Wiener Magistrat verleiht „Goldenes Staffelholz“ für Innovationen

Zukunftsweisende Projekte in der Stadtverwaltung wurden im Rathaus ausgezeichnet

Wien (OTS/RK) - Gestern, Dienstag, ist im Wiener Rathaus das „Goldene Staffelholz“ verliehen worden. Ausgezeichnet wurden Ideen und Projekte unter dem Motto „Innovatives Wien 2020“. Landtagspräsident Harry Kopietz, stellvertretend für Bürgermeister Michael Häupl, und Magistratsdirektor Erich Hechtner prämierten dabei elf Projekte, die Arbeitsweisen und -zyklen in der Verwaltung effizienter und zukunftsweisend gestalten sollen. Insgesamt wurden 163 Projekte von 53 Abteilungen und Unternehmungen der Stadt Wien eingereicht. Eine zwölfköpfige Jury aus internen und externen ExpertInnen hat daraus die besten Projekte gewählt.

„Wir wollen Innovation nachhaltig in der Stadt verankern. Der heutige Tag zeigt, welches Engagement, welches Potenzial, welcher Ideenreichtum vorhanden ist und im täglichen Tun „passiert“. Ohne die laufende Weiterentwicklung von Leistungen der öffentlichen Hand gebe es viele Produkte und Dienstleistungen am freien Markt nicht. Die „Stadt“ ist aber nicht nur innovativ, sondern zeigt auch Mut bei der Entwicklung von Lösungsansätzen für ihre Wienerinnen und Wiener. Diese Leistungen und die Menschen dahinter sollen daher heute vor den Vorhang geholt werden“, sagte Magistratsdirektor Hechtner vor den versammelten PreisträgerInnen aus Verwaltung und städtischen Unternehmungen.

Landtagspräsident Kopietz ergänzte: „Die 163 Einreichungen zeigen die Vielfalt, den Mut und die Innovationskraft der Stadt und ihrer Verwaltung. Wien ist in vieler Hinsicht ein Vorbild für andere Städte und stolz darauf.“

Die elf Siegerprojekte

Die Bandbreite der ausgezeichneten Projekte umfasste das gesamte Leistungsspektrum des Magistrats: Ein Alarmsystem für FalschparkerInnen, umgesetzt von den Wiener Linien, erhöht den Verkehrsfluss der Öffis; die MAG ELF unterstützt jugendliche Flüchtlinge mit einer Videoserie bei der Überwindung ihrer Traumata und erklärt mit einer weiteren Video-Serie unter dem Titel „Fred, der Exbärte“ Jungeltern den Umgang mit Neugeborenen; die MA 33 - Wien Leuchtet, verkürzt die Wartezeiten für FußgängerInnen an Straßenübergängen indem sie optische Detektoren installiert, die Wartende erkennen; Infomodule für Flüchtlinge, zusammengestellt von der MA 17 - Integration und Diversität, erleichtert Flüchtlingen die Integration ab Tag eins; die MA 14 und die MA 63 haben in Zusammenarbeit mit der MD-OS/PIKT die Projektleitung bei GISA -Gewerbeinformatonssystem Austria vom Bund übernommen, das System verbessert und so gewerbliche Verfahren für KundInnen ohne Gang auf die Behörde ermöglicht; die Wiener Stadtwerke vernetzten Mobilitätsangebote von Bus, Bim, Bahn, U-Bahn, Car- und Bikesharing, Garagen und Ladestellen für E-Autos und bringt Menschen so ohne mit dem eigenen Auto fahren zu müssen rasch ans Ziel; die ebswien hauptkläranlage ist internationaler Vorreiter bei der umweltfreundlichen Erzeugung von Strom aus Klärschlamm; die MA 13 Musikschulen geben Konzerte auf Intensivstationen und helfen WachkomapatientInnen zurück ins Leben; das Traineeprogramm - MoveON bildet „High Potentials“ für ihre Karriere im Magistrat aus und fordert sie mit einem Arbeitsschwerpunkt zum Thema Start-Up-Standort Wien; die MA 18 - Stadtplanung, wurde für die Kommunikation der „Smart City Wien Initiative“ ausgezeichnet

Sonderpreis für die MA 33 - Wien Leuchtet

Dass auch Lernpotential in vermeintlichen Fehlern steckt, zeigt die Auszeichnung eines eigentlich gescheiterten Projektes. Die MA 33 suchte nach einer Lösung um die Seilhängeleuchten in den Straßen der Stadt zu revitalisieren. Trotz Feldversuchen sowie Kooperationen mit Industrie und Wissenschaft konnte kein zufriedenstellendes Ergebnis gefunden werden - der Wissensschatz für andere Projekte aber erweitert werden. Dass sich die Stadtverwaltung in ihrem konstruktiven Umgang mit Fehlern mitten in einem Kulturwandel befinde, wurde als Begründung für die Auslobung des Sonderpreises angeführt.

Über das „Goldene Staffelholz“

Das „Goldene Staffelholz“ ist ein Projekt der Gruppe „Interne Kommunikation“ im Magistrat, enstanden im Zuge des Strategiedialoges auf Vorschlag des Magistratsdirektors. Erstmals wurde das „Goldene Staffelholz“ 2015 zum Thema „Best Practice Projekte zur internen Kommunikation“ vergeben, heuer wurden Projekte zum Thema „Innovatives Wien“ prämiert. Ziel ist, bei Schonung natürlicher Ressourcen und Nutzung von Innovationen, Wiens Lebensqualität auf hohem Niveau zu halten. Der Begriff Innovation ist dabei weit gefasst: Neben technologischen sind auch soziale, kulturelle, organisatorische und künstlerische Innovationen benannt.

Ausführliche Infos zum „Goldenen Staffelholz“, den Gewinnern und allen 163 eingereichten Projekten online auf
https://innovation2020.wien.gv.at/site/ (Schluss) red

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