- 02.11.2016, 12:22:40
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SP-Tanja Wehsely: „Die Wiener Ausbildungsgarantie wirkt“
Über 70 Mio. Euro für sichere Ausbildungsplätze helfen den Jugendlichen, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen.
Utl.: Über 70 Mio. Euro für sichere Ausbildungsplätze helfen den
Jugendlichen, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen. =
Wien (OTS) - „Die Wiener Ausbildungsgarantie ist und bleibt ein
Best-Practice-Modell in der Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit“,
betont die stv. waff-Vorstandsvorsitzende und SP-GRin. Tanja Wehsely
anlässlich der aktuellen Arbeitsmarktdaten. So ist im Vergleich zum
Oktober des Vorjahres die Zahl der unter 25-jährigen Arbeitslosen um
fünf Prozent zurückgegangen, die der unter 20-jährigen sogar um
sieben Prozent. Insgesamt geht die Arbeitslosigkeit der 15- bis
24-jährigen Jugendlichen seit April kontinuierlich zurück.
Wehsely: „Ein wichtiger Erfolgsfaktor der Wiener Ausbildungsgarantie
ist, dass hier alle wesentlichen bildungs- und
arbeitsmarktpolitischen Institutionen wie Stadtschulrat, AMS Wien,
waff, das Sozialministerium-Service, die außerschulische
Jugendbetreuung sowie die Sozialpartner an einem Strang ziehen.“
„Für ein selbstbestimmtes Leben und eine eigenständige
Existenzsicherung, also ein Einkommen, von dem man leben kann, ist
eine abgeschlossene Ausbildung das Um und Auf“, unterstreicht die
GRin. „Damit alle Jugendlichen die gleiche Chance dazu haben, gibt es
die Wiener Ausbildungsgarantie“, so Wehsely.
Über 70 Mio. Euro für sichere Ausbildungsplätze von rund 4.000
Jugendlichen, die sonst ohne Lehrstelle wären
Kernstück der Wiener Ausbildungsgarantie ist die überbetriebliche
Lehrausbildung. Stadt und Bund investieren alleine für das
Ausbildungsjahr 2016/17 über 70 Mio. Euro. So können jene rund 4.000
Jugendlichen, die sonst ohne Lehrstelle wären, eine vollwertige
Ausbildung absolvieren.
„Wir kümmern uns aber auch um jene Jugendlichen, die es schwer haben
am Arbeitsmarkt überhaupt Fuß zu fassen, und die nicht wissen, wie es
weitergeht“, versichert die Politikerin.
Spezielle Unterstützung für Jugendliche, die es besonders
schwer haben am Arbeitsmarkt Fuß zu fassen
Ein Beispiel dafür ist das Projekt spacelab-Produktionsschule Wien.
Spacelab rüstet die Jugendlichen mit Coaching, Werkstättentraining
und Basisbildungsangeboten (Deutsch, Mathematik, Englisch und IKT) so
weit, dass sie in eine Lehrausbildung einsteigen oder eine
Beschäftigung aufnehmen können. Was spacelab aber vor allem bietet:
Es stärkt das Selbstvertrauen in die eigenen Fähigkeiten und Stärken.
Jährlich erhalten rund 1.000 Jugendliche dadurch echte
Zukunftschancen. Finanziert wird die spacelab-Produktionsschule Wien
vom Wiener ArbeitnehmerInnen Förderungsfonds (waff) und vom
Sozialministerium-Service mit rund 3,5 Millionen Euro jährlich.
Wehsely: „Wir holen die Jugendlichen dort ab, wo sie stehen,
und helfen ihnen, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen“
Wehsely: „Mit spacelab holen wir die Jugendlich dort ab, wo sie
stehen, und helfen ihnen Schritt für Schritt, ihr Leben selbst in die
Hand zu nehmen. Und das Konzept geht auf: Alleine im letzten Jahr
haben 35 Prozent der Jugendlichen direkt aus spacelab den Einstieg in
eine Lehrausbildung, einen Qualifizierungskurs oder eine
weiterführende Schule geschafft.“
Wie Dominic und Michael im spacelab neu durchstarten
Wie engagiert und motiviert die Jugendlichen im spacelab an ihrer
Zukunft arbeiten, zeigen auch Dominic (17 Jahre) und Michael (18
Jahre). Beide kommen aus schwierigen Familienverhältnissen. Dominic
hat eine Lehre als Koch begonnen und dann abgebrochen, will und muss
aber bald auf eigenen Beinen stehen. Spacelab hat ihm geholfen, Tritt
zu fassen. Dominic macht demnächst ein Praktikum als Friseur, damit
es diesmal mit der Lehre klappt. Michael ist in Ecuador geboren und
hat dann in Österreich, London, Deutschland und Pakistan gelebt, wo
er auch in die Schule gegangen ist. Die meiste Zeit verbrachte er
bei Verwandten. Wieder in Österreich hat er mit der HTL begonnen, sie
aber abgebrochen. Bei spacelab arbeitet er jetzt mit vollem Elan an
seiner neuen Zukunft. Nach dem Präsenzdienst will er die
Aufnahmeprüfung bei der Polizei machen.
„Diese Beispiele zeigen eindrucksvoll, dass es unabdingbar ist, vor
allem auch Jugendlichen mit schwieriger Ausgangsposition jene
Unterstützung zu geben, die sie brauchen. Jeder Cent, den wir hier
investieren, macht sich in Zukunft doppelt und dreifach bezahlt. Wien
lässt keinen Jugendlichen im Stich“, hält die SP-GRin fest.
Wehsely abschließend: Die gesetzliche Initiative des Bundes
„Ausbildung bis 18“ ist ein weiterer wichtiger Schritt, dass
möglichst alle Jugendlichen einen über die Pflichtschule hinaus
gehenden Abschluss schaffen. Entscheidend wird es aber sein, dass den
Jugendlichen ein qualitativ hochwertiges Angebot, wie es z.B. die
Wiener Projekte spacelab oder auch das neue StartWien-Jugendcollege
sind, zur Verfügung gestellt wird.“
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