• 20.10.2016, 13:51:57
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Automobilimporteure: Kfz-Besitz in Österreich EU-weit am teuersten

Wien (OTS) - „Die wesentlichen Umbrüche in der Automobilbranche
werden sich künftig auch auf das Steuersystem auswirken“, so Günther
Kerle, Sprecher der österreichischen Automobilimporteure heute,
Donnerstag, im Rahmen des GSV-Forums „Wie eine ökologisch und
verkehrspolitisch sinnvolle Kfz-Besteuerung in Zukunft aussieht“ im
Haus der Industrie. Die österreichischen Automobilimporteure sehen
vor allem bei der Gewichtung der unterschiedlichen Steuern
Handlungsbedarf.

„Fakt ist, dass der Besitz eines Kfz, also bevor man auch nur einen
Kilometer gefahren ist oder CO2 ausgestoßen wurde, in Österreich im
Vergleich mit allen anderen EU-Ländern am höchsten besteuert wird“,
so Kerle im Rahmen der Podiumsdiskussion. „Hier muss sich etwas
ändern. Wir befürworten ausdrücklich eine Verschiebung des
Schwerpunktes weg von der Besitz-, hin zur Benutzungsbesteuerung.“
Weiters müsse in Zukunft die CO2-Komponente stärker berücksichtigt
werden. „Das Konzept der motorbezogenen Versicherungssteuer ist
veraltet. Wir sehen den Trend, in Zukunft verstärkt die
CO2-Emissionen als Parameter heranzuziehen. Wesentlich dabei ist,
dass die Veränderungen aufkommensneutral geschehen – die
Gesamtbelastung darf nicht steigen“, forderte der Sprecher der
österreichischen Automobilimporteure nachdrücklich. Drittens erwarte
man sich bei der Besteuerung von alternativ betriebenen Fahrzeugen
Privilegien. Denn neben anderen Fördermaßnahmen, müssten auch
steuerliche Anreize geschaffen werden, damit sich Konsumenten für den
Kauf beispielsweise eines E-Autos entscheiden.

„Im Hinblick auf eine völlige Dekarbonisierung bis 2050 müssen wir
aber realistisch bleiben. Den Gesamtbestand, das bedeutet nicht nur
Neuzulassungen, sondern auch alle Gebrauchtwagen bis 2050
auszutauschen und das nicht nur in Österreich, sondern global, wird
schwierig. Dass das zu schaffen ist, wird heute noch kaum ein
Hersteller unterschreiben. Konventionell betriebene Fahrzeuge werden
noch lange ihre Berechtigung haben“, so Kerle. Offen bliebe auch
weiterhin, ob die Elektromobilität endgültig den Stein der Weisen
darstellt und verwies in diesem Zusammenhang u.a. auf Entwicklungen
beim Wasserstoffantrieb.

Der Arbeitskreis der Automobilimporteure stellt eine eigens geregelte
Interessenvertretung innerhalb der Industriellenvereinigung dar.
Mitglieder sind die österreichischen Automobilimporteure und die
Vertriebsgesellschaften der internationalen Automobilhersteller.

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