SP-Tanja Wehsely: „Die Wiener Ausbildungsgarantie wirkt“

Über 70 Mio. Euro für sichere Ausbildungsplätze helfen den Jugendlichen, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen.

Wien (OTS) - „Die Wiener Ausbildungsgarantie ist und bleibt ein Best-Practice-Modell in der Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit“, betont die stv. waff-Vorstandsvorsitzende und SP-GRin. Tanja Wehsely anlässlich der aktuellen Arbeitsmarktdaten. So ist im Vergleich zum Oktober des Vorjahres die Zahl der unter 25-jährigen Arbeitslosen um fünf Prozent zurückgegangen, die der unter 20-jährigen sogar um sieben Prozent. Insgesamt geht die Arbeitslosigkeit der 15- bis 24-jährigen Jugendlichen seit April kontinuierlich zurück. Wehsely: „Ein wichtiger Erfolgsfaktor der Wiener Ausbildungsgarantie ist, dass hier alle wesentlichen bildungs- und arbeitsmarktpolitischen Institutionen wie Stadtschulrat, AMS Wien, waff, das Sozialministerium-Service, die außerschulische Jugendbetreuung sowie die Sozialpartner an einem Strang ziehen.“ „Für ein selbstbestimmtes Leben und eine eigenständige Existenzsicherung, also ein Einkommen, von dem man leben kann, ist eine abgeschlossene Ausbildung das Um und Auf“, unterstreicht die GRin. „Damit alle Jugendlichen die gleiche Chance dazu haben, gibt es die Wiener Ausbildungsgarantie“, so Wehsely.

Über 70 Mio. Euro für sichere Ausbildungsplätze von rund 4.000 Jugendlichen, die sonst ohne Lehrstelle wären

Kernstück der Wiener Ausbildungsgarantie ist die überbetriebliche Lehrausbildung. Stadt und Bund investieren alleine für das Ausbildungsjahr 2016/17 über 70 Mio. Euro. So können jene rund 4.000 Jugendlichen, die sonst ohne Lehrstelle wären, eine vollwertige Ausbildung absolvieren.
„Wir kümmern uns aber auch um jene Jugendlichen, die es schwer haben am Arbeitsmarkt überhaupt Fuß zu fassen, und die nicht wissen, wie es weitergeht“, versichert die Politikerin.

Spezielle Unterstützung für Jugendliche, die es besonders schwer haben am Arbeitsmarkt Fuß zu fassen

Ein Beispiel dafür ist das Projekt spacelab-Produktionsschule Wien. Spacelab rüstet die Jugendlichen mit Coaching, Werkstättentraining und Basisbildungsangeboten (Deutsch, Mathematik, Englisch und IKT) so weit, dass sie in eine Lehrausbildung einsteigen oder eine Beschäftigung aufnehmen können. Was spacelab aber vor allem bietet:
Es stärkt das Selbstvertrauen in die eigenen Fähigkeiten und Stärken. Jährlich erhalten rund 1.000 Jugendliche dadurch echte Zukunftschancen. Finanziert wird die spacelab-Produktionsschule Wien vom Wiener ArbeitnehmerInnen Förderungsfonds (waff) und vom Sozialministerium-Service mit rund 3,5 Millionen Euro jährlich.

Wehsely: „Wir holen die Jugendlichen dort ab, wo sie stehen, und helfen ihnen, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen“

Wehsely: „Mit spacelab holen wir die Jugendlich dort ab, wo sie stehen, und helfen ihnen Schritt für Schritt, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen. Und das Konzept geht auf: Alleine im letzten Jahr haben 35 Prozent der Jugendlichen direkt aus spacelab den Einstieg in eine Lehrausbildung, einen Qualifizierungskurs oder eine weiterführende Schule geschafft.“

Wie Dominic und Michael im spacelab neu durchstarten

Wie engagiert und motiviert die Jugendlichen im spacelab an ihrer Zukunft arbeiten, zeigen auch Dominic (17 Jahre) und Michael (18 Jahre). Beide kommen aus schwierigen Familienverhältnissen. Dominic hat eine Lehre als Koch begonnen und dann abgebrochen, will und muss aber bald auf eigenen Beinen stehen. Spacelab hat ihm geholfen, Tritt zu fassen. Dominic macht demnächst ein Praktikum als Friseur, damit es diesmal mit der Lehre klappt. Michael ist in Ecuador geboren und hat dann in Österreich, London, Deutschland und Pakistan gelebt, wo er auch in die Schule gegangen ist. Die meiste Zeit verbrachte er bei Verwandten. Wieder in Österreich hat er mit der HTL begonnen, sie aber abgebrochen. Bei spacelab arbeitet er jetzt mit vollem Elan an seiner neuen Zukunft. Nach dem Präsenzdienst will er die Aufnahmeprüfung bei der Polizei machen.
„Diese Beispiele zeigen eindrucksvoll, dass es unabdingbar ist, vor allem auch Jugendlichen mit schwieriger Ausgangsposition jene Unterstützung zu geben, die sie brauchen. Jeder Cent, den wir hier investieren, macht sich in Zukunft doppelt und dreifach bezahlt. Wien lässt keinen Jugendlichen im Stich“, hält die SP-GRin fest. Wehsely abschließend: Die gesetzliche Initiative des Bundes „Ausbildung bis 18“ ist ein weiterer wichtiger Schritt, dass möglichst alle Jugendlichen einen über die Pflichtschule hinaus gehenden Abschluss schaffen. Entscheidend wird es aber sein, dass den Jugendlichen ein qualitativ hochwertiges Angebot, wie es z.B. die Wiener Projekte spacelab oder auch das neue StartWien-Jugendcollege sind, zur Verfügung gestellt wird.“

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