- 10.10.2016, 12:58:44
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FP-Fürnkranz: Gipfel ÖBB-Bund-Wien zu Cityjets gefordert
Falsches Konzept, Kapazität der S-Bahn wird mit neuen Cityjets sogar sinken
Utl.: Falsches Konzept, Kapazität der S-Bahn wird mit neuen Cityjets
sogar sinken =
Wien (OTS) - Bürgermeister Häupl ist gefordert, in der Angelegenheit
der dahinsiechenden Wiener S-Bahn endlich aktiv zu werden: „Ich
fordere einen S-Bahn-Gipfel mit den ÖBB, dem Verkehrsministerium und
den auf Grund absurder Kompetenzaufteilung mittlerweile drei
zuständigen Stadträtinnen Vassilakou, Sima und Brauner“, erklärte
heute der FPÖ-LAbg. Georg Fürnkranz angesichts der aktuellen
Diskussion um die Probleme der Wiener S-Bahn.
Ziel müsse sein, endlich zumindest die Infrastruktur auf der
Stammstrecke Meidling-Floridsdorf auf aktuellen sicherungstechnischen
Stand zu bringen, damit attraktive Zugfolgen wie bei der U-Bahn
möglich werden. Denn wenn infrastrukturseitig nichts geschieht, wird
die Kapazität der S-Bahn mit den neuen Cityjets – selbst wenn die
einmal uneingeschränkt zugelassen werden sollten - aufgrund der
Tücken des für einen attraktiven S-Bahn Betrieb schlecht geeigneten
alten Sicherungssystems PZB90 sogar kleiner. „Die Verspätungen werden
dann wohl noch mehr anstatt weniger“, befürchtet Fürnkranz.
Daß Wien seit Jahrzehnten, wie zuletzt auch vom Rechnungshof
kritisiert, seine U-Bahn an den ÖBB und damit an der S-Bahn
vorbeigeplant habe und man sich jahrelang nicht einmal auf gemeinsame
Stationsnamen einigen konnte, sei hingegen ein hausgemachtes Problem
aufgrund absurder Animositäten. „Laut aktueller Planung würde etwa
die U5 in Sichtweite der S45 am Elterleinplatz ‚verenden‘ anstatt
eine wertvolle Verknüpfung darzustellen“, kritisiert Fürnkranz eine
neue drohende Fehlplanung.
Wichtig sei daher:
1. Die gesamte weitere Planung des hochrangigen S-und U-Bahnnetzes
zwischen Bund, ÖBB und Land gemeinsam bzw. abgestimmt zu planen und
umzusetzen
2. Die umgehende Modernisierung zumindest der Stammstrecke mit einem
modernen Sicherungssystem, das Zugfolgen etwa wie bei der U-Bahn und
damit einen attraktiven Fahrplan zuläßt
3. Zeitgemäße Fahrzeuge, die dank Barrierefreiheit, vieler Türen und
hohen Beschleunigungsvermögens einen entsprechend attraktiven Betrieb
ermöglichen
4. Ein korrigiertes VOR-Tarifsystem, mit dessen Hilfe die durch die
exorbitanten Preiserhöhungen abgeschreckten Pendler aus Wien Umgebung
zurückgewonnen werden können
5. Die Einbeziehung von unabhängigen internationalen Experten, um
verkrustete Entscheidungsprozesse endlich aufzubrechen.
Als ersten Schritt hält Fürnkranz eine breit angelegte Konferenz
unter Einbeziehung aller Entscheidungsträger, Experten aber auch der
Öffentlichkeit und Opposition für dringend notwendig. „Die
Beteiligten sollen sich überwinden, über den Zaun ihres
‚Schrebergartens‘ zu blicken und Strukturen für eine koordinierte
Optimierung des hochrangigen ÖV-Netzes schaffen“, so Fürnkranz
abschließend.
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