• 03.11.2016, 12:30:32
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  • OTS0142

AK zu Metaller-Lohnrunde: Basis für fairen Abschluss vorhanden

Branche kann auf solide Finanz-Kennzahlen verweisen – gutes wirtschaftliches Umfeld

Utl.: Branche kann auf solide Finanz-Kennzahlen verweisen – gutes
wirtschaftliches Umfeld =

Wien (OTS) - „Die Unternehmen in der Metallindustrie haben gut
verdient, zudem stehen die Zeichen in der Industrie auf Wachstum“,
sagt Heinz Leitsmüller, Leiter der Abteilung Betriebswirtschaft in
der AK Wien. Damit ist die Grundlage für einen fairen Abschluss bei
den diesjährigen Lohnverhandlungen mehr als gegeben.

In den ersten fünf Monaten des heurigen Jahres kann die
Metallindustrie laut einem Branchenreport der AK Wien (134
Unternehmen mit 82.000 Beschäftigten) sowohl auf einen steigenden
Produktionswert (plus 2,1 Prozent) als auch auf steigende Aufträge
(plus 1,4 Prozent) verweisen. Laut Daten des Einkaufsmanagerindex der
Bank Austria befindet sich die gesamte Industrie bereits seit dem
Frühjahr 2015 auf Wachstumskurs. Zuletzt hat sich das Tempo sogar
beschleunigt. Im Oktober ist der Index gegenüber dem Vormonat um 0,4
auf 53,9 Punkte geklettert. Grund ist vor allem eine deutlich bessere
Auftragslage. Auch für die kommenden Monate zeigen sich die Ökonomen
der Bank optimistisch. Es wird sogar damit gerechnet, dass die
Industrie die Wachstumsprognose von real zwei Prozent für heuer dank
eines guten Jahresendspurts sogar übertreffen könnte.

Auch die mittelfristige Prognose des Wifo zeigt eine Erholung der
Wirtschaft über die kommenden Jahre: In den nächsten fünf Jahren wird
eine Steigerung des BIP um 1,5 Prozent pro Jahr erwartet – im
Vergleich zu 0,6 Prozent per anno in der Phase der Stagnation von
2012 bis 2015.

„Gute Aussichten also auch für die Metallindustrie, die ohnehin
über solide Finanz-Kennzahlen verfügt“, weiß Leitsmüller. So konnten
die von der AK untersuchten Unternehmen 2015 einen operativen Gewinn
(EBIT) von 2,16 Milliarden € erwirtschaften. Das entspricht einem
Plus von knapp 19 Prozent und damit einer EBIT-Quote von 6,4 Prozent
(plus 0,9 Prozentpunkte). Auch die Eigenkapitalquote kann sich mit
fast 40 Prozent sehen lassen (ebenfalls ein Plus gegenüber 2014 von
etwas mehr als einem Prozentpunkt). „Zudem ist auch die
Ausschüttungsquote wieder in die Höhe gefahren worden und lag im
Vorjahr bei knapp 69 Prozent. Damit fließen mehr als zwei Drittel
aller erwirtschafteten Gewinne an die Eigentümer. Daher ist es jetzt
an der Zeit, den Beschäftigten etwas zurück zu geben“, fordert
Leitsmüller.

Die AK plädiert für einen fairen Abschluss bei den laufenden
Kollektivvertragsverhandlungen in der Metallindustrie – auch vor dem
Hintergrund, dass der private Konsum als wichtiger Motor für die
Konjunktur gestützt werden muss. Zumal das Wifo mittelfristig mit
einem Anstieg der Inflation auf 1,7 bis 1,8 Prozent rechnet und daher
eine Lohnanpassung zum Erhalt der Kaufkraft umso notwendiger ist.

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