Hammerschmid/Stadler/Raabe-Schasching: Jedes Kind soll die bestmögliche Bildung erhalten

SPÖ NÖ Landesbildungskonferenz unter dem Motto „Bildung. Chancen. Zukunft.“

St. Pölten/Hainfeld (OTS) - „Ohne Bildung gibt es keine Chancen auf eine gesicherte und erfolgreiche Zukunft. Daher ist es kein Zufall, dass wir die Konferenz unter das Motto gestellt haben. Auch wenn unsere sozialdemokratischen Bildungsministerinnen eine unglaubliche Fülle an Innovation ins System Schule gebracht haben, so bedarf es einiger Zeit, bis die Dinge auch im letzten Winkel des Bundeslandes umgesetzt werden. Daher müssen wir weiter wachsam sein, damit unsere Jugend nicht ihrer Chancen auf eine gelungene Zukunft beraubt wird. Ein wichtiger Faktor zur Erreichung der Gerechtigkeit bei den Bildungschancen ist Kostengerechtigkeit herzustellen“, sagt die Bildungsvorsitzende Beate Raabe-Schasching, MA bei der SPÖ NÖ Landesbildungskonferenz, die heute in Hainfeld stattfindet.

Bildungsministerin Dr. Sonja Hammerschmid stellte die Weichen für ein zukunftsfähiges Schulwesen, in dem jedes Kind die beste Bildung erhalten, in seinen Leistungen bestmöglich und bedürfnisorientiert gefördert werden soll. „Das gerade vorgestellte Autonomiepaket ist ein wesentlicher Schritt, um unser Schulsystem zukunftsfit zu machen. Unsere PädagogInnen in den Klassenzimmern wissen sehr genau, was ihre SchülerInnen brauchen, um sich gut entwickeln zu können. Wir wollen ihnen deshalb mit dem Autonomiepaket mehr pädagogischen Freiraum in der Unterrichtsgestaltung geben“, erklärte die Bildungsministerin.

Landesparteivorsitzender Mag. Matthias Stadler betonte, dass der Bildungsweg eines Menschen nicht nur aus Kindergarten und Schule besteht, sondern auch die Lehre und das lebenslange Lernen wichtige Bausteine seien, die einen Wirtschaftsstandort aufwerten und vervollständigen. „Gute Qualifizierung und lebensbegleitendes Lernen sind der Schlüssel zum beruflichen Erfolg – insbesondere in der digitalen Arbeitswelt. Hier ist auch die Wichtigkeit einer Berufsorientierung schon in der Pflichtschule zu thematisieren. Denn viele junge Menschen drängen nach wie vor in ‚klassische‘ Berufe und kennen nicht die Vielzahl an Möglichkeiten, die die niederösterreichischen Betriebe in der Ausbildung offerieren“, sagt Stadler.

„Die Ansprüche an die Lehrlinge steigen durch Technisierung und Spezialisierung. Deswegen ist es für uns ein logischer Schritt, dass das duale Ausbildungssystem durch das triale System weiterentwickelt wird: Ein Drittel Berufsschule, ein Drittel betriebliche Ausbildung, ein Drittel überbetriebliche Ausbildung – dabei soll die praktisch-betriebliche Ausbildung nicht eingeschränkt, sondern, ganz im Gegenteil, erweitert werden“, sagt Stadler. Zudem würde ein triales Ausbildungssystem den Lehrberuf attraktivieren: Der Fachkräftemangel macht deutlich, wie dringend der Reformbedarf in der Lehre ist, auch was das Image und die gesellschaftliche Anerkennung betrifft. Die Lehrlinge brauchen Aufstiegs- und Weiterbildungsmöglichkeiten sowie die Möglichkeit sich zu verändern – deswegen sollte weiteres Wissen wie beispielsweise IT, Fremdsprachen, praxisorientierte Fachtrainings oder berufliche Spezialisierungen und Zusatzqualifikationen angeboten werden. „Denn junge Menschen werden sich nicht für einen Beruf entscheiden, wenn sie sich für die nächsten 50 Jahre festgenagelt fühlen“, sagt Stadler.

Bei der Landesbildungskonferenz wurde nicht nur über eine chancengerechte Bildungspolitik diskutiert und entsprechende Anträge beschlossen, sondern auch die Führung der SPÖ NÖ Landesbildung gewählt. Die Vorsitzende, Landesschulratsvizepräsidentin Beate Raabe-Schasching, MA, wurde in ihrer Funktion mit großer Mehrheit (95,5 Prozent) bestätigt. Sie wolle die Landesbildungsorganisation auch als Denkwerkstatt der SPÖ NÖ positionieren, die für alle Interessierten ein breit aufgestelltes Weiterbildungsangebot und einen Rahmen für offene und kritische Diskussionen bietet. „Ich unterstütze den Weg unserer Bundesministerin in Richtung mehr Autonomie für unsere Schulen und Pädagogischen Hochschulen und werde ein kritisches Auge auf die Umsetzung der Bildungsreformschritte in unserem Bundesland Niederösterreich werfen!“, so Raabe-Schasching abschließend.

SPÖ-NÖ Landesbildungsvorstand:
Vorsitzende: Beate Raabe-Schasching, MA (Neulengbach) StellvertreterInnen:
Mag. Klaus Bergmaier (Bez. Krems)
Matthias Rausch, BA (Bez. Mistelbach)
Mag. Ingrid Heihs (Bez. St. Pölten)
Mag. Adolf Weilguny (Bez. Scheibbs)
Mag. Reinhard Ransböck (Bez. Schwechat)

Landesbildungssekretär: Mag. Wolfgang Luftensteiner (Renner-Institut NÖ)

Renner-Preise 2016 – für besondere Verdienste um die sozialdemokratische Bildung in Niederösterreich:
Würdigungspreise: Bundesrat a.D. Landtagsabgeordneter a.D. Bgm. Mag. Günther Leichtfried, Bundesrat a.D. Landtagsabgeordneter a.D. Helmut Cerwenka
Anerkennungspreis: Berufsschulinspektor Regierungsrat Bruno Bohuslav

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