Chance auf südatlantisches Schutzgebiet für Wale

Greenpeace fordert Internationale Walfangkommission auf, Walschutz zu stärken

Portorož/Wien (OTS) - Von heute bis zum 28. Oktober trifft die Internationale Walfangkommission IWC in der slowenischen Stadt Portorož zentrale Entscheidungen zum Schutz der Wale. Abstimmen sollen die Mitgliedstaaten unter anderem über die Schaffung eines Walschutzgebiets im Südatlantik. Dieses wäre mit 20 Millionen Quadratkilometer etwa so groß wie die USA und Kanada zusammen. Doch Staaten, die den Walfang befürworten, könnten den Beschluss verhindern. Die Umweltschutzorganisation Greenpeace fordert von allen Mitgliedstaaten, darunter auch Österreich, die Schutzmaßnahmen für Wale aufrechtzuerhalten und für das südatlantische Walschutzgebiet zu stimmen.

„Im Südatlantik leben über 50 Walarten. Ein südatlantisches Schutzgebiet wäre ein Meilenstein für den Walschutz“, sagt Meeressprecher Lukas Meus von Greenpeace in Österreich. „Die Mitgliedstaaten dürfen sich hier nicht auf die Seite der Walfänger stellen.“ Argentinien, Brasilien, Gabun, Südafrika und Uruguay haben den Vorschlag für das Schutzgebiet bei der IWC eingereicht: Dieses erstreckt sich vom Schutzgebiet der Antarktis bis zum Äquator.

Für einen Beschluss ist eine Dreiviertelmehrheit bei der entsprechenden Abstimmung notwendig. Im Jahr 2014 verfehlte der Antrag mit 69 Prozent Zustimmung nur knapp die notwendige Mehrheit. Verantwortlich dafür waren Länder, die den Walfang befürworten. Die japanische Regierung beispielsweise versucht das seit 30 Jahren bestehende Walfangmoratorium durch Ausnahmen aufzuweichen und gibt vor, die Jagd auf Wale in der Antarktis aus wissenschaftlichen Zwecken zu betreiben. Dieser Argumentation hat bereits der Internationale Gerichtshof in Den Haag 2014 eine Absage erteilt. „Walschutz und Meeresschutz gehen Hand in Hand, denn Wale sind für ein intaktes Ökosystem sehr wichtig“, erklärt Meus. „Wir brauchen gesunde Ozeane, keine Rückkehr zum kommerziellen Walfang.“

Die IWC wurde 1946 ins Leben gerufen. 88 Staaten sind heute Mitglieder der Kommission. Die IWC beschäftigt sich neben der Jagd auf Wale auch mit anderen Risikofaktoren für diese Meeressäuger:
Klimawandel, Meeresverschmutzung und Beifang in der Fischerei sind nur einige davon.

Bildmaterial finden Sie unter folgendem Link: http://bit.ly/2ekiOcr Dieses steht unter Angabe der Photo Credits zur einmaligen Nutzung kostenlos zur Verfügung (© Greenpeace / Vorname des Fotografen/Nachname des Fotografen)

Den Link zur Petition zum Schutz der Wale finden Sie unter:
http://meeresschutz.greenpeace.at/wale/

Greenpeace-Sprecherin Gesche Jürgens begleitet das IWC-Treffen in Slowenien und steht für Interviews zur Verfügung. Sie erreichen sie unter:
+49 171 878 7833 oder gesche.juergens@greenpeace.de

Rückfragen & Kontakt:

Lukas Meus
Meeressprecher
Greenpeace CEE in Österreich
Tel.: +43 (0)664 816 97 13
E-Mail: lukas.meus@greenpeace.org

Reka Tercza
Pressesprecherin
Greenpeace CEE in Österreich
Tel.: +43 (0)664 857 45 98
E-Mail: reka.tercza@greenpeace.org

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