• 19.10.2016, 10:38:11
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  • OTS0053

Pein: Einheitswert-Reform sichert bewährtes System für Zukunft

Besteuerung nach Verkehrswert wäre Besteuerung von bäuerlicher Substanz

Utl.: Besteuerung nach Verkehrswert wäre Besteuerung von bäuerlicher
Substanz =

Wien (OTS) - "Einheitswerte und die Einkommensteuerpauschalierung
sind Eckpfeiler der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen unserer land-
und forstwirtschaftlichen Betriebe. Die bisherigen Einheitswerte aus
1988 waren nicht mehr aktuell und wurden nicht mehr als
Besteuerungsgrundlage akzeptiert. Daher wurde die
Einheitswert-Hauptfeststellung 2014 durchgeführt, um den Einheitswert
für die Zukunft abzusichern. Ohne diese Reform wäre es zu einer
Besteuerung auf Basis von Verkehrswerten gekommen, was für die
ohnehin schwer unter Druck stehenden bäuerlichen Betriebe
existenzbedrohend gewesen wäre. Mit der Reform wurde sichergestellt,
dass auch in Hinkunft der Einheitswert, also der Ertrag und nicht der
Verkehrswert von Acker, Grünland oder Forst, als Steuergrundlage
dient." Dies erklärte heute Maria Pein, Vorsitzende des Ausschusses
für Rechts-, Steuer- und Sozialpolitik der LK Österreich sowie
Vizepräsidentin der LK Steiermark.

Keine Substanzbesteuerung

"Basis einer nachhaltigen Land- und Forstwirtschaft ist das
bäuerliche Eigentum. Jede Steuer oder Abgabe, die nicht auf dem
Ertrag, sondern auf dem Verkaufswert der agrarischen Grundstücke
aufbaut, ist eine Form der Substanz-Besteuerung und wird von uns
strikt abgelehnt. Für die Bauern ist Grund und Boden nicht
Selbstzweck, sondern Grundlage ihrer wirtschaftlichen Tätigkeit. Die
bäuerliche Landwirtschaft in Österreich definiert sich nicht über den
Verkauf von Äckern, Wiesen oder Wäldern, sondern über deren
nachhaltige Bewirtschaftung. Deshalb ist das Einheitswertsystem für
uns so wichtig und deshalb haben wir es reformiert, um es weiterhin
anwenden zu können. Denn es ist Basis für eine ganze Reihe von
Steuern und Abgaben", so Pein.

Druck auf Landwirtschaft

"Der Druck auf die bäuerliche Landwirtschaft wird in den nächsten
Jahren noch weiter zunehmen. Wachsende Volatilität der Agrarmärkte,
stärker werdender Einfluss des Klimawandels, weniger EU-Finanzmittel
in der laufenden Periode, Konzentration auf der Lieferantenseite,
zunehmender Preisdruck auf der Abnehmerseite sowie unverändert hohe
Kosten für Vorleistungen, wie Energie, Düngemittel, Treibstoff etc.,
wirken sich in Summe gesehen negativ auf die Einkommen der Betriebe
aus, wie der viermalige Einkommensrückgang zeigt. In einer solchen
Situation brauchen die Betriebe mit den Einheitswerten
beziehungsweise der Pauschalierung eine stabile Basis der
Besteuerung", erklärte Pein.
(Schluss)

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