Windbüchler: Mädchen gehören in die Schule, nicht ins Ehebett

Grüne: Mädchen vor Zwangsverheiratung schützen, Bildung ermöglichen

Wien (OTS) - "Am heutigen internationalen Mädchentag ist es wieder wichtig, auf die Situation von Millionen Mädchen hinzuweisen, die verheiratet werden, bevor sie 18 Jahre alt sind. Derzeit erlaubt es die Gesetzgebung in rund 50 Ländern, dass Mädchen unter 15 Jahren heiraten. Gerade für so junge Mädchen stellt die daraus resultierende Teenagerschwangerschaft ein erhebliches gesundheitliches Risiko dar, denn eine Schwangerschaft die eintritt, bevor der Körper eines Mädchens voll ausgebildet ist, ist für Mutter und Kind gefährlich", sagt Tanja Windbüchler, Außen- und Entwicklungspolitische Sprecherin der Grünen.

Verschiedene Studien zu Mädchenausbildung und Zwangsehe bestätigen die Zahlen. Es werden jeden Tag rund 39.000 Mädchen zur Ehe gezwungen. Das heißt, dass alle zwei Sekunden eine Kinderehe geschlossen wird. Gleichzeitig gehen über 60 Millionen Mädchen nicht zur Schule. Jedes neunte Mädchen wird verheiratet, bevor es 15 wird. Hauptursachen für die Kinderehe werden vor allem in sozialen Normen, die junge Mädchen abwerten, im Mädchenhandel, den Abhängigkeiten von Mitgift sowie in den Bürgerkriegen wie in Afghanistan, Mali oder Syrien gefunden.

"Mädchen gehören in die Schule, nicht ins Ehebett", ist Tanja Windbüchler überzeugt, dass aktive Außen-und Entwicklungspolitik vonseiten Österreichs diesen gewaltvollen, zukunftsraubenden, männerdominiert traditionellen Verhaltensweisen Einhalt geboten werden kann. "Bildung für Mädchen bedeutet eine große Ressource für das eigene Land aber auch für die Verbesserung der Situation und der Selbständigkeit von Mädchen und jungen Frauen. Armutsverminderung und Gleichstellungspolitik sind klare UNO-Ziele in der Agenda 2030. Österreich hat hier einen aktiven und nachhaltigen Beitrag zu leisten."

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