Junge Wirtschaft Wien: Scharfe Kritik an FSG-Jugend Wien

Das Blatt hat immer zwei Seiten

Wien (OTS) - Mehr Engagement der ArbeitgeberInnen in punkto Ausbildungspflicht, einen Ausbildungsfonds und Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohn- und Gehaltsausgleich – das sind die aktuellen Forderungen der Vorsitzenden der FSG-Wien-Jugend, Carina Köpf. Die Junge Wirtschaft Wien übt scharfe Kritik an den Aussagen Köpfs. „Sie rückt die wirtschafts- und arbeitsmarktpolitische Lage damit in ein völlig falsches Licht. Denn Realität ist, dass die Wiener Arbeitgeberbetriebe trotz gesamtwirtschaftlich schwierigem Umfeld noch nie so viele Menschen in Beschäftigung hatten wie derzeit. Und sie übernehmen auch bei der Ausbildung von Fachkräften Verantwortung. Über 4000 Jugendliche haben im Sommer vor Beginn des neuen Lehrjahres eine Ausbildung in Wien bei einem Betrieb begonnen“, macht Jürgen Tarbauer, Vorsitzender der Jungen Wirtschaft Wien, deutlich. „Es liegt in der Natur der Sache, dass es während des laufenden Lehrjahres weniger offene Lehrstellen gibt. Nichtsdestotrotz haben wir derzeit 448 offene Stellen, die die Wiener Betriebe gerne besetzen würden. Frau Köpf macht hier eindeutig Panik an der falschen Stelle“, so der Vorsitzende der JW Wien.

Für ein funktionierendes Ausbildungssystem brauche es außerdem weit mehr als das von Köpf geforderte Arbeitgeberengagement. „Das Blatt hat immer zwei Seiten“, kritisiert Tarbauer. Dazu gehört vor allem die deutliche Verbesserung der Rahmenbedingungen für UnternehmerInnen: Entbürokratisierung, weniger Auflagen, flexiblere Arbeitszeiten, eine unternehmerfreundliche Grundhaltung, Sicherung von Betriebsflächen und konkrete Projekte zur Ankurbelung der Wirtschaft. „Unternehmer und Unternehmerinnen können nur so viele Arbeits- und Ausbildungsplätze schaffen, wie sie es sich auch leisten können. Wenn wir endlich eine spürbare Entlastung der Wiener UnternehmerInnen auf Schiene bringen, entstehen von selbst tausende neue Jobs“, ist Tarbauer überzeugt. Insbesondere die Senkung der Lohnnebenkosten ist dem Vorsitzenden der Jungen Wirtschaft Wien dabei ein großes Anliegen.

Erst im Sommer hat die Bundesregierung ihr Startup-Paket vorgestellt und damit einen Schritt in die richtige Richtung gemacht. Das Paket sieht allerdings nur eine Reduktion der Lohnnebenkosten für die ersten drei Mitarbeiter in den ersten drei Jahren und für sogenannte „innovative Startups“ vor. „Das ist uns noch zu wenig“, so Tarbauer. „Das Start-up Paket ist ein erster und wichtiger Schritt, die Lohnnebenkosten-Befreiung muss aber für alle GründerInnen gleichermaßen gelten. Denn jede Unternehmensgründung – egal welcher Art - belebt unseren Markt und sorgt am Ende für eine pulsierende Wirtschaft“, betont der Vorsitzende. Seit Kurzem unterstützt auch Staatssekretär Harald Mahrer diese Forderung der Jungen Wirtschaft Wien und spricht sich mit #3fürAlle für eine Ausweitung der Lohnnebenkosten-Befreiung auf alle Gründerinnen und Gründer aus. „Diese Unterstützung freut uns ganz besonders. Sie ist ein positives und starkes Signal in eine Richtung, die wir schon lange fordern“, freut sich Tarbauer über das Engagement von Staatssekretär Mahrer.

Über die Junge Wirtschaft Wien

Die Junge Wirtschaft Wien ist eine überparteiliche, freiwillige und ehrenamtliche Gemeinschaft von jungen UnternehmerInnen, Führungskräften, GründerInnen und unternehmerisch denkender Menschen zwischen 18 und 40 Jahren. In Wien sind aktuell rund 3.500 Mitglieder aktiv – verteilt über alle Branchen. Mit dem Motto „Überalterung:
Raus aus der Komfortzone“ hat sich Jürgen Tarbauer, Vorsitzender der Jungen Wirtschaft Wien, den Abbau von überalterten Normen, die Verjüngung wirtschaftspolitischer Strukturen sowie die Schaffung bestmöglicher Bedingungen für Wiener JungunternehmerInnen vorgenommen.
Im Rahmen der Wirtschaftskammer Wien setzt sich die Junge Wirtschaft Wien im Sinne ihres Auftrags: „Interessenvertretung – Service – Netzwerk“ für junge UnternehmerInnen und ihre Tätigkeiten ein.

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