- 13.10.2016, 12:06:20
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Grüne: „Finanzielles Eigentor beim Klagenfurter EM-Stadion war vorprogrammiert“
Rechnungshof bestätigt das EM-Stadion-Fiasko, vor dem die Grünen bereits 2004 gewarnt haben
Utl.: Rechnungshof bestätigt das EM-Stadion-Fiasko, vor dem die
Grünen bereits 2004 gewarnt haben =
Klagenfurt (OTS) - Der heutige Kontrollausschuss des Kärntner
Landtages beschäftigte sich mit dem Rechnungshofbericht zum
Klagenfurter EM-Stadion. „Die Erkenntnisse des Rechnungshofs sind
haarsträubend, aber wenig überraschend, schließlich war das
finanzielle Eigentor, den uns die damalige Regierung eingebrockt hat,
vorhersehbar und vorprogrammiert“, so die Klubobfrau der Grünen im
Kärntner Landtag, Barbara Lesjak.
Bereits im Jahr 2004 warnten wir Grünen eindringlich davor, die
Landeshauptstadt durch einen Stadion-Neubau für die
Europameisterschaft (EM) 2008 in ein finanzielles Desaster zu
stürzen. Nun liegen die Zahlen des Landesrechnungshofes auf dem
Tisch. „Wir Grünen haben leider Recht behalten: Das Klagenfurter
Stadion ist genau das geworden, wovor wir immer gewarnt haben – ein
Millionengrab für die SteuerzahlerInnen. Politischer Größenwahn,
fehlende Transparenz, ein nicht vorhandenes Nachnutzungskonzept nach
der EM sowie das gebrochene Versprechen, das Stadion auf 12.000
Plätze zurück zu bauen gepaart mit der Fehlentscheidung der damaligen
FPÖ, ÖVP und SPÖ zur Permanentmachung haben dazu geführt, dass die
Kosten für die SteuerzahlerInnen total aus dem Ruder gelaufen sind“,
fassen die Klubobfrau Barbara Lesjak und der Klagenfurter Gemeinderat
und Obmann des Klagenfurter Kontrollausschusses, Thomas
Winter-Holzinger, zusammen.
„Trotz Katerstimmung sind wir froh, dass durch den
Rechnungshofbericht endlich Licht in die dunklen Finanzierungskanäle
gelangt ist“, betont Winter-Holzinger. „Das Traurige ist aber, dass
die Klagenfurter SteuerzahlerInnen für das riesige Mahnmal
politischer Fehlentscheidungen noch viele Jahre zahlen werden: Der
Abgang bei den Betriebskosten beträgt rund eine Million Euro
jährlich. Eine große Summe, die der Stadt für andere wichtige
Investitionen abgeht“, rechnet der Grüne Gemeinderat vor. „Bleibt zu
hoffen, dass die politischen MitbewerberInnen aus der Causa Stadion
ihre Lehren gezogen haben und sich ein solch finanzielles Desaster
nie mehr wiederholt.“
(Schluss)
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