen.
Nähere Informationen zur EPH Konferenz finden Sie unter folgendem
Link:
https://ephconference.eu/2016-conference-programme-at-a-glance-223
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