• 09.10.2016, 11:19:01
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  • OTS0019

Haiti: Zerstörung nach Hurrikan größer als befürchtet – Diakonie Katastrophenhilfe vor Ort aktiv

Hungerkrise und Ausbruch einer Choleraepidemie werden befürchtet

Utl.: Hungerkrise und Ausbruch einer Choleraepidemie werden
befürchtet =

Wien/Port au Prince (OTS) - Hurrikan Matthew ist am 4. Oktober 2016
auf den Südwesten der Karibikinsel Haiti getroffen. Seine langsame
Zuggeschwindigkeit und extrem große Regenmengen haben zu schweren
Überflutungen geführt.
Unklarheit herrscht noch über die Zahl der Todesopfer. Offiziell
wurden bislang mehr als 336 Tote bestätigt. Inoffizielle Meldungen
gehen derzeit von mehr als 900 Todesopfern aus.

Hungerkrise befürchtet

„Mehr als 750.000 Menschen sind wegen der Überflutungen jedenfalls
auf Not-Hilfe angewiesen, mindestens 60.000 Menschen mussten ihre
Häuser verlassen. Aufgrund zerstörter oder nicht passierbarer Straßen
kommen Hilfskräfte nur schwer in die am schlimmsten betroffenen
Gebiete", berichtet Sylvie Savard, Leiterin des Projektbüros der
Diakonie Katastrophenhilfe in Port-au-Prince. „Außerdem hat der
Hurrikan mit den Feldern und Tieren auch die Lebensgrundlage der
Landbevölkerung fortgespült. Eine Hungerkrise im Land ist deshalb
schon jetzt absehbar", betont Savard.

Hygienekrise führt zu Angst vor Cholera

„Wir müssen auch eine Zunahme der Cholera befürchten", berichtet
Dagmar Lassmann, Leiterin der Diakonie Katastrophenhilfe Österreich.
Sie bezieht sich auf die Meldung von bereits mehr als 28.000 Fällen
in diesem Jahr, schon vor dem Hurrikan. „Durch die Überschwemmungen
hat sich die Trinkwasser- und Hygienesituation in vielen Gebieten
jetzt dramatisch verschlechtert", so Lassmann.

Die Diakonie Katastrophenhilfe ist seit dem Erdbeben 2010 auf der
Insel aktiv und unterstützt bis heute Projekte für den Wiederaufbau
und zur Katastrophenvorsorge. „Dadurch konnte jetzt die Nothilfe über
unser starkes Partnernetzwerk ACT Alliance auch schnell gestartet
werden.
Bereits gestern wurden hunderte Hygienepakete und Notfallspakete mit
Decken und Planen an die Menschen in der Region um Bainet verteilt",
so Lassmann.

Die Diakonie Katastrophenhilfe bittet um Spenden für die
anlaufende Hilfe:

Spendenkonto: Diakonie Katastrophenhilfe
Kennwort: Haiti Hurrikan
IBAN: AT85 2011 1287 1196 6333

Onlinespenden: www.diakonie-katastrophenhilfe.at/spenden

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