• 30.09.2016, 10:57:54
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  • OTS0095

Verkehrsunfallstatistik - Leichtfried setzt Maßnahmen bei Alko-Lenkern und LKW

Rückgang bei tödlichen Verkehrsunfällen im 1. Halbjahr – Anstieg bei Alko-Lenkern und schweren LKW

Utl.: Rückgang bei tödlichen Verkehrsunfällen im 1. Halbjahr –
Anstieg bei Alko-Lenkern und schweren LKW =

Wien (OTS) - Die Anzahl der Verkehrstoten ist im ersten Halbjahr 2016
gesunken. Das zeigen die präsentierten Zahlen der
Verkehrsunfallstatistik für den Zeitraum Jänner bis Juni 2016. Im
Vergleich zum Vorjahr ist die Anzahl der Verkehrstoten um 11,2
Prozent gesunken (2015: 214, 2016: 190). Bei den Verletzten gab es
einen Anstieg um 4,4 Prozent auf 21.740, die Unfallzahlen sind um 2,9
Prozent auf 17.200 gestiegen. Verkehrsminister Jörg Leichtfried: „Der
Rückgang bei der Anzahl der Verkehrstoten ist erfreulich. Aber wir
müssen noch mehr tun, um unsere Straßen sicherer zu machen. Kein
einziger Verkehrstoter mehr auf Österreichs Straßen - das ist unser
Ziel.“ Handlungsbedarf sieht er bei LKW und Alko-Lenkern.

Diese beiden Risikogruppen sind öfter als im Vergleichszeitraum des
Vorjahrs für Verkehrsunfälle verantwortlich gewesen. Als alarmierend
beurteilt der Verkehrsminister den Anstieg bei Unfällen mit
Alko-Lenkern um 13,3 Prozent (2015: 919, 2016: 1.041). Expertinnen
und Experten sehen insgesamt einen europaweiten Trend zu mehr
Alko-Unfällen. „Von den etwa 26.000 Personen, denen jedes Jahr wegen
Alkohol am Steuer der Führerschein abgenommen wird, fahren rund 4.000
wieder betrunken und gefährden damit sich und andere
Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer. Darum arbeiten wir in
Zukunft mit Alkohol-Wegfahrsperren", so Leichtfried. Die fix ins Auto
eingebauten Geräte verlangen Atemluftproben vor und während der Fahrt
und verhindern, dass alkoholisierte Personen fahren.

Auch bei Unfällen mit schweren LKW zeigt sich ein Anstieg um 21,3
Prozent (2015: 506, 2016: 614). „Das Risiko ist uns bekannt. Tote
Winkel bei LKW sind für viele schwere Unfälle verantwortlich.
Schwächere Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer werden so
leicht übersehen“, so Leichtfried, der auf das im Sommer präsentierte
Pilotprojekt „Mobile Eye“ verweist. Dabei werden LKW mit einem
Assistenzsystem ausgestattet, das eine Rundumsicht ermöglicht.
„Sinnvoll sind hier einheitliche europäische Standards. Ich setze
mich dafür ein, dass ab 2020 alle Neufahrzeuge mit Rundum-Kameras
ausgestattet sind“, so Leichtfried.

Ein Anstieg bei den Unfallzahlen zeigt sich im höherrangigen
Straßennetz – auf Autobahnen und Schnellstraßen. Ausschlaggebend
dafür sind signifikante Verkehrszuwächse insgesamt. Auch die ASFINAG
verfolgt das Ziel, die Zahl der Verkehrstoten bis zum Jahr 2020 zu
halbieren.

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