ATV-Statement zur aktuellen Diskussion der ORF-Gebühren

Martin Gastinger schlägt „Werbeverbot für ORF nach 20 Uhr“ vor

Wien (OTS) - Zur aktuellen Diskussion zwischen dem ORF und dem VÖP stellt ATV-Geschäftsführer Martin Gastinger folgendes fest: „Wir von ATV haben im Gegensatz zum VÖP nichts dagegen, dass der ORF ausreichend Gebühren bekommt. Der Öffentlich-rechtliche soll damit seinem Auftrag in Sachen Bildung, Information und Kultur vollends nachkommen können. Gleichzeitig soll die Politik aber darauf achten, dass der ORF den Privatsendern bei deren Haupteinnahmequelle, also dem Werbegeschäft, künftig nicht noch größere Konkurrenz macht. Das in Deutschland bestehende Werbeverbot nach 20 Uhr könnte auch den ORF in Sachen Quotendruck zur Primetime entlasten. Die grundsätzlich begrüßenswerte bevorstehende Novelle zur Flexibilisierung der Werbezeiten, mit einer Verschiebung der Stundenlimits hin zu Tageslimits, kann für die Privatsender allerdings eine Bedrohung darstellen, wenn der ORF seine Werbezeit zur Primetime bündelt. Mittelfristig muss eine Werbelimitierung kommen, denn der ORF kann nicht sowohl gebührenfinanziert sein, als auch jeden privatwirtschaftlichen Vorteil für sich in Anspruch nehmen.“

Weiterhin bleibt die von Martin Gastinger bei den Mediensprechern der Parteien deponierte Forderung nach einer Abgabe für deutsche Sender, die Werbegelder abziehen ohne Wertschöpfung in Österreich zu generieren, aufrecht. Martin Gastinger: „Eine Abgabe auf die Werbegelder von Fenstersendern ohne Wertschöpfung soll eingehoben und umgehend auf all jene Medien verteilt werden, die Wertschöpfung in Österreich generieren, Sendungen produzieren und Journalisten beschäftigen.“

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