- 10.10.2016, 16:24:29
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FSG/GÖD: Richard Holzers Rückblick auf 35 Jahre Gewerkschaftsarbeit
Hohe Auszeichnungen für Holzer und Korecky
Utl.: Hohe Auszeichnungen für Holzer und Korecky =
Wien (OTS) - Der scheidende Vorsitzende der FSG/GÖD, Richard Holzer,
blickte bei der 17. FSG/GÖG Bundeskonferenz im Austria Center Vienna
„statt eines Berichtes des Vorstandes“ auf 35 Jahre als Mitglied im
GÖD-Vorstand und 23 Jahre als Fraktionsvorsitzender zurück. Gleich zu
Beginn sei er sozusagen vor Großem gestanden, Gehaltsverhandlungen
mit Bruno Kreisky.++++
Aus seiner langen Karriere hob er zwei „besondere Momente“ hervor.
Die Gehaltsverhandlungen 2013 und die jüngste Besoldungsreform. Die
Verhandlungen im Herbst 2013 waren besonders schwierig. Die GÖD rief
kurzfristig zu einer großen Demonstration auf, am Ballhausplatz in
Wien. Holzer: „Nur ein verlängertes Wochenende brauchten wir und mehr
als 40.000 KollegInnen strömten nach Wien. In Sonderzügen und in
Bussen, alles kurzfristigst organisiert.“
Das andere war die totale Besoldungsreform, die 2015 wirksam wurde.
Davor gab es lediglich 1926 und 1969 derartige Reformen. Die
Besoldung wurde vom Dienstklassensystem in ein Vorrückungssystem mit
Funktionszulagen umgestellt. Reformiert wurde auch für
Vertragsbedienstete. Geschaffen wurden eine eigene Pensionskasse
sowie die 6. Urlaubswoche ab dem 43. Lebensjahr. Dazu kamen
Teilzeitarbeit, Sabbatical und der Papamonat.
In seiner Zeit wurden auch Kollektivverträge für die ausgegliederten
Dienststellen und die jährliche Erhöhung der Bezüge geschafft. Im
Bereich der Exekutive ist inzwischen eine akute psychische
Belastungsreaktion als Dienstunfall anerkannt.
Von ÖGB-Präsident Erich Foglar erhielt Richard Holzer die höchste
Auszeichnung des ÖGB verliehen, die Johann-Böhm-Plakette. Sein
ebenfalls scheidender Stellvertreter Peter Korecky erhielt die
ÖGB-Verdienstmedaille in Gold.
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