- 14.10.2016, 13:40:01
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Mitterlehner: Chancen von Handelsabkommen und Digitalisierung nützen
Dreiertreffen der Wirtschaftsminister - Schweiz und Liechtenstein bestätigen gute Erfahrungen mit Freihandelsabkommen

Utl.: Dreiertreffen der Wirtschaftsminister - Schweiz und
Liechtenstein bestätigen gute Erfahrungen mit
Freihandelsabkommen =
Wien (OTS/BMWFW) - "Gut gemachte Freihandelsabkommen führen zu einer
Win-Win-Situation. Das gilt vor allem für exportstarke Länder wie
Österreich, die Schweiz und Liechtenstein. Daher ist aus unserer
Sicht auch das Handelsabkommen zwischen der EU und Kanada positiv
entscheidungsreif. Alle Argumente liegen am Tisch", so Vizekanzler
Reinhold Mitterlehner am Freitag bei einer Pressekonferenz anlässlich
des Treffens der deutschsprachigen Wirtschaftsminister aus der
Schweiz, Liechtenstein und Österreich in Wien. Das Handelsabkommen
zwischen der Schweiz und Kanada funktioniere sehr gut und habe die
Wirtschaftsbeziehungen belebt, bestätigte der Schweizer
Bundespräsident Johann Schneider-Ammann. Auch Liechtensteins
Regierungschef-Stellvertreter Thomas Zwiefelhofer betonte, dass
Freihandel für Exportländer eine wichtige Größe sei.
Ein Schwerpunkt des Dreier-Treffens war die weitere Intensivierung
der bewährten Wirtschaftsbeziehungen. "Alle drei Länder weisen eine
positive Wirtschaftsentwicklung vor. Während aber Schweiz und
Liechtenstein nahezu Vollbeschäftigung verzeichnen, ist der
Arbeitsmarkt ein Sorgenkind in Österreich. Umso wichtiger ist es, die
Wirtschaft anzukurbeln und auf Forschung, Innovation und
Digitalisierung zu setzen", sagte Mitterlehner. Auch beim Thema
Digitalisierung sind sich alle drei Minister einig, dass der Wandel
in Richtung "Industrie 4.0" als Chance wahrgenommen werden müsse.
"Die Digitalisierung ist bereits Realität. Wir müssen mit den
entsprechenden Rahmenbedingungen, mehr Qualifikation und beste
Ausbildung darauf reagieren", sagte Mitterlehner.
Gemeinsam wurde auch die Masseneinwanderungsinitiative erörtert, für
die sich die Schweizer im Rahmen einer Abstimmung vor zwei Jahren
entschieden haben. Die Ausgestaltung des Gesetzes, das Ende des
Jahres fertig sein soll, wird auch Auswirkungen auf Grenzgänger in
Österreich und Liechtenstein haben." Derzeit wären rund 45.000
Arbeitnehmer von der künftigen Regelung betroffen, daher hoffe er auf
eine objektive und rationale Vorgehensweise vonseiten der Schweizer
Nachbarn, so Mitterlehner. Österreich werde die Schweiz bei den
entsprechenden Verhandlungen mit der EU unterstützen, um für alle
Seiten eine gute Lösung zu erarbeiten.
Weitere Anstrengungen vonseiten Europas zur Bewältigung der
Flüchtlingsströme sind für alle drei Wirtschaftsminister von enormer
Wichtigkeit. So sei die Schließung der Balkanroute ein richtiger und
notwendiger Schritt gewesen. Zentral bleibe aber der funktionierende
Schutz der EU-Außengrenzen, wie auch verstärkte Solidarität innerhalb
Europas und eine gerechte Aufteilung der Flüchtlinge, sind sich
Mitterlehner, Schneider-Ammann und Zwiefelhofer einig.
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