• 28.10.2016, 09:50:41
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HeritageKongress 2016: Die Kunst des Finanzierens

Linz (OTS) - Am 20. und 21. Oktober 2016 veranstalteten die
Burghauptmannschaft Österreich (BHÖ) und die Österreichische
Gesellschaft für nachhaltige Immobilienwirtschaft (ÖGNI) in der
Hofburg Wien den 5. HeritageKongress. Im Mittelpunkt des Kongresses
stand dieses Jahr die Finanzierung von historischen Gebäuden.

Die Burghauptmannschaft Österreich (BHÖ) und die Österreichische
Gesellschaft für nachhaltige Immobilienwirtschaft (ÖGNI)
veranstalteten bereits zum 5. Mal in der Wiener Hofburg den
EUROPÄISCHEN KONGRESS ÜBER DIE NUTZUNG, BEWIRTSCHAFTUNG UND ERHALTUNG
HISTORISCH BEDEUTENDER GEBÄUDE. Anerkannte Experten und Expertinnen
aus ganz Europa präsentierten in Form von Vorträgen, Workshops und
Podiumsdiskussionen gelungene Umsetzungsbeispiele und beleuchten die
Thematik „Finanzierung“ aus den unterschiedlichsten Perspektiven.
„Wir bieten mit dem HeritageKongress eine einzigartige Plattform für
historische Gebäude. Der große Zuspruch mit mehr als 200 Teilnehmern
zeigt, dass wir mit diesem Angebot auf großes Interesse stoßen“, so
der Initiator des Kongresses, Burghauptmann HR Mag. Reinhold Sahl, zu
Beginn des Kongresses. Mit-Veranstalter Gründungspräsident Philipp
Kaufmann von der ÖGNI ergänzt: „In der Bau- und Immobilienwirtschaft
spielt neben dem Neubau immer mehr auch der Bestand eine zentrale
Rolle. Bestandsobjekte und -quartiere nachhaltig zu betreiben, ist
für alle Beteiligten eine hohe Kunst – gerade historische
Baudenkmäler stellen uns vor große Herausforderungen, die nur
gemeinsam zu bewältigen sind. Hier geht es um nicht viel weniger als
unsere kulturellen Identitäten und unsere Kulturlandschaft, in der
wir alle leben“.

Eines ist klar: Spätestens seit der Finanzkrise ist die
Immobilienfinanzierung keine einfache „Hausübung“ mehr. „Finanzierung
ist zu einer zentralen Aufgabenstellung für jeden Eigentümer und
Betreiber einer Immobilie geworden“, begründet Burghauptmann HR Mag.
Reinhold Sahl die Themenwahl des Kongresses in diesem Jahr. Die Kunst
sei es, den richtigen Mix aus Finanzierung und Förderung zu finden.
„Gerade in diesem Bereich gibt es oft weiße Flecken und oftmals wenig
fundiertes Wissen“ führt Kaufmann aus.

Wie unterschiedlich die Zugänge, aber auch die Möglichkeiten und
Rahmenbedingungen sind, wurde in den hochkarätigen Vorträgen
deutlich. Alexander Kottulinsky (Burgenverein Österreich) berichtete,
mit welchen Problemen private Schloss- und Burgenbesitzer zu kämpfen
haben. DI Clemens Biffl (Esterhazy Privatstiftung) gab dem
internationalen Auditorium einen Überblick über die zahlreichen
Aktivitäten der Esterhazy Privatstiftungen, die alle ein Ziel hätten,
nämlich den vorhandenen Bestand zu bewahren und zu modernisieren.
Sein Credo: „In der Geschichte verwurzelt – der Zukunft
verpflichtet“. Neben den traditionellen Finanzierungsmöglichkeiten
kamen beim HeritageKongress auch neue Instrumente zur Sprache. Ing.
Daniel Horak MSc (CONDA) führte in die neue Welt von Crowdinvesting
ein und zeigte auf, dass neben der Eigenkapitalbeschaffung mit dieser
neuen Form der Finanzierung bereits frühzeitig Stakeholder
angesprochen werden können. Gerade die Möglichkeit, eine breite
Öffentlichkeit bereits in einer frühen Projektphase für ein Projekt
zu begeistern, wurde mit großem Interesse aufgenommen. Beispielsweise
konnte bei einem aktuellen Projekt bereits in der
Finanzierungskampagne mehr als 200 Interessenten gewonnen werden -
und dies, obwohl nur weniger als 40 Eigentumswohnungen zum Verkauf
stehen werden. „Mit Crowdinvesting steht der Immobilienbranche ein
leistungsfähiges Instrument zur Verfügung und wir befinden uns hier
erst am Anfang einer völlig neuen Entwicklung“, so der
Mitveranstalter und ÖGNI Gründungspräsident Philipp Kaufmann.

Dr. Wolfgang Spitzy (Initiative Herrengasse+) präsentierte gemeinsam
mit Architekt Clemens Kirsch die Initiative Herrengasse+. Ein
6-Millionen-Euro-Projekt, dessen Finanzierung die (privaten)
Liegenschaftseigentümer selbst übernommen hatten. Den größten Anteil
trägt mit rund 2,7 Millionen Euro die Wlaschek-Gruppe.

Für einen optimalen Mix spielen oft Förderungen eine große Rolle.
Mag. Robert Schwertner (FFG) gaben einen Überblick über die
„Förderungen von Forschungsvorhaben an historischen Gebäuden - H2020
und nationale Förderungen, Mag. Andrea Rainer Cerovská gab einen
Überblick über „Förderungen und Finanzierungen aus den Europäischen
Strukturfonds“, Mag. Gerald Wagenhofer (UBW GmbH) zeigte
Möglichkeiten für Betreiber historischer Gebäude in den
Förderprogrammen erasmus+ und Creative Europe auf. Im Mittelpunkt der
Ausführungen von Dr. Holger Rescher (Deutsche Stiftung Denkmalschutz)
und Federica Epifani (MA/CUEBC) standen die Förder- und
Finanzierungsmöglichkeiten für historische Gebäude und Areale in
Deutschland und Italien. Dass sich Investitionen in Denkmalschutz
auch wirtschaftlich lohnen, zeigte Graham Bell (BA BArch / EUROPA
NOSTRA) auf. Den Finanzierungsinstrumenten der Europäische
Investitionsbank für nachhaltige Stadterneuerung widmete sich Martin
C. Brunkhorst (Europäische Investitionsbank). Welche Möglichkeiten
sich durch Fundraising für Projekte in historischen Arealen bieten,
zeigten die Berater Thomas und Jürgen Staudinger am Beispiel der
Hofburg Wien auf. Dabei wurde eindrucksvoll aufgezeigt, wie sich ein
historisches Areal durch ein aktives Management eine neue Relevanz
und Bedeutung erarbeiten kann.

Die Vorstellung der Programme MODI-FY & OrbEEt bildeten den Abschuss.
Beim Projekt MODI-FY („Maintaining Historic Buildings and Objects
through Developing and Up-grading Individual Skills of Project
Managers“) „Fostering European Heritage and Culture for Years to
come“ geht es um die Entwicklung eines Curriculums für
Projektmanager, die v.a. Bauprojekte in historischen Objekten
betreuen, inklusive der zugehörigen Trainingsmaterialien. Bei OrbEEt
(„Organizational Behaviour improvement for Energy Efficient
adminisTrative public offices“) steht die Energieeinsparung durch
Prozessoptimierung in öffentlichen Gebäuden, und die Implementierung
eines EDV-basierenden Datenerfassungsmoduls für alle umweltrelevanten
Rechtsvorschriften im Mittelpunkt.

Der Europäische Kongress über die Nutzung, Bewirtschaftung und
Erhaltung historisch bedeutender Gebäude wird von der
Burghauptmannschaft und der ÖGNI in Kooperation mit dem GNK Media
House und dem Unternehmen UBW Unternehmensberatung veranstaltet und
fand bereits zum 5. Mal statt. Nach dem Kongress ist vor dem
Kongress: Die Arbeiten für den 6. HeritageKongress für das Jahr 2017
haben bereits gestartet.

