- 27.10.2016, 17:58:10
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Mobile & Me - Wie das Ich die Medien steuert Über 6.000 Teilnehmer bei den 30. MEDIENTAGEN MÜNCHEN
München (ots) - Aufmerksamkeitsökonomie und Algorithmen, Virtual
Reality und Vertrauenskrise, Künstliche Intelligenz und Disruption:
Diese Schlagworte prägten Vorträge, Präsentationen und Debatten der
30. MEDIENTAGE MÜNCHEN. Unter dem Kongressmotto "Mobile & Me - Wie
das Ich die Medien steuert" beschäftigten sich über 6.000 Besucher
und 400 Experten drei Tage lang mit aktuellen Entwicklungen der
digitalen Medienwelt.
"Die MEDIENTAGE MÜNCHEN sind eine 30-jährige Erfolgsgeschichte, immer
am Puls der Zeit. Bayern ist Taktgeber für neue Entwicklungen. Das
war schon während der Entwicklung der elektronischen Medien so und
soll auch im Zeitalter der Digitalisierung so sein. Bayern als
herausragender Standort, mit seinen vielen innovativen Köpfen und
leistungsstarken Unternehmen, wird die Zukunft der Medien mit
prägen." So lautet die Bilanz von Ilse Aigner, Bayerische
Staatsministerin für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie.
Der disruptive Wandel der Medienbranche stand in diesem Jahr im
Mittelpunkt aller Teile des Kongressprogramms: Nutzer nehmen über
soziale Online-Netzwerke zunehmend Einfluss auf die Medien und
erhalten zugleich immer häufiger personalisierte Inhalte. Grundlage
für solche Entwicklungen sind Nutzerdaten und von Algorithmen
gesteuerte Plattformen. Dabei geht es nicht nur darum, Inhalte
überall und jederzeit für alle Endgeräte verfügbar zu machen, sondern
auch optimal auf die Bedürfnisse und Stimmungen der Nutzer
abzustimmen. Entsprechend müssen Produktion und Kuratierung,
Distribution und Finanzierung von Medien optimiert werden.
Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel betonte in ihrer Eröffnungsrede,
die Qualität journalistischer Inhalte stärke Glaubwürdigkeit und
Vertrauen. Das Forschungsgebiet Künstliche Intelligenz sei "eines der
großen Themenfelder der Zukunft". Big Data könne allen helfen,
vorausgesetzt der Datenschutz funktioniere, der Verwendungszweck von
Daten werde nicht missbraucht und Algorithmen seien transparent,
betonte Merkel. Deutschland brauche als führender Industriestandort
Daten "als Rohstoff der Zukunft" ebenso wie breitbandige
Internetverbindungen. Siegfried Schneider, Präsident der Bayerischen
Landeszentrale für neue Medien (BLM) und Vorsitzender der
Gesellschafterversammlung der MEDIENTAGE MÜNCHEN, wies auf die
Umbrüche der Branche in einer Zeit hin, in der "Algorithmen, Bots und
intelligente Empfehlungssysteme die Medienwelt verändern". Horst
Seehofer, Ministerpräsident des Freistaates Bayern, erinnerte an die
ersten MEDIENTAGE MÜNCHEN im Jahr 1987. Damals habe es eine sehr
überschaubare Medienlandschaft gegeben.
Die digitale Welt von heute ist deutlich dynamischer und komplexer.
Das spiegelte sich auch auf den Podien der 30. MEDIENTAGE MÜNCHEN
wider. Dort prägten in diesem Jahr die aktuellen Entwicklungen im
Bereich von Künstlicher Intelligenz und digitaler Assistenz nahezu
alle Diskussionen und Vorträge. "Diese Thematik, die Rolle der
Algorithmen und die Folgen für die Autonomie der Nutzer zogen sich
wie ein roter Faden durch fast alle Panel-Debatten", fasste Johannes
Kors, Geschäftsführer der Medientage München GmbH, die inhaltlichen
Schwerpunkte des Kongresses zusammen. Egal ob Chat-Bots oder Virtual
Reality: Künftig werde es darauf ankommen, den Nutzern das zu geben,
was sie wollten. Dies war die Botschaft der internationalen
Referenten beim neuen Programmschwerpunkt New-Publishing von BLM und
Media Lab Bayern. Solche Entwicklungen stünden noch am Anfang und
würden auch die Agenda der kommenden MEDIENTAGE MÜNCHEN prägen, war
sich Kors sicher.
Die 30. MEDIENTAGE MÜNCHEN fanden erstmals von Dienstag bis
Donnerstag statt. Eine Premiere war auch das Format der
Auftaktveranstaltung. Am Dienstagnachmittag folgten auf die
Eröffnungsrede der Bundeskanzlerin Angela Merkel mehrere kleinere
Diskussionsrunden. Deutlich stärker besucht als in den Vorjahren war
der letzte Kongresstag, dessen Programm unter anderem durch
Schwerpunkte in den Bereichen Audio, Social Media und den Europatag,
den Publishing-Gipfel von BDZV und VBZV sowie den Content-Gipfel
geprägt wurde. "Wir sind mit den neuen Formaten sehr zufrieden und
sehen uns in unserem Bemühen bestätigt, den Kongress konsequent auf
die Bedürfnisse und Wünsche der Teilnehmer auszurichten", lautete das
Fazit von Christopher Tusch. Der Geschäftsführer der Medientage
München GmbH freute sich außerdem über täglich etwa 1.400
akkreditierte Besucher der Ausstellung, die sich im Messebereich über
aktuelle Branchenentwicklungen informierten.
Bei der kongressbegleitenden Messe der MEDIENTAGE MÜNCHEN
präsentierten mehr als siebzig Aussteller Neuheiten aus den Bereichen
Digital Broadcasting, DVB-T2-HD, HbbTV, Smart TV/Ultra HD, Social
Media, Video on Demand/Streaming, Online/Cloud Services, Mobile
Media, Digital Publishing, Digital Distribution, Smart Data und
Virtual Reality. Auf dem MedienCAMPUS Bayern informierten sich
während der drei Kongresstage Nachwuchsjournalisten, Schüler und
Studierende bei Workshops, Vorträgen sowie an Info-Ständen über
Branchentrends, Start-up-Firmen, Ausbildungswege und andere Themen
aus der beruflichen Praxis. Ebenfalls zum Programm gehörten
Veranstaltungen zu Roboter-Journalismus oder Design Thinking. Zu den
Events der 30. MEDIENTAGE MÜNCHEN zählen die traditionelle Nacht der
Medien, die Verleihung der 18. Internationalen Eyes & Ears Awards und
des Bayerischen Printmedienpreises. Hinzu kommen die
Tatfunk-Preisverleihung und das Branchen.meet.up Presse. Außerdem
gehörten zum Programm die Thementage "Media Women Connect" und
"VR_Now!" sowie eine medienpolitische Tagung von ver.di, DGB und
Hans-Böckler-Stiftung auf Einladung des Bayerischen Rundfunks.
Die 31. MEDIENTAGE MÜNCHEN finden vom 24. bis 26. Oktober 2017 statt.
Zusammenfassungen wichtiger Panel-Diskussionen, Bildmaterial sowie
Video- und Audiostreams erhalten Sie unter:
http://www.medientage.de/mediathek/
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