- 02.11.2016, 10:15:53
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- OTS0054
Arbeitslosigkeit steigt um 0,3 Prozent, Beschäftigung steigt um 1,6 Prozent
Trend der letzten Monate setzt sich fort
Utl.: Trend der letzten Monate setzt sich fort =
Wien (OTS/BMASK) - Ende Oktober 2016 hat die Arbeitslosigkeit in
Österreich die Zahl von 340.779 Personen erreicht. Somit sind
gegenüber dem Vorjahr um 1.367 Personen mehr arbeitslos vorgemerkt,
das ist eine Zunahme um 0,4%. Inklusive der Personen in Schulungen
beträgt die Zahl der Vorgemerkten 411.951. Im Vergleich zum Vorjahr
sind das +1.097 bzw. +0,3%. Die Registerarbeitslosigkeit beträgt
somit 8,6%, das ist ein Rückgang gegenüber dem Vorjahr um -0,1
Prozentpunkte. ****
Erneut steht dem ein kräftiger Anstieg der Beschäftigung
gegenüber. Die Zahl der unselbständig aktiv Beschäftigten ist
gegenüber dem Vorjahr um +57.000 bzw. +1,6% angestiegen. Seit
Jahresbeginn konnten bereits wieder rund 516.000 ehemals vorgemerkte
Personen und damit um rund +11.700 mehr als im vergleichbaren
Vorjahreszeitraum einen neuen Arbeitsplatz finden. Positive
Entwicklungen zeigen sich auch bei der Jugendarbeitslosigkeit (15-
bis 24-Jährige) mit -2.814 bzw. -6,3%, sie ist damit den zwölften
Monat in Folge rückläufig. Ebenso rückläufig ist die Zahl der
arbeitslos vorgemerkten InländerInnen mit -4.281 bzw. -1,7%. Dem
gegenüber steigt der Bestand an offenen Stellen aktuell wieder um
+9.014 bzw. +28,2%.
Andererseits steigt nach wie vor die Arbeitslosigkeit von Frauen
um +0,9% (bei Männern ist sie gegenüber dem Vorjahr unverändert)
ebenso wie die von Personen ab 50 mit +6,4%, sowie die von Personen
mit gesundheitlichen Vermittlungseinschränkungen mit +8,4% und auch
die von Personen mit nichtösterreichischer Staatsbürgerschaft mit
+6,0%.
Die Arbeitslosenquote auf Basis der nationalen Berechnungsmethode
beträgt Ende Oktober 8,6%, das ist ein Rückgang um -0,1
Prozentpunkte. Die Quote gemäß der internationalen Definition von
EUROSTAT liegt bei 6,3% und damit um +0,6 Prozentpunkte über dem Wert
des Vorjahres. Die Jugendarbeitslosenquote gemäß dieser Definition
beträgt 11,7% und liegt damit um +0,8 Prozentpunkte über dem Wert des
Vorjahres.
Stöger: Wichtige Schritte gesetzt, weitere Maßnahmen müssen
folgen
„Mit dem Wirtschafts- und Arbeitspaket der Bundesregierung wurden
wichtige Impulse für den Arbeitsmarkt gesetzt: Die von Bundeskanzler
Christian Kern geforderte Ausbildungsgarantie bis 25 zählt ebenso
dazu wie investitionsfördernde Maßnahmen für kleine und mittlere
Unternehmen und Gemeinden im Ausmaß von fast einer halben Milliarde
Euro“, betont Sozialminister Alois Stöger. „Gemeinsam mit den im
September beschlossenen Maßnahmen wie der Wiedereinführung des
Fachkräftestipendiums werden diese Impulse im nächsten Jahr Wirkung
zeigen. Für ein Sinken der Arbeitslosigkeit sind angesichts des
weiter steigenden Arbeitskräftepotentials und der nach wie vor
verhaltenen internationalen Wirtschaftsentwicklung jedoch auch in
Zukunft weitere Maßnahmen nötig“, so Stöger.
56.606 Personen und damit um +27,0% sind Ende Oktober 2016
bereits mehr als 12 Monate arbeitslos vorgemerkt. Die
durchschnittliche Verweildauer in Arbeitslosigkeit beträgt rund 4
Monate (132 Tage). Sie ist gegenüber dem Vorjahr um 6 Tage
angestiegen.
Positive Entwicklung in fast allen Branchen
Bis auf das Gesundheits- und Sozialwesen (ohne dem „sonstigen
Sozialwesen“ beträgt hier die Zunahme +1,6%) ist der Anstieg der
Arbeitslosigkeit in allen wesentlichen Branchen zum Stillstand
gekommen oder bereits rückläufig. Im Bau beträgt der Rückgang -7,7%,
in der Warenproduktion -2,5%, im Tourismus -1,9% und in der
Arbeitskräfteüberlassung -1,4%.
Zunehmend ist die Zahl der vorgemerkten Arbeitslosen nur in
Oberösterreich mit +1,8%, Wien mit +2,4% und Niederösterreich mit
+2,8%. In allen anderen Bundesländern ist der Bestand rückläufig,
allen voran Tirol mit -7,2%.
Mehr offene Lehrstellen und weniger jugendliche Arbeitslose
Die Zahl der Lehrstellensuchenden liegt aktuell mit 7.074 um
+8,0% über dem Wert des Vorjahres. Gleichzeitig ist aber auch der
Bestand an gemeldeten offenen Lehrstellen um +11,4% auf 4.663
angestiegen. Die Lehrstellenlücke beträgt 2.411 und ist damit
gegenüber dem Vorjahreswert mit +48 annähernd konstant geblieben.
Ein Lehrstellenüberhang zeigt sich dagegen in Oberösterreich,
Salzburg, Tirol und Vorarlberg.
Wie bereits oben angeführt ist die Zahl der vorgemerkten
arbeitslosen Jugendlichen weiterhin rückläufig. Bei den jüngsten
ArbeitsmarkteinsteigerInnen, den 15- bis 19-Jährigen, liegt die
Arbeitslosigkeit um -5,6% unter dem Vorjahreswert und bei den 20- bis
24-Jährigen ist der Rückgang mit -6,5% diesmal noch ein wenig
stärker.
Der Bestand an schutzberechtigten vorgemerkten Personen beträgt
aktuell 27.324 und liegt damit um +7.655 über dem Wert des Vorjahres.
Gegenüber dem September bedeutet dies eine Zunahme um +568.(Schluss)
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