• 03.10.2016, 10:32:46
  • /
  • OTS0059

Fachtagung: "Unterm Radar der Kinder- und Jugendhilfe"

Fachtagung österreichischer Jugendamtspsychologinnen und -psychologen zum Thema "Bleibt rituelle Gewalt und organisierte sexuelle Ausbeutung an Kindern verborgen?"

Utl.: Fachtagung österreichischer Jugendamtspsychologinnen und
-psychologen zum Thema "Bleibt rituelle Gewalt und
organisierte sexuelle Ausbeutung an Kindern verborgen?" =

Wien (OTS) - Jugendamtspsychologinnen und -psychologen aus ganz
Österreich treffen einander vom 6. bis 7. Oktober 2016 zu ihrer
jährlichen Fachtagung im Wiener Rathaus. Stadträtin Mag.a Sonja
Wehsely wird die Veranstaltung am 6. Oktober um 9:15 Uhr eröffnen.

Rituelle Gewalt ist eine der schwersten Form der Misshandlung von
Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen, mit dem Ziel die Opfer in
Todesangst zu versetzen und sie mit religiösen Glaubensvorstellungen
zu indoktrinieren. Da die Opfer aus Furcht und Schuldgefühlen
schweigen oder ihnen einfach nicht geglaubt wird, passieren diese
Strafhandlungen mitten unter uns unbemerkt. Die Täter – oft
einflussreiche Personen der Gesellschaft – bleiben unbehelligt,
obwohl es sogar immer wieder zu Kindestötungen kommt.
Die Tagung hat sich zum Ziel gemacht, für zwei Tage einen
Scheinwerfer der Aufmerksamkeit auf dieses finstere Kapitel unserer
Gesellschaft zu werfen, um Personen im Jugendhilfebereich auf diese
für die meisten unbekannte Problematik zu sensibilisieren.

Kurzer Überblick über Referentinnen und Referenten sowie die
Themen(nach der Reihenfolge der Vorträge)

1. Claudia Igney
ist Sozialwissenschaftlerin und berichtet über das in den letzten
Jahren deutlich angewachsene Praxiswissen bezüglich organisierter
ritueller Gewalt. Sie beleuchtet rituelle Gewalt an Kindern im
Spannungsfeld von Parallelwelten, gesellschaftlicher (Ab-)Spaltung
und psychosozialem Arbeitsalltag.

2. Thorsten Becker,
Sozialpädagoge, Sozialarbeiter und systemischer Supervisor erläutert,
dass bewusste und unbewusste Abspaltung des Problems der Rituellen
Gewalt ein häufig anzutreffendes Phänomen ist. Die Wucht der
Schilderungen der Opfer fördere Spaltungsprozesse in professionellen
gesellschaftlichen Hilfesystemen, was Kooperationen be- und
verhindere.

3. Rudolf von Bracken
Der Fachanwalt für Familienrecht stellt die unklare rechtliche
Situation in der deutschen Rechtspraxis bei der gesellschaftlichen
Aufarbeitung ritueller Gewalt an Kindern dar. Diese finde praktisch
nicht statt, da Unschuldsvermutung und strenge Beweisführung
unüberwindbare Aufklärungshindernisse darstellen.

4. Prof. Dr. Adolf Gallwitz
ist Medizin- und Polizeipsychologe mit den Schwerpunkten
Kriminalprävention, Sexual- und Gewaltkriminalität sowie
Bedrohungsmanagement. In seinem Vortrag geht er auf sexuelle
Ausbeutung von Kindern in Europa ein und referiert über
Gegenstrategien zur Verbesserung der Situation betroffener Kinder.

5. Claudia Maria Fliß
Die Psychologin und Psychologische Psychotherapeutin erklärt wie an
Opferkindern Konditionierungen höherer Ordnung (Programme)
durchgeführt werden und dabei dissoziative Identitätsstrukturen
entstehen. In langen Therapieprozessen ist es möglich die
Konditionierung aufzulösen und eigenen Einfluss auf das Verhalten zu
erarbeiten.

63. Fachtagung der österreichischen Jugendamtspsychologinnen und
-psychologen "Unterm Rader der Kinder- und Jugendhilfe. Bleibt
rituelle Gewalt und organisierte sexuelle Ausbeutung an Kindern
verborgen?"

Bitte merken Sie sich vor:

6. Oktober 2016 (09:15 - 16:00 Uhr)
7. Oktober 2016 (08:30 - 14:00 Uhr)

Ort: Wiener Rathaus, Wappensaal

Medienvertreterinnen und -vertreter sind herzlich willkommen und
haben die Möglichkeit Interviews mit den Vortragenden zu führen.

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NRK

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel