• 09.10.2016, 19:00:01
  • /
  • OTS0047

„Bewusst gelenkt statt abgelenkt“

Die Verkehrssicherheitskampagne des ORF NÖ, des Landes NÖ und ihrer Partner ab Montag, 10. Oktober 2016

Utl.:
Die Verkehrssicherheitskampagne des ORF NÖ, des Landes NÖ
und ihrer Partner ab Montag, 10. Oktober 2016 =

St. Pölten (OTS) -

Überhöhte Geschwindigkeit, zu geringer Abstand, aggressives
Verhalten und zu wenig Rücksichtnahme: Das sind die Folgen von
Ablenkung am Steuer, die für 40% aller Unfälle auf Österreichs
Straßen – 13.000 insgesamt pro Jahr – verantwortlich sind.

Dazu kommen Tag für Tag unzählige gefährliche Situationen – wer
etwa mit Tempo 50 „nur“ drei Sekunden auf das Smartphone statt auf
die Straße schaut, ist bereits 42m „im Blindflug“ unterwegs. Mit 130
km/h auf der Autobahn sind es in drei Sekunden sogar 108m...

*Bewusstsein schärfen mit Reportagen und Aktionstagen

Der ORF Niederösterreich startet daher am Montag, 10. Oktober 2016
die Kampagne „Bewusst gelenkt statt abgelenkt“ für mehr
Verkehrssicherheit:

In „NÖ heute“ (19.00 Uhr, ORF 2), auf Radio Niederösterreich und
im Internet auf noe.orf.at werden bis zum 30. Oktober anhand
konkreter Beispiele die wichtigsten Gefahrenquellen und ihre Folgen
aufgezeigt; Verkehrsteilnehmer erzählen von ihren Erfahrungen und
Erlebnissen, Experten erklären die rechtlichen Bestimmungen und geben
Tipps für sicheres Verhalten.

Dazu kommen drei Aktionstage: Am Donnerstag, 13.10. in
Mödling(Schrannenplatz) und am Montag, 24.10. in St. Pölten
(Radioplatz) können Interessierte jeweils von 9 bis 12 Uhr an von
ÖAMTC und Kuratorium für Verkehrssicherheit betreuten Ständen selbst
die Auswirkungen von Ablenkung auf spielerische Weise erleben – über
einen Reaktions-Simulator, mithilfe der so genannten „Rausch-Brille“
und auf einem überdimensionalen „Ablenkungsteppich“.

Und am Mittwoch, 19.10. haben 40 Hörerinnen und Hörer von Radio
Niederösterreich die Chance, ihr eigenes Fahrverhalten und ihre
Reaktion bei Ablenkungen einen ganzen Tag lang im ausführlichen (und
mit einigen Überraschungen versehenen) ÖAMTC-Fahrtechniktraining auf
dem Wachauring in Melk zu überprüfen.

*Lange Tradition der Verkehrssicherheits-Aktionen

Fragen der Verkehrssicherheit sind regelmäßig Bestandteil der
redaktionellen Berichterstattung im ORF Landesstudio
Niederösterreich.

Darüber hinaus initiiert und begleitet der ORF Niederösterreich
seit vielen Jahren mehrwöchige Kampagnen – u.a. zur Temporeduktion im
Ortsgebiet, für Kindersicherheit im Auto, zum Tragen von Schutzhelmen
am Fahrrad, gegen Alkohol am Steuer, gegen Drängler und für das
Rechtsfahren auf Autobahnen sowie gegen Aggression im Straßenverkehr.

In diesem Jahr wird die Aktion „Bewusst gelenkt statt abgelenkt“
vom ORF Niederösterreich, dem Land Niederösterreich und ihren
Partnern NÖN, ÖAMTC, Kuratorium für Verkehrssicherheit, Polizei NÖ
und Sicherheitsforum NÖ getragen.

*Landeshauptmann Pröll: „Ablenkung ist kein Kavaliersdelikt“

Für ORF NÖ-Landesdirektor Norbert Gollinger ist es Ziel der
Aktion, das Bewusstsein der Verkehrsteilnehmer zu schärfen: „Wir
wollen die Autofahrer wachrütteln. Denn abgelenkt fahren ist keine
Lappalie, keine Kleinigkeit, keine Lächerlichkeit – sondern sehr,
sehr gefährlich für andere Verkehrsteilnehmer und für einen selbst...
und kann letztlich im Falle eines Unfalls tödlich enden“.

Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll hofft, dass derartige Kampagnen
die Zahl der Unfälle, der Verletzten und Toten im Straßenverkehr zu
reduzieren helfen. Sein Appell: „Sobald ich die Hand aufs Lenkrad
gebe, muss auch der Kopf dabei sein.“ Sicheres Fahren sei keine
Selbstverständlichkeit, daher „ist es notwendig, aufzurütteln und die
Augen dafür zu öffnen, was passieren kann, wenn man unaufmerksam
ist.“

Sich während der Fahrt abzulenken, so der Landeshauptmann, „ist
kein Kavaliersdelikt, sondern kann unter Umständen ein tödliches
Manöver sein“.

*Hauptgefahr mobile Geräte

„Es betrifft natürlich jeden, aber vor allem Jugendliche, weil vor
allem sie mit modernen Geräten unterwegs sind, die Ablenkungen
verursachen“, sagt Dr. Othmar Thann, Geschäftsführer des Kuratoriums
für Verkehrssicherheit. „Den meisten Autofahrern ist gar nicht
bewusst, wie gefährlich Ablenkung ist... und hier kann so eine
Kampagne dazu führen, dass die Menschen zumindest einmal ein ‚Klick‘
hören und sagen: Aha, da gibt es offensichtlich etwas, ich sollte
mich damit auseinandersetzen“.

Ähnlich auch die Hoffnung von Willy Konrath von der
Verkehrsabteilung der Polizei NÖ: „Uns ist es wichtig, dass das
bewusste Lenken eines Fahrzeuges nicht mehr Nebensache ist, sondern
wieder zur Hauptsache wird. Jeder, der ein Fahrzeug lenkt, muss sich
bewusst sein, dass er Verantwortung für sein eigenes Leben und das
Leben der Umwelt hat.“

*Mehr als 130 Ablenkungen

Experten haben insgesamt mehr als 130 verschiedene Formen der
Ablenkung ermittelt – von der Nutzung elektronischer Geräte während
der Fahrt über Streitgespräche bis hin zu Essen und Trinken oder dem
Lesen von Unterlagen.

Welche drastischen Auswirkungen das haben kann, „werden Autofahrer
bei einem Aktionstag im ÖAMTC-Fahrtechnikzentrum in Melk im
Praxistest erfahren“, erklärt Niederösterreich-Direktor Robert Menzl
vom ÖAMTC: „Da wird schnell klar, dass auch die geringste, die
kürzeste Ablenkung – etwa der Schluck aus der Wasserflasche –
unheimlich negative Konsequenzen haben kann. Genau dort müssen wir
ansetzen...“

Auf Aufklärung setzt auch Karl Hinterwallner vom Sicherheitsforum
Niederösterreich: „Das bedeutet, primär nicht zu strafen, sondern
Autofahrer an Ort und Stelle anzuhalten und sie zu fragen, warum sie
sich ablenken, warum sie beispielsweise ein Handy am Steuer
verwenden“.

Medienpartner der Aktion sind die NÖN – Chefredakteur Martin
Gebhart: "Wir können den Autofahrern nicht die Verantwortung
abnehmen, aber wir können auf die Gefahren hinweisen. Deswegen ist so
eine Aktion wichtig und deswegen sind wir auch dabei“.

Er selbst, sagt Martin Gebhart, mache immer wieder die Erfahrung,
dass sich Autofahrer speziell auf Autobahnen mehr mit dem Handy
beschäftigen als mit dem Straßenverkehr. „Ob sie es bewusst eingehen,
weiß ich nicht – aber es ist ein gefährliches Risiko und davor man
muss warnen und etwas dagegen tun. Wir werden die Aktion daher mit
Reportagen begleiten.“

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NOA

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel