Stronach/Dietrich: Nur ein Nein zu CETA unterstreicht Glaubwürdigkeit Kerns

Freihandelsabkommen bedroht regionale Arbeitsplätze, bevorzugt transnationale Großkonzerne

Wien (OTS) - „Die einzige Frage, die man sich stellen muss, ist:
Werden dadurch Arbeitsplätze vernichtet oder geschaffen? Und laut einer aktuellen Studie der amerikanischen Tufts University in Boston werden bis zum Jahr 2023 allein in Europa 200.000 Arbeitsplätze vernichtet, in Kanada 30.000“, sprach sich Team Stronach Arbeits- und EU-Sprecherin Waltraud Dietrich in ihrem Debattenbeitrag klar gegen das Freihandelsabkommen CETA aus. Am Beispiel Brexit könne man sehen, wie hoch bereits die EU-Skepsis und das -Misstrauen in der Bevölkerung sind. „Die kanadische Handelsministerin hat gesagt: Die Globalisierung ist die entscheidende Frage der Gesellschaft. Wir müssen uns die Frage stellen, wie weit wir diese vorantreiben wollen – ganz im Bewusstsein, dass es viele, viele Verlierer geben wird. Daher sollten wir nicht blind und blauäugig sein und ein Abkommen abschließen, ohne es zuvor kritisch zu hinterfragen“, so Dietrich.

Die Team Stronach Mandatarin kritisierte, dass es sich bei CETA um ein lebendiges Abkommen handle, welches auch fernab aller Parlamente dynamisch weiterentwickelt wird. „Hier habe ich ganz klar die Sorge, dass es Parallelstrukturen für transnationale Konzerne gibt, die über die Länder hinweg sich jene Rahmenbedingungen schaffen, die sie benötigen, um den größtmöglichen Gewinn zu ziehen – und nicht um Arbeitsplätze in den Ländern zu schaffen.“ Angesichts der 400.000 Arbeitslosen in Österreich wäre es notwendig, Wege zu finden, Jobs zu kreieren; „Wege, wie wir die Wirtschaft stärken und wie wir den Menschen eine Zukunftsperspektive schaffen können.“ Dietrich appellierte daher an Bundeskanzler Christian Kern, im EU-Rat gegen CETA zu stimmen: „Jetzt legen Sie die Nagelprobe für Ihre Glaubwürdigkeit als Bundeskanzler ab. Nun werden wir sehen, wie ernst Sie das Votum Ihrer Parteikollegen nehmen. Wir als Team Stronach sind klar gegen CETA!“

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