- 30.09.2016, 09:07:23
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Deloitte Umfrage: Zwei Drittel der österreichischen Unternehmen sind bereit zur Anstellung von anerkannten Flüchtlingen
68 % der Unternehmen können sich Beschäftigung von Flüchtlingen vorstellen, aber nur 1 % tun dies bereits
Utl.: 68 % der Unternehmen können sich Beschäftigung von
Flüchtlingen vorstellen, aber nur 1 % tun dies bereits =
Wien (OTS) - Geht es nach der mehrheitlichen Bereitschaft der
österreichischen Unternehmer, ist eine Integration anerkannter
Flüchtlinge in den österreichischen Arbeitsmarkt möglich. Das ist das
zentrale Ergebnis einer aktuellen Umfrage von Deloitte Österreich. So
können sich zwei Drittel der Befragten die Anstellung von Menschen
mit Fluchthintergrund in ihrem Unternehmen grundsätzlich vorstellen.
Im Zeitraum Juli bis August 2016 haben sich 325 Teilnehmer von
österreichischen Unternehmen, vorrangig aus dem mittleren und oberen
Management, an der Deloitte Umfrage beteiligt. 43 % der Befragten
planen demnächst anerkannte Flüchtlinge in ihrem Unternehmen
anzustellen, 25 % würden dies unter anderen Rahmenbedingungen tun.
Doch nur rund 1 % beschäftigen Flüchtlinge bereits heute. Um mehr
Unternehmen zu einer Anstellung von Menschen mit Fluchthintergrund zu
bewegen, ist die verbesserte und nachweisbare Qualifizierung dieser
Personen essenziell. Ausreichend gute Deutschkenntnisse sind für die
Befragten wichtigste Voraussetzung für eine mögliche Anstellung.
„Es ist ein ermutigendes Zeichen, dass ein großer Teil der
österreichischen Unternehmer einer Beschäftigung von Flüchtlingen
gegenüber positiv eingestellt ist – aber das alleine reicht nicht“,
betont Gundi Wentner, Partnerin bei Deloitte Österreich. „Die
Anstrengungen müssen nun primär auf den Spracherwerb und die
Ausbildung von passenden Qualifikationen gelegt werden.“
Unternehmen wollen Integrationsbeitrag leisten
Für 77 % der Teilnehmer liegt der Hauptgrund für eine mögliche
Anstellung eines anerkannten Flüchtlings darin, einen
Integrationsbeitrag zu leisten. Auch die größere Vielfalt im
Unternehmen wird von mehr als der Hälfte der Befragten als positiver
Effekt erachtet. Das Auffinden passender Fachkräfte spielt für die
meisten Unternehmen in diesem Zusammenhang eine untergeordnete Rolle.
Unklarheiten und rechtliche Unsicherheiten sind die größten
Hemmnisse
Die Unternehmer vertreten eine klare Meinung, was es für eine
vermehrte Beschäftigung von Menschen mit Fluchthintergrund braucht:
Mehr Transparenz in Bezug auf die Qualifikation der Asylberechtigten
(58 %), klarere und einfachere rechtliche sowie regulatorische
Rahmenbedingungen (53 %) sowie die einfachere Vermittlung von
qualifizierten Personen (46 %).
„Derzeit gibt es noch viel Unsicherheit, gerade in Bezug auf die
rechtlichen Rahmenbedingungen. Wir brauchen schnelle und einfach
zugängliche Beratung für die Unternehmen um Bedenken auszuräumen.
Fakt ist, dass anerkannte Flüchtlinge völlig freien Zugang zum
Arbeitsmarkt haben – das wissen aber viele Unternehmen nicht“, betont
Gundi Wentner.
Deloitte Future Fund schafft Perspektiven
„Die Ermöglichung von Bildung und die Schaffung konkreter
Arbeitsplätze sind der Schlüssel zu einer gelungenen Integration“,
erklärt dazu Bernhard Gröhs, Managing Partner von Deloitte
Österreich. „Daher haben wir den Deloitte Future Fund gegründet, der
gerade auf diese Themen fokussiert.“
Der Deloitte Future Fund ist mit einem Budget von einer Million Euro
an direkten Geldmitteln sowie Pro Bono Leistungen von 10.000
Arbeitsstunden auf fünf Jahre ausgestattet. Mit konkreten Projekten
werden im Rahmen des Deloitte Future Fund Perspektiven für anerkannte
Flüchtlinge geschaffen: Bildung, Spracherwerb und
Pflichtschulabschlüsse stehen im Mittelpunkt eines Projektes mit der
Diakonie Österreich. Auf die Schaffung von Arbeitsplätzen fokussiert
wiederum die Start-up Initiative found!, die zusammen mit dem Impact
Hub Vienna im Sommer 2016 gegründet wurde.
Weitere Informationen und Downloads
Zusammenfassung Deloitte Umfrage „Integration von Flüchtlingen in den
österreichischen Arbeitsmarkt“:
bit.ly/2dCDglZ
Homepage Deloitte Future Fund:
bit.ly/2cEoFVc
Foto Gundi Wentner Credits APA Hinterramskogler:
bit.ly/1ZhRzMq
Foto Bernhard Gröhs Credits APA Hinterramskogler:
bit.ly/1N4tYaY
Deloitte Future Fund ist eine Initiative von Deloitte Österreich.
Unter diesem Dach werden alle Corporate Responsibility Aktivitäten
des führenden Anbieters für Professional Services gebündelt. Unter
dem Leitspruch „Perspektiven schaffen“ werden langfristige Projekte
mit sozialem Hintergrund sowohl finanziell als auch personell
unterstützt. Zwei wichtige Säulen sind dabei das Thema Bildung und
die Schaffung von Arbeitsplätzen. Deloitte leistet damit einen
nachhaltigen Beitrag zur Bewältigung aktueller Herausforderungen an
der Schnittstelle von Gesellschaft und Wirtschaft. Ziel ist dabei
stets die Schaffung von Zukunftsperspektiven für sozial
benachteiligte Menschen.
Deloitte Österreich ist der führende österreichische Anbieter von
Professional Services. Mit 1.200 Mitarbeitern an neun Standorten
betreut Deloitte Unternehmen und Institutionen in den Bereichen
Wirtschaftsprüfung, Steuerberatung, Consulting und Financial
Advisory. Kunden profitieren von der exzellenten Betreuung durch
Top-Experten vor Ort sowie tiefgehenden Branchen-Insights der
Industry Lines. Deloitte versteht sich als smarter Impulsgeber für
den Wirtschaftsstandort Österreich und bündelt seine breite
Expertise, um aktiv an dessen Stärkung mitzuwirken. Als Arbeitgeber
entwickelt sich Deloitte permanent weiter mit dem Anspruch, "Best
place to work" zu sein.
Deloitte bezieht sich auf Deloitte Touche Tohmatsu Limited, eine „UK
private company limited by guarantee" und/oder ihr Netzwerk von
Mitgliedsunternehmen. Jedes Mitgliedsunternehmen ist rechtlich
selbstständig und unabhängig. Nähere Informationen über die
rechtliche Struktur von Deloitte Touche Tohmatsu Limited und ihrer
Mitgliedsunternehmen finden Sie unter www.deloitte.com/about.
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