• 06.10.2016, 11:00:01
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WINTEC-Preis 2016 geht an Lorm Hand für Taubblinde

Wissenschaftspreis für innovative Projekte von Sozialminister Alois Stöger verliehen

Utl.: Wissenschaftspreis für innovative Projekte von Sozialminister
Alois Stöger verliehen =

Wien (OTS) - Am Donnerstag, 6.Oktober 2016 wurde in feierlichem
Rahmen im Marmorsaal des Sozialministeriums der „Wissenschaftspreis
Inklusion durch Naturwissenschaften und Technik“ (kurz WINTEC) von
Sozialminister Alois Stöger verliehen. Im Beisein von Moderator
Werner Gruber und einer hochkarätigen Jury, zu der unter anderem
Behindertenanwalt Erwin Buchinger und die Rektorin der Technischen
Universität Wien, Sabine Seidler, zählten, wurden die FinalistInnen
ausgezeichnet und die Siegerprojekte präsentiert. ****

1. Platz: Lorm Hand - Tragbare Kommunikationsgeräte für
Taubblinde

Der erste Platz ging an das Projekt „Lorm Hand - Tragbare
Kommunikationsgeräte für Taubblinde“ von Tom Bieling von der
Universität der Künste Berlin. Gemeinsam mit einem Team
internationaler DesignforscherInnen und in Zusammenarbeit mit
“Betroffenen“ entwickelte Tom Bieling ein mobiles Kommunikationsgerät
für taubblinde Menschen, die von unterschiedlichen Formen der
Kommunikation mitunter stark ausgeschlossen sind. „Durch die Lorm
Hand wird die Kommunikation mit der Außenwelt für taubblinde Menschen
deutlich erleichtert. Das Siegerprojekt ist Ausdruck eines
innovativen, an den menschlichen Bedürfnissen orientierten
Forschergeistes und ein wichtiger Schritt hin zu Inklusion und
Teilhabe. Ich gratuliere dem Gewinnerteam ganz herzlich zum
wohlverdienten 1. Platz“, so Sozialminister Stöger. Bei diesem
Kommunikationsgerät handelt es sich um einen Handschuh, mit dessen
Hilfe sich das deutsche Tastalphabet Lorm in digitalen Text
übersetzen lässt und umgekehrt. Mit Hilfe kleiner Sensoren kann der
gelormte Text beispielsweise per SMS oder Email verschickt oder als
Sprachnachricht ausgegeben werden. Umgekehrt kann der Benutzer bzw.
die Benutzerin mit Hilfe kleiner, im Handschuh befindlicher
Vibrationsmotoren empfangene Sprach- oder Textnachrichten haptisch
wahrnehmen.

Den 2. Platz belegte das Team rund um Christoph Veigl, Veronika
David, Martin Deinhofer, und Benjamin Agner vom Technikum Wien und
ihr Projekt „Interaktionshilfen für Menschen mit schweren
Bewegungseinschränkungen“. Der 3. Platz ging an das Team um Michael
Pucher, Bettina Zillinger, Cassia Valentini Botinhao, Junichi
Yamagishi, Dietmar Schabus und Erich Schmid von der Österreichischen
Akademie der Wissenschaften mit dem Projekt „Sprachsynthese von
auditiven Lehrbüchern für blinde Schüler/innen (SALB)“.

Informationen zum WINTEC-Preis

Der WINTEC-Preis wurde 2016 bereits zum zweiten Mal
ausgeschrieben. Gesucht wurden innovative wissenschaftliche Projekte,
die zum Abbau von Barrieren und zur Stärkung des Inklusionsgedankens
beitragen. Dabei wird der Fokus auf Projekte gelegt, die geeignet
sind, das gesellschaftliche Miteinander von Menschen mit und ohne
Behinderung in der Gesellschaft zu fördern und damit die Inklusion
voranzutreiben. Insgesamt wurde heuer ein Preisgeld von 18.000
ausgeschüttet, der 1. Preis ist mit 10.000 Euro dotiert. Designt und
gefertigt wurde der Preis von der geschützten Werkstätte –
Integrative Betriebe Salzburg GmbH.

Detaillierte Informationen zum WINTEC finden Sie unter
www.sozialministerium.at/wintec. (Schluss)

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