- 07.10.2016, 10:55:31
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MA 45: Verbesserter Hochwasserschutz für den Nesselbach in Grinzing
Ein ehemaliges Spülbecken in Wien-Döbling wird saniert und modernisiert
Utl.: Ein ehemaliges Spülbecken in Wien-Döbling wird saniert und
modernisiert =
Wien (OTS/RK) - Ein an der Cobenzlgasse unterhalb des „Krapfenwaldls“
gelegenes ehemaliges Spülbecken wird zu einem
Hochwasser-Rückhaltebecken (Retentionsbecken) für den Nesselbach
umgebaut. Damit wird Grinzing zukünftig besser vor Hochwasser
geschützt. Die Bauarbeiten werden voraussichtlich bis September 2017
dauern. Projektauftraggeber ist die MA 45 – Wiener Gewässer, die
örtliche Bauaufsicht übernimmt die Wildbach- und Lawinenverbauung
(WLV).
Fassungsvermögen des Beckens wird ausgebaut
Die bestehende Mauer des Spülbeckens wird teilweise abgerissen und
eine höhere Stahlbetonmauer errichtet. Mit dem Umbau wird das
Fassungsvermögen des Beckens von 1.600 auf 5.800 Kubikmeter
gesteigert – das bedeutet eine Verbesserung des Hochwasserschutzes
auf ein 100-jährliches Ereignis.
Der Verlauf des Nesselbaches wird durch die Arbeiten nicht
verändert. Der Bach mündet wie bisher nach dem Rückhaltebecken in den
angrenzenden Straßenkanal. Der Kanal kann jedoch bei größeren
Hochwasserereignissen nur einen kleinen Teil des Wassers abführen.
Zukünftig kann das Wasser im neuen Rückhaltebecken gesammelt und
kontrolliert abgeführt werden.
Der Nesselbach
Der Nesselbach ist ein rund ein Kilometer langer Wienerwaldbach,
der in Grinzing zwischen Latisberg und Vogelsangberg in mehreren
Quellen entspringt. Nach einem kurzen oberirdischen Verlauf mündet er
in das ehemalige Spülbecken, das 1900 bis 1903 gebaut wurde und
früher bei Bedarf zum Durchspülen der Kanalisation diente. Das Wasser
des Nesselbaches wird heute über den Bachkanal in den rechten
Sammelkanal des Donaukanals geleitet.
Erfolgreiche Kooperation beim Hochwasserschutz an Wildbächen
Seit dem Jahr 2010 werden im Rahmen einer Kooperation der Wiener
Gewässer - MA 45 mit der Wildbach- und Lawinenverbauung in Österreich
(WLV), einer Dienststelle des Lebensministeriums,
Hochwasserschutzmaßnahmen an den Oberläufen der Wienerwaldbäche
durchgeführt.
Diese Maßnahmen werden vom Bund gefördert, wenn die Stadt Wien den
vorgesehenen Anteil in der Höhe von etwa 40 % des gesamten
Investitionsvolumens übernimmt. Alle Maßnahmen werden in Form eines
Jahresplanes mit der MA 45 festgelegt und umgesetzt. Dazu gehören z.
B. die Errichtung von Hochwasserrechen, die Adaptierung oder
Neuerrichtung von Rückhaltebecken (Retentionsbecken) und die
Errichtung von Hochwassermauern, wie sie in den letzten fünf Jahren
u.a. am Halterbach, am Rosenbach oder am Gütenbach durchgeführt
wurden.
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