- 28.09.2016, 13:51:27
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Tirol übernimmt 2018 die EUSALP-Präsidentschaft
Innsbruck (OTS) - Tirol übernimmt ab Jänner 2018 die Präsidentschaft
der Europäischen Makroregionalen Strategie (EUSALP). Das wurde am
Dienstag beim Exekutivausschuss im slowenischen Izola beschlossen.
„Tirol als Land im Herzen Europas war immer ein Motor der
Alpenraumstrategie. Deshalb habe ich auch angeboten, im Jahr 2018 den
Vorsitz zu übernehmen. Als Vorsitzland können wir wirkungsvoll an der
Umsetzung der Strategie arbeiten und die Interessen der Alpenländer
in der Europäischen Union vorantreiben“, erklärt LH Günther Platter,
einer der maßgeblichen Gründungsväter der EUSALP. „Ich freue mich,
dass unsere Partner in der EUSALP uns das Vertrauen schenken.“
Konkrete Schwerpunkte der Tiroler Präsidentschaft werden neben den
Themen Mobilität, Klimawandel und Naturgefahren unter anderem auch
Tourismus, Wasser und Energie sein, kündigt der Landeshauptmann an.
„Das sind Bereiche, die für alle 48 Alpenregionen in der EUSALP von
Bedeutung sind.“
Alpenkonvention und EU-Ratspräsidentschaft
2017 und 2018 hat Österreich nicht nur den Vorsitz in der
Alpenkonvention inne, sondern übt auch im zweiten Halbjahr 2018 die
EU-Ratspräsidentschaft aus. „Durch das zeitliche Zusammentreffen
mehrerer von Österreich ausgeübten europäischen Leitungsfunktionen
ergeben sich für uns viele Chancen, um unsere gemeinsamen Interessen
in Europa zu forcieren“, ist LH Platter überzeugt.
Tirol führt die Action Group Mobilität
Die Europaregion Tirol hat in der EUSALP bereits Verantwortung
übernommen und führt seit diesem Frühjahr die Arbeitsgruppe Verkehr
unter der Leitung von Ewald Moser. „Damit sind wir federführend für
ein Thema zuständig, das der Tiroler Bevölkerung besonders am Herzen
liegt“, sagt LH Platter. Die Schwerpunkte der Arbeitsgruppe, die aus
VertreterInnen von 22 europäischen Regionen besteht, liegen in der
Mautgestaltung und der Verkehrsverlagerung von der Straße auf die
Schiene sowie auf den öffentlichen Verkehr sowie die Verknüpfung der
Verkehrsnetze inklusive der Radwege. Auch an einer überregionalen
Tarifgestaltung wird gearbeitet.
Über die EUSALP
Die EUSALP umfasst neben den 48 Alpenregionen auch die sieben
Alpenstaaten Österreich, Deutschland, Liechtenstein, Schweiz,
Frankreich, Italien und Slowenien mit insgesamt 70 Millionen
EinwohnerInnen.
Am 28. Juli 2015 hatte die Europäische Kommission die EUSALP
angenommen, im Dezember des Vorjahres wurde sie durch den
Europäischen Rat beschlossen. Seither wird die Alpenstrategie mit
konkreten Projekten wie den Aktionsgruppen Mobilität oder Klimawandel
mit Leben gefüllt.
Neben dem Ostseeraum, der Donauregion und dem adriatisch-ionischen
Raum liegt nunmehr für den Alpenraum die vierte offiziell anerkannte
Makroregionale Strategie der EU vor. Auf Vorschlag von Tirol und
Südtirol soll die Umsetzung und Abwicklung der EUSALP-Agenden in
einer Servicestelle erfolgen, die im gemeinsamen Vertretungsbüro in
Brüssel angesiedelt ist.
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