• 03.10.2016, 09:41:33
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  • OTS0030

SOS Mitmensch: Österreich nicht an Afghanistan ausrichten

Fair bezahlte Beschäftigung ebnet Weg in die Gesellschaft

Utl.: Fair bezahlte Beschäftigung ebnet Weg in die Gesellschaft =

Wien (OTS) - SOS Mitmensch übt Kritik an Aussagen von Innenminister
Wolfgang Sobotka, wonach er eine fairere Bezahlung gemeinnütziger
Tätigkeiten von Asylsuchenden ablehne, weil das Lohnniveau in
Afghanistan deutlich niedriger sei als in Österreich.

„Fair bezahlte Beschäftigung ist ein wichtiger Ansatz, um den Weg in
die österreichische Gesellschaft zu ebnen. Die Messlatte müssen dabei
unsere eigenen sozialen Standards sein und nicht jene in Afghanistan.
Eine Angleichung Österreichs an das kriegszerrüttete Land würde in
eine vollkommen falsche Richtung führen“, betont Alexander Pollak,
Sprecher von SOS Mitmensch.

Pollak verweist auf die von Gewerkschaften und Industrie gemeinsam
getragene Forderung nach Arbeitsmarktzugang von Asylsuchenden nach
sechs Monaten Aufenthalt in Österreich. „Alle ExpertInnen sind sich
einig: Je rascher eine fair bezahlte Arbeitsaufnahme gelingt, desto
schneller können Betroffene auf eigenen Beinen stehen. Hier lebende
Menschen über viele Monate oder gar Jahre von Beschäftigung fern zu
halten, schadet nicht nur den Betroffenen, sondern auch Österreich“,
so Pollak.

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