Grüne Wien/Huemer zum heutigen Wiener Equal Pay Day: „Wienerinnen arbeiten 66 Tage im Jahr gratis“

Wien (OTS) - Ab heute arbeiten Frauen in Wien „gratis“. 66 Tage oder 21,9 Prozent an Einkommen fehlen Frauen in Wien zu Equal Pay. Der Bruttogehaltsunterschied zwischen Frauen und Männern beträgt 9.356 Euro, das sind 670 Euro weniger am monatlichen Gehaltszettel der Wienerinnen. Barbara Huemer, frauen- und arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Grünen Wien: „Es ist zwar erfreulich, dass Wien österreichweit den geringsten Einkommensunterschied zwischen Frauen und Männern aufweist, dennoch klaffen die Einkommen von Frauen und Männern noch immer weit auseinander. Unser Ziel lautet Einkommensgleichheit. Das ist erst dann der Fall, wenn der Equal Pay Day am 31.Dezember ist. Erst dann können wir feiern. Bis dahin gibt es noch viel zu tun.“

Damit der Faktor Geschlecht zunehmend weniger Rolle beim Entgelt spielt, ist es notwendig, frauendominierte Branchen aufzuwerten, einen gesetzlichen Mindestlohn sowie Halbe:Halbe und gesetzliche Quoten umzusetzen. Huemer: „Konsequente Gleichstellungspolitik auf allen Ebenen, aktive Frauenförderung und mehr Väter in Elternkarenz sind die Zutaten, um Equal Pay Richtung Silvester zu treiben.“

Die Rot-Grüne Stadtregierung setzt zahlreiche positive Initiativen. „Positiven Einfluss auf die Einkommensschancen der Wienerinnen haben das österreichweit einzigartige ganztägige- wie ganzjährige Kinderbetreuungsangebot, das Ausbildungs- und Karrierespektrum von Frauen, das Unterstützungsangebot des Wiener ArbeitnehmerInnen-Förderungsfonds sowie politische Vorgaben wie die Koppelung der Auftragsvergabe an betriebliche Frauenförderung oder Boni bei Projektförderung, wenn dabei für Frauen an der Spitze stehen.“

Interessant ist der Vergleich des Gender Pay Gaps nach Bezirken. Je nach Bezirk geht die Einkommensschere verschieden weit auf. Im ersten Wiener Gemeindebezirk öffnet sie sich mit 37,7 Prozent am weitesten, in der Brigittenau mit 9,5 Prozent am geringsten.

Wie es um Equal Pay im Wiener Magistrat bestellt ist, zeigt der jährliche Einkommenstransparenzbericht. Die Hälfte der 53.470 Vollzeitbeschäftigten sind Frauen. Obwohl es ein einheitliches Gehaltsschema gibt, betrug die Einkommensdifferenz 11%. Huemer:
„Gemeinsam mit den Gleichbehandlungsbeauftragten der Stadt Wien werden wir Maßnahmen entwickeln, um Entgeltdiskriminierung innerhalb des Magistrats entgegen zu wirken. Equal Pay ist keine Frage des Sollens, sondern des Wollens und des Müssens.“

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