• 27.10.2016, 09:44:59
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Grüne Wien/Huemer zum heutigen Wiener Equal Pay Day: „Wienerinnen arbeiten 66 Tage im Jahr gratis“

Wien (OTS) - Ab heute arbeiten Frauen in Wien „gratis“. 66 Tage oder
21,9 Prozent an Einkommen fehlen Frauen in Wien zu Equal Pay. Der
Bruttogehaltsunterschied zwischen Frauen und Männern beträgt 9.356
Euro, das sind 670 Euro weniger am monatlichen Gehaltszettel der
Wienerinnen. Barbara Huemer, frauen- und arbeitsmarktpolitische
Sprecherin der Grünen Wien: „Es ist zwar erfreulich, dass Wien
österreichweit den geringsten Einkommensunterschied zwischen Frauen
und Männern aufweist, dennoch klaffen die Einkommen von Frauen und
Männern noch immer weit auseinander. Unser Ziel lautet
Einkommensgleichheit. Das ist erst dann der Fall, wenn der Equal Pay
Day am 31.Dezember ist. Erst dann können wir feiern. Bis dahin gibt
es noch viel zu tun.“

Damit der Faktor Geschlecht zunehmend weniger Rolle beim Entgelt
spielt, ist es notwendig, frauendominierte Branchen aufzuwerten,
einen gesetzlichen Mindestlohn sowie Halbe:Halbe und gesetzliche
Quoten umzusetzen. Huemer: „Konsequente Gleichstellungspolitik auf
allen Ebenen, aktive Frauenförderung und mehr Väter in Elternkarenz
sind die Zutaten, um Equal Pay Richtung Silvester zu treiben.“

Die Rot-Grüne Stadtregierung setzt zahlreiche positive Initiativen.
„Positiven Einfluss auf die Einkommensschancen der Wienerinnen haben
das österreichweit einzigartige ganztägige- wie ganzjährige
Kinderbetreuungsangebot, das Ausbildungs- und Karrierespektrum von
Frauen, das Unterstützungsangebot des Wiener ArbeitnehmerInnen-
Förderungsfonds sowie politische Vorgaben wie die Koppelung der
Auftragsvergabe an betriebliche Frauenförderung oder Boni bei
Projektförderung, wenn dabei für Frauen an der Spitze stehen.“

Interessant ist der Vergleich des Gender Pay Gaps nach Bezirken. Je
nach Bezirk geht die Einkommensschere verschieden weit auf. Im ersten
Wiener Gemeindebezirk öffnet sie sich mit 37,7 Prozent am weitesten,
in der Brigittenau mit 9,5 Prozent am geringsten.

Wie es um Equal Pay im Wiener Magistrat bestellt ist, zeigt der
jährliche Einkommenstransparenzbericht. Die Hälfte der 53.470
Vollzeitbeschäftigten sind Frauen. Obwohl es ein einheitliches
Gehaltsschema gibt, betrug die Einkommensdifferenz 11%. Huemer:
„Gemeinsam mit den Gleichbehandlungsbeauftragten der Stadt Wien
werden wir Maßnahmen entwickeln, um Entgeltdiskriminierung innerhalb
des Magistrats entgegen zu wirken. Equal Pay ist keine Frage des
Sollens, sondern des Wollens und des Müssens.“

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | GKR

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