- 16.10.2016, 08:00:17
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„profil“: Studie: Hohe Radikalisierungsgefahr unter jungen Muslimen
Ein Drittel der Befragten im Umfeld der Jugendzentren hegt starke Sympathien für den Dschihadismus
Utl.: Ein Drittel der Befragten im Umfeld der Jugendzentren hegt
starke Sympathien für den Dschihadismus =
Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin „profil“ in seiner am Sonntag
erscheinenden Ausgabe berichtet, ist ein Drittel der jungen
männlichen Muslime akut gefährdet, sich zu radikalisieren. Sie hegen
laut einer Studie im Auftrag der Stadt Wien, für die im Winter
2014/2015 insgesamt 400 Personen im Umfeld von Jugendzentren befragt
wurden, starke Sympathien für den Dschihadismus, bejahen Gewalt, wenn
es um Religion oder Ehre geht, und stehen der westlichen Kultur
feindselig gegenüber. Unter jugendlichen Tschetschenen trifft das
sogar auf jeden Zweiten zu, unter Türken auf jeden Vierten. Ein
weiteres Drittel der Burschen schwankt zwischen einer radikalen und
liberalen Einstellung, der Rest wird als liberal und gemäßigt
eingestuft. Unauffällig sind die muslimischen Mädchen.
Stark ausgeprägt unter jugendlichen Muslimen sind auch Homophobie
und Antisemitismus: 47 Prozent lehnen Juden ab, 60 Prozent
Homosexuelle.
Integrationsstadträtin Sandra Frauenberger sieht die Studie als
Zeichen dafür, dass „wir hinschauen und aktiv sind“. Sie will die
Jugendarbeit weiter ausbauen, die Eltern stärker in die Pflicht
nehmen und in Schulen die Aufklärung über Demokratie und Diversität
forcieren.
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