Mehr Informationen auf: www.burghauptmannschaft-kongress.at

Über die Burghauptmannschaft Österreich

Im Zuge der Umstrukturierungen des Bundeshochbaus im Jahr 2000 wurden
sämtliche zivile bundeseigenen Liegenschaften der
BundesimmobiliengesmbH. (BIG) ins Eigentum übertragen. Nicht
übertragen wurden rund 65 bedeutende und einzigartige historische
Bauwerke, die zum kulturellen Erbe Österreichs zählen bzw. bei denen
eine besondere Verbundenheit zu der Republik Österreich gegeben ist
(zB Hofburg in Wien, Hofburg zu Innsbruck, Festung Hohensalzburg,
Kunsthistorisches Museum, Staatsoper oder Schönbrunner Tiergarten).
Durch diese Umstrukturierung wurde die Anzahl der zu betreuenden
Objekte sowie der Aufgabenumfang der bisherigen nachgeordneten
Dienststelle Burghauptmannschaft in Wien erweitert und diese in
Burghauptmannschaft Österreich (BHÖ) umbenannt. Dieser obliegt, die
Immobilienverwaltung und Baubetreuung aller in den Ressortbereich des
Bundesministeriums für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft
gehörigen bundeseigenen Liegenschaften und Gebäude in ganz
Österreich.
Mehr auf www.burghauptmannschaft.at

Über die ÖGNI

Die Österreichische Gesellschaft für Nachhaltige Immobilienwirtschaft
(ÖGNI) ist der Motor der Nachhaltigkeit und will den
Paradigmenwechsel der Bau- und Immobilienwirtschaft hin zur
Nachhaltigkeit mitgestalten. Mit dem 3-P-Ansatz stehen neben den
Produkten auch Prozesse und Personen im Mittelpunkt des Handelns.
ÖGNI vereint alle Stakeholder, welche am Lebenszyklus einer Immobilie
beteiligt sind und verschafft durch Kodizes, Positionspapiere und
Empfehlungen allen Akteuren neue Perspektiven der Nachhaltigkeit. Die
ÖGNI bietet dem Markt Zertifizierungssysteme, wie das DGNB System für
die Gebäudezertifizierung oder die ethische
Unternehmenszertifizierung, an. In all ihren Tätigkeiten agiert sie
partnerschaftlich, nutzungsorientiert und lebenszyklusoptimiert.
Mehr auf www.ogni.at

Über den Verlag „GNK Media House“

Der GNK Media House Verlag verlegt unter anderen den ImmoFokus. Das
österreichische Fachmagazin für nachhaltige Immobilienwirtschaft
erscheint vierteljährlich und berichtet aus erster Hand über das
Geschehen aus der Immobilien- und Baubranche. Das Immobilienmagazin
liefert Hintergründe, Marktdaten sowie Unternehmens-Nachrichten. Die
Qualität und Exklusivität werden durch eine kompetente ImmoRedaktion
garantiert. Das eigentümergeführte Medienunternehmen konzipiert,
produziert und vermarktet Medien seit 2005.

Mehr auf www.media-house.at

Über UBW Unternehmensberatung Wagenhofer GmbH

Das Unternehmen „UBW Unternehmensberatung Wagenhofer“ wurde von
Gerald Wagenhofer gegründet und entwickelt Lösungen zur Steigerung
der Effizienz. Zu den langjährigen Kunden gehören öffentliche
Einrichtungen und Gebietskörperschaften sowie Unternehmen der
unterschiedlichsten Rechtsformen, Größen und Branchen. Die
Schwerpunkt-Themen sind Geschäftsprozessmanagement, Lean Six Sigma,
Übernahme von Projektmanagement-Aufgaben und die Organisation von
fachbezogenen-Veranstaltungen, wie Kongressen.

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