El Habbassi: Müssen österreichischen Jungmedizinern Chancen bieten und sie in Österreich halten

ÖVP-Jugendsprecher für Erhalt der Quote - sieht Krankenanstaltsträger in der Pflicht

Wien (OTS/ÖVP-PK) - ÖVP-Jugendsprecher Abg. Asdin El Habbassi BA unterstützt die Forderung von Vizekanzler Wissenschaftsminister Dr. Reinhold Mitterlehner zur Erhaltung der Medizin-Quote für Österreicherinnen und Österreicher. Der Jugendsprecher warnt: „Ohne dieser Regelung werden wir zum Henker unseres eigenen Gesundheitssystems!“

Die Ausbildung im österreichischen Medizinstudium ist top. Das habe ausländische Studentinnen und Studenten schon seit längerem auf den Plan gerufen, hier in den Genuss eines qualitativ hochwertigen Studiums zu kommen. Die 2006 eingeführte Quotenregelung zur Sicherung der österreichischen Gesundheitsversorgung läuft mit Ende dieses Jahres aus. „Ohne diese Regelung wären bereits 2012 über 50 Prozent der Studierenden an den medizinischen Fakultäten deutsche Studenten gewesen. Die Folge bei einem Wegfall dieser Regelung wäre ein Engpass von rund 3.500 Ärztestellen bis 2030“, ortet der ÖVP-Abgeordnete eine Gefahr für das Gesundheitssystem.

In Anbetracht der jüngsten Ausführungen der Ärztekammer steht eine Pensionierungswelle bevor. Die dazu postwendend gefolgten Vorschläge von SPÖ Gesundheitslandesrat Mag. Norbert Darabos sorgen bei El Habbassi jedoch für reinstes Unverständnis: „Durch den Wegfall der Zugangsbeschränkungen sichert man weder das Gesundheitssystem, noch garantiert man mehr österreichische Medizinabsolventen. Die Ursache für den Ärztemangel in Österreich ist nicht die Anzahl der Absolventen, sondern die Attraktivität des Medizinstandorts.“ Die Vorschläge der ÖVP-Burgenland nach einer Förderung für neu niedergelassene Mediziner sowie die Erleichterung zur Errichtung von Gruppenpraxen seien hingegen sinnvolle Mittel zur Steigerung der Attraktivität, so El Habbassi weiter.

Zu den Aussagen des freiheitliche Wissenschaftssprechers Abg. Dr. Andreas F. Karlsböck, der Ausgleichszahlungen von Deutschland fordert, meinte El Habbassi: „Das widerspricht dem Grundgedanken von Mobilität und Internationalität und würde sozusagen ein „Klein-Klein“ im Hochschulwesen fördern.“

In der Pflicht sieht der Abgeordnete hauptsächlich die Krankenanstaltsträger als unmittelbare Arbeitgeber, um Jungmediziner in Österreich zu halten. „Der Krankenanstaltenverbund (KAV) darf sich hier nicht aus der Verantwortung stehlen. Er ist maßgeblich dafür verantwortlich, den Standort zu attraktiveren!“ so der Abgeordnete. (Schluss)

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