„Die letzte Salonière“ in der „matinee“ am Nationalfeiertag

Thomas Machos feinfühliges Filmporträt einer Grande Dame

Wien (OTS) - Christiane Schönborn-Buchheim ist eine Grande Dame von 87 Jahren und Wiens letzte Salonière. Ihre ganze Persönlichkeit strahlt zeitlose Eleganz aus. Aufgewachsen ist sie in einem Umfeld, wie es Stefan Zweig in seiner „Welt von gestern“ beschreibt. Eine Welt, in der Kunst fixer Bestandteil des Alltags war. Junge Künstlerinnen und Künstler zu fördern, das war ihr immer ein Anliegen, doch nur die Besten schaffen es in ihren – von Künstlerinnen, Künstlern, Wissenschafterinnen, Wissenschaftern und Industriellen geschätzten – Salon in der Innenstadt. Diesen hat „Christl“, wie ihre Freunde sie nennen, für Regisseur Thomas Macho geöffnet und aus ihrem wechselvollen Leben erzählt. Entstanden ist das feinfühlige Filmporträt einer faszinierenden Repräsentantin der österreichischen Kulturgeschichte, das im Rahmen der „matinee“ am Nationalfeiertag, am Mittwoch, dem 26. Oktober, um 9.05 Uhr in ORF 2, erstmals zu sehen ist.

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Christiana Schönborn-Buchheims Vater war Manfred Mautner Markhof, ein Industrieller, Kunst-Mäzen und Vielfach-Präsident sowie lange Zeit einer der einflussreichsten Männer dieses Landes. Ihre Mutter, eine ausgebildete Pianistin, war eine Kupelwieser – Ur-Enkelin des Malers Leopold und Enkelin von Paul, der aus dem malariaverseuchten Insel-Archipel Brioni in Istrien ein Ferienparadies für die Elite der k.u.k Monarchie zauberte. Dass in ihrem Elternhaus Künstlerpersönlichkeiten wie Richard Strauss, Karl Böhm oder Gottfried von Einem ein und aus gingen, verstand sich fast von selbst.

Den sommerlich gestimmten Kinder-und Jugendtagen in Brioni folgten glücklose Jahre in einer arrangierten Ehe mit Johann Heinrich, Freiherr von Tinti. Erst lange Jahre nach ihrer Scheidung wagte Christiana nochmals das Abenteuer einer Ehe mit Georg Schönborn-Buchheim, der vor der Enteignung durch die Sowjets riesige Besitzungen mit fast 2.500 Quadratkilometern Land in der Ukraine besaß. Fasziniert von der Landschaft und von den Menschen hat Christiana Schönborn-Buchheim selbst in schwierigen Sowjetzeiten nie den Kontakt zur Westukraine verloren. Bis heute sammelt sie Spenden für die Bevölkerung der ehemaligen Ländereien und fühlt sich auch als Ehrenbürgerin zur Unterstützung der Bedürftigen verpflichtet.

Ihren Lebensmittelpunkt verlegte die Dame der guten Gesellschaft vor langer Zeit in den kleinen Ort Schönborn im westlichen Weinviertel, wo sie im idyllischen Gärtnerhaus des Schlosses residiert und ihre Besucherinnen und Besucher empfängt. Wenn sie von ihren Abenteuern in der Ukraine zu erzählen beginnt und gedanklich in die Zeit von Richard Strauss und Herbert von Karajan sowie in die Sommer auf Brioni eintaucht, ersteht ein ganzer Kosmos längst vergangener Lebensart.

Doch „Christl“ Schönborn ist auch im Heute zu Hause, nimmt regen Anteil am modernen Leben und umgibt sich gern mit jungen Künstlerinnen und Künstlern, die zeitweise bei ihr in Schönborn wohnen. Nicht nur für sie ist Christiana Schönborn-Buchheim eine faszinierende Persönlichkeit, der man gerne zuhört.

„Die letzte Salonière“ ist in der ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) sowohl als Live-Stream als auch sieben Tage lang nach der TV-Ausstrahlung als Video-on-Demand abrufbar.

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