FP-Fürnkranz: Gipfel ÖBB-Bund-Wien zu Cityjets gefordert

Falsches Konzept, Kapazität der S-Bahn wird mit neuen Cityjets sogar sinken

Wien (OTS) - Bürgermeister Häupl ist gefordert, in der Angelegenheit der dahinsiechenden Wiener S-Bahn endlich aktiv zu werden: „Ich fordere einen S-Bahn-Gipfel mit den ÖBB, dem Verkehrsministerium und den auf Grund absurder Kompetenzaufteilung mittlerweile drei zuständigen Stadträtinnen Vassilakou, Sima und Brauner“, erklärte heute der FPÖ-LAbg. Georg Fürnkranz angesichts der aktuellen Diskussion um die Probleme der Wiener S-Bahn.

Ziel müsse sein, endlich zumindest die Infrastruktur auf der Stammstrecke Meidling-Floridsdorf auf aktuellen sicherungstechnischen Stand zu bringen, damit attraktive Zugfolgen wie bei der U-Bahn möglich werden. Denn wenn infrastrukturseitig nichts geschieht, wird die Kapazität der S-Bahn mit den neuen Cityjets – selbst wenn die einmal uneingeschränkt zugelassen werden sollten - aufgrund der Tücken des für einen attraktiven S-Bahn Betrieb schlecht geeigneten alten Sicherungssystems PZB90 sogar kleiner. „Die Verspätungen werden dann wohl noch mehr anstatt weniger“, befürchtet Fürnkranz.

Daß Wien seit Jahrzehnten, wie zuletzt auch vom Rechnungshof kritisiert, seine U-Bahn an den ÖBB und damit an der S-Bahn vorbeigeplant habe und man sich jahrelang nicht einmal auf gemeinsame Stationsnamen einigen konnte, sei hingegen ein hausgemachtes Problem aufgrund absurder Animositäten. „Laut aktueller Planung würde etwa die U5 in Sichtweite der S45 am Elterleinplatz ‚verenden‘ anstatt eine wertvolle Verknüpfung darzustellen“, kritisiert Fürnkranz eine neue drohende Fehlplanung.

Wichtig sei daher:

1. Die gesamte weitere Planung des hochrangigen S-und U-Bahnnetzes zwischen Bund, ÖBB und Land gemeinsam bzw. abgestimmt zu planen und umzusetzen
2. Die umgehende Modernisierung zumindest der Stammstrecke mit einem modernen Sicherungssystem, das Zugfolgen etwa wie bei der U-Bahn und damit einen attraktiven Fahrplan zuläßt
3. Zeitgemäße Fahrzeuge, die dank Barrierefreiheit, vieler Türen und hohen Beschleunigungsvermögens einen entsprechend attraktiven Betrieb ermöglichen
4. Ein korrigiertes VOR-Tarifsystem, mit dessen Hilfe die durch die exorbitanten Preiserhöhungen abgeschreckten Pendler aus Wien Umgebung zurückgewonnen werden können
5. Die Einbeziehung von unabhängigen internationalen Experten, um verkrustete Entscheidungsprozesse endlich aufzubrechen.
Als ersten Schritt hält Fürnkranz eine breit angelegte Konferenz unter Einbeziehung aller Entscheidungsträger, Experten aber auch der Öffentlichkeit und Opposition für dringend notwendig. „Die Beteiligten sollen sich überwinden, über den Zaun ihres ‚Schrebergartens‘ zu blicken und Strukturen für eine koordinierte Optimierung des hochrangigen ÖV-Netzes schaffen“, so Fürnkranz abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

FPÖ Wien
nfw@fpoe.at
www.fpoe-wien.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NFW0001