- 06.11.2016, 08:00:02
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7. NÖ Landesweintaufe im Schloss Jedenspeigen
LH Pröll: „Große wirtschaftliche Bedeutung der Weinwirtschaft“
Utl.: LH Pröll: „Große wirtschaftliche Bedeutung der Weinwirtschaft“ =
St. Pölten (OTS/NLK) - Im Schloss Jedenspeigen wurde gestern,
Samstag, die mittlerweile siebente NÖ Landesweintaufe vorgenommen.
Über den neuen Jahrgang und die Besonderheiten des
niederösterreichischen Weinbaus informierten Landeshauptmann Dr.
Erwin Pröll, der NÖ Weinbaupräsident Franz Backknecht, der
Vizepräsident der Landwirtschaftskammer Niederösterreich Otto Auer
sowie Weinpatin und Wetterexpertin Christa Kummer. Den Segen erhielt
der neue Jahrgang mit dem Namen „miraCKulum“ vom Dompfarrer zu
Wien-St. Stephan Toni Faber. Unter den Ehrengästen waren weiters
Landwirtschaftskammer-Präsident Ing. Hermann Schultes,
Weinbaupräsident Johannes Schmuckenschlager und Weinbotschafter Mag.
Bernhard Lackner, Vorstandsdirektor der Niederösterreichischen
Versicherung.
Landeshauptmann Pröll sagte im Gespräch mit Moderatorin Mag. Birgit
Perl, dass die jüngste Studie des IHS (Institut für Höhere Studien)
zur ökonomischen Bedeutung der Weinwirtschaft für Österreich
„wichtige Fakten geschaffen“ habe, denn „sie untermauert die große
wirtschaftliche Bedeutung der Weinwirtschaft“. Dass der
niederösterreichische Weinbau 20.000 Arbeitsplätze absichere, zeige,
dass die Weinwirtschaft „eine ordentliche Säule am Arbeitsmarkt“ sei.
Die Weinwirtschaft sorge für eine Wertschöpfung zwischen 700 und 800
Millionen Euro, das bedeute „einen ordentlichen Turbo – gerade für
die Region Weinviertel“. „Durch die Weinwirtschaft fließen jährlich
rund 60 Millionen Euro an Land und Gemeinden zurück“, so Pröll.
Die Weinwirtschaft habe aber auch eine „unglaubliche Bedeutung und
Auswirkung auf die Lebensart“, betonte der Landeshauptmann, dass
Heimatverbundenheit immer wichtiger werde. „Wer auf Du und Du mit der
Heimat ist, ist auch mit der Heimat verwurzelt und nur jemand, der
tief verwurzelt ist, kann auch ein entsprechendes Selbstbewusstsein
aufbringen und das brauchen wir im Umgang mit anderen Kulturen“,
sagte Pröll, dass es wichtig sei „heimatverbunden und weltoffen“ zu
sein. Der Landeshauptmann sprach von einer „qualitativ hochwertigen
Weinwirtschaft“: „Wir sind in der Lage die weltbesten Weine zu
präsentieren.“ Er bedankte sich bei den Winzern, sich diese
Qualitätsarbeit anzueignen.
„Wir kehren zu den Ursprüngen zurück“, sagte der NÖ Weinbaupräsident
Franz Backknecht in seinen Begrüßungsworten, dass es am Martinstag
Brauch gewesen sei, „dass die Winzer in die Keller gehen, um den Wein
zu prüfen“. Mit dem 11. November sei der alte Wein zum Vorjahreswein
geworden, denn bis dahin habe die Reifezeit des jungen Weines
gedauert. „Die Landesweintaufe ist ein Zeichen dafür, dass wir stolz
auf den niederösterreichischen Wein und die Lebenskultur sind und sie
ist auch ein Erntedank“, erzählte Backknecht, dass die Idee der
Landesweintaufe gemeinsam mit Landeshauptmann Pröll entwickelt worden
und dieser erster Weinpate gewesen sei.
Landwirtschaftskammer-Vizepräsident Otto Auer führte aus, dass der
Frost im Frühjahr große Auswirkungen auf den Jahrgang 2016 gehabt
habe. Das Burgenland und die Steiermark seien stark betroffen
gewesen, Niederösterreich sei jedoch „mit einem blauen Auge
davongekommen“. Dennoch habe man noch „eine gute Ernte“ bekommen,
sagte Auer, dass die Weißweine schöne Säuren hätten und man bei den
Rotweinen sehr hohe Reifen vorfinde.
„Die Natur liefert uns die Früchte, aber wir Menschen haben eine
besondere Gabe bekommen – aus Trauben ein Kunstwerk zu machen. Was
uns die Natur liefert und der Mensch daraus macht, ist ein großes
Wunder“, erklärte Weinpatin Christa Kummer, welche Gedanken hinter
dem Namen „miraCKulum“ für den Landeswein 2016 stehen. „Miraculum –
das lateinische Wort für Wunder als Dank an den Herrgott, dass der
Mensch trotz des Wetters aus dem Jahrgang 2016 etwas machen konnte“.
Das „CK“ im Wort steht für die Initialen der Weinpatin.
Im Rahmen der Festveranstaltung wurde Horst Wild, der Präsident des
Kärntner Weinbauverbandes geehrt: Backknecht verlieht ihm für seine
Verdienste um die niederösterreichische Weinwirtschaft die
Ehrenmitgliedschaft – „zum ersten Mal an jemanden, der nicht aus
Niederösterreich kommt“.
Nähere Informationen: NÖ Weinbauverband, Geschäftsführer DI Konrad
Hackl, Telefon 05/0259 22209, Mobil 0664/60 259 22209, E-Mail
[email protected], Landwirtschaftskammer Niederösterreich, Mag.
Eva Lechner, BA, Telefon 05/0259 29308, Mobil 0664/60 259 29308,
E-Mail [email protected]
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