• 17.10.2016, 09:09:44
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  • OTS0019

Deloitte Studie: Viele KMU haben Aufholbedarf bei Digitalisierung und Automatisierung des Rechnungswesens

Wien (OTS) - Die überwiegende Mehrheit der österreichischen KMU hat
die Wichtigkeit der Digitalisierung für ihren Geschäftsalltag
grundsätzlich erkannt. Der Digitalisierungsgrad der einzelnen
Unternehmen ist aber noch sehr unterschiedlich und es besteht häufig
Aufholbedarf. Gerade im Rechnungswesen werden viele Prozesse
weiterhin analog und ineffizient abgewickelt. Diese Ergebnisse
liefert eine aktuelle Deloitte Umfrage unter österreichischen
Mittelstandsunternehmen.

Die Digitalisierung ist bei den österreichischen KMU angekommen: 95 %
halten dieses Thema für wichtig. Auch gehen fast alle Befragten davon
aus, dass Automatisierung und Digitalisierung in zehn Jahren eine
sehr große Rolle spielen werden.

„Die österreichischen Mittelstandsunternehmen haben verstanden, dass
die Digitalisierung ihre Geschäftswelt nachhaltig verändern wird“,
erklärt Gerald Vlk, Partner bei Deloitte Österreich. „Diese
Erkenntnis muss nun ihren Niederschlag im unternehmerischen Alltag
finden. Gerade im Rechnungswesen gibt es Verbesserungsbedarf.“

Mehr als die Hälfte der Unternehmen druckt beispielsweise bereits
digital erstellte Eingangs- und Ausgangsrechnungen immer noch aus.
„Die Vereinfachungen, die die Digitalisierung mit sich bringen kann,
werden häufig noch zu wenig genutzt. Deshalb bewirken vereinzelte
digitalisierte Arbeitsschritte heute noch oft Mehraufwand statt Zeit-
und Kostenersparnis“, analysiert Gerald Vlk.

Prozessmodernisierung entscheidend für digitalen Fortschritt

Der effektiven Umsetzung der Digitalisierung muss eine Modernisierung
der gesamten Prozesse vorangehen. Einzelne Modernisierungsschritte
allein können zu gegenteiligen Effekten führen. Eine erhebliche
Optimierung kann die E-Rechnung bringen. Darin sehen auch 65 % der
Studienteilnehmer das größte Zukunftspotenzial.

Hindernisse bei Digitalisierung

Deloitte identifiziert eine Reihe von Hindernissen, die eine
schnellere Digitalisierung im Rechnungswesen behindern. Die große
Auswahl an technischen Lösungen und Systemanbietern macht es
schwierig, den Marktüberblick zu behalten und die richtige Wahl zu
treffen.

Das erforderliche (IT-)Know-how ist in den mittelständischen
Unternehmen oft noch nicht ausreichend vorhanden. Die Unternehmen
sehen sich mit einem Mangel an qualifizierten Mitarbeitern
konfrontiert. „Wir brauchen dringend eine zeitgemäße Ausbildung für
den Bereich Rechnungswesen. Ansonsten scheitert der Fortschritt
bereits an der Basis“, warnt Katrin Demelius, Managerin bei Deloitte
Österreich.

Die Gesetzgebung hat auch bisher nur vereinzelt die entsprechenden
verpflichtenden Rahmenbedingungen geschaffen. Gerade bei digitalen
Dokumenten herrscht noch viel Rechtsunsicherheit.
Investitionsentscheidungen in Zusammenhang mit Digitalisierung und
Automatisierung müssen heute unter mehrfacher Unsicherheit getroffen
werden. Da gibt es vor allem auf EU-Ebene Handlungsbedarf“, so Katrin
Demelius.

Vorteile durch digitalisiertes Rechnungswesen

Ein hoher Digitalisierungsgrad kann Wettbewerbsvorteile für die
Unternehmen bringen. Durch eine gut durchdachte Digitalisierung wird
ein automatisiertes Rechnungswesen erst ermöglicht. Der Nutzen
digitaler Daten ist vielfältig: Digitale Belege bringen Zeitersparnis
und erleichtern Arbeitsprozesse, das Ablagewesen wird vereinfacht und
die Transparenz erhöht. „Die Vorteile liegen auf der Hand,
entscheidend sind auf die individuellen Bedürfnisse der Unternehmen
abgestimmte Lösungen“, erklärt Gerald Vlk abschließend.

Über die Studie „Automatisierung und Digitalisierung im
Rechnungswesen“

Deloitte Österreich hat mit der Studie erstmals den Stand der
Automatisierung und Digitalisierung im Rechnungswesen
österreichischer Mittelstandsunternehmen erhoben. 136 Unternehmen
haben im Juli und August 2016 an der Umfrage teilgenommen. Zusätzlich
wurden mit ausgewählten Unternehmen Tiefeninterviews geführt. Die
befragten Unternehmen kommen aus einem breiten Mix an Branchen.

Zum Download:

Deloitte Studie Automatisierung und Digitalisierung im Rechnungswesen
bit.ly/2e2tb2F

Foto Gerald Vlk Credits APA Hinterramskogler
bit.ly/2e2WEvn

Foto Katrin Demelius Credits Deloitte Österreich
bit.ly/2ez5AsT

